MLS: Dramen in Playoffs: Drogba, Valdez & Co raus, Red Bulls im Halbfinale

Die Rückspiele der Playoffs sorgten für mächtig Emotionen in der MLS: Columbus setzte sich gegen Montreal erst in der Verlängerung durch und Dallas schlug Seattle nach Elfmeterschießen. In New York sorgte Bradley Wright Philipps mit einem Treffer in der Nachspielzeit dafür, dass die Red Bulls gegen DC United siegten, in Portland gewannen die Timbers gegen Vancouver.

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Didier Drogba kann seiner eindrucksvollen Titelsammlung (vorerst) keine weitere Trophäe hinzufügen. Nach dem 2:1-Heimsieg im Hinspiel mussten sich die Kanadier von Montreal Impact bei Columbus Crew mit 1:3 n.V. geschlagen geben.
Den entscheidenden Treffer erzielte Kei Kamara in der 111. Minute, der Stürmer aus Sierra Leone hatte bereits in der 4. Minute für den Auftakt der erfolgreichen Aufholjagd gesorgt. Dass er in der 68. Minute einen Elfmeter vergab, fiel am Ende nicht mehr ins Gewicht.
Drogba blieb wie im Hinspiel ohne Tor, doch mit seinen 12 Treffern in 14 Spielen war er mit verantwortlich dafür, dass Montreal letztlich die auf die erfolgreichste Saison seiner MLS-Geschichte blicken kann.

Irrer Showdown in Dallas

Das Halbfinal-Rückspiel in der Western Conference zwischen Dallas und Seattle wird lange in den Geschichtsbüchern bleiben: Die Gastgeber mussten ein 1:2 aufholen, rannten aber lange vergebens an. Erst in der 84. Minute gelang Tesho Akindele die Führung, doch das war erst der Anfang des Krimis:
In der Schlussminute traf Chad Marshall nach einem Eckball zum Ausgleich für die Sounders, das sich damit eine Runde weiter wähnte. Aber Walker Zimmerman konnte den Schweizer Torwart Stefan Frei tatsächlich fast im Gegenzug bezwingen und rettete die Gastgeber in die Verlängerung, in der nicht mehr viel passierte. Es kam zum Showdown im Elfmeterschießen.
Dort konnte Jesse Gonzalez zwei Strafstöße entschärfen, u.a. den des Österreichers Andreas Ivanschitz, und die Fans nach einem nervenaufreibenden Match doch noch jubeln lassen. Für Ivanschitz und seine Teamkollegen Nelson Valdez und Obafemi Martins hingegen war Endstation im Toyota Stadium.

Timbers fällen Vancouver

In Vancouver kam auch für das zweite kanadische Team das Aus. Nach dem 0:0 in Portland setzten sich die Timbers mit 2:0 durch - doch auch dabei hieß es zittern: Der erlösende zweite Treffer gelang Diego Chara erst in allerletzter Minute. Jetzt muss Portland gegen den FC Dallas im Conference Finale des Westens antreten.
Mit zwei knappen Siegen kam im Osten New York weiter: Nach dem 1:0 im Hinspiel gelang den New York Red Bulls gegen D.C. United auch im Rückspiel ein 1:0 (0:0)-Erfolg. Vor heimischem Publikum konnte man den Einzug in die Finals der Eastern Conference zwar perfekt machen, auf das entscheidende Tor durch Bradley Wright-Phillips mussten die rund 25.000 Zuschauer jedoch bis zur zweiten Minute der Nachspielzeit warten.
D.C. United musste sich damit bereits im zweiten Jahr in Folge den Red Bulls im Halbfinale geschlagen geben, die im Finale auf Columbus Crew treffen werden.
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