Portland Timbers machen im Finale gegen Columbus Crew ersten MLS-Titel perfekt
Im Endspiel der Major League Soccer haben sich die Portland Timbers zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den Titel gesichert. Mit einem 2:1 (2:1)-Sieg setzte sich die Mannschaft von Trainer Caleb Porter gegen Columbus Crew durch. Bereits nach 31 Sekunden brachte Diego Valeri (1.) sein Team in Führung. Nach dem Treffer von Rodney Wallace (7.) erzielte Kei Kamara (18.) nur noch den Anschluss.
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Die Lehren:
Da arbeitet man eine ganze Saison auf dieses eine Spiel hin: das große MLS-Finale vor eigener Kulisse. Und dann patzt der eigene Keeper nach knapp einer halben Minute derart eklatant. Nach einer weiteren Unachtsamkeit liegt man nach sieben Minuten mit zwei Toren im Hintertreffen. Columbus versuchte nach den beiden frühen Nackenschlägen die Kontrolle über das Geschehen zu erlangen, wirkte dabei aber ideenlos.
Besonders der erste Durchgang konnte sich durchaus sehen lassen. Die beiden Defensivreihen agierten mit "offenem Visier", von taktischen Marschrouten keine Spur. Nach verrückten 20 Minuten beruhigte sich das Geschehen etwas. Die Timbers versprühten über die komplette Distanz allerdings mehr Gefahr und Willen, ließen die nötige Kaltschnäuzigkeit in den entscheidenden Situationen aber vermissen.
Columbus hingegen, bei denen Torjäger Kamara zu wenig ins eigene Spiel eingebunden wurde, erarbeitete gegen die körperlich und kämpferisch überlegenen Gäste weder spielerisch, noch mit der berüchtigten "Brechstange" ausreichend Tormöglichkeiten, um den Titel zum zweiten Mal nach 2008 nach Ohio zu holen. Portland, die fußballbegeisterte Stadt im Nordwesten der USA, holte somit den ersten MLS-Titel der jungen Vereinsgeschichte.
Das fiel auf: Unsichere Torhüter
Die Keeper auf beiden Seiten offenbarten große Unsicherheiten. Steve Clark patzte bereits nach 31 Sekunden, als er sich zunächst den Ball zu weit vorlegte und dann den heranstürmenden Valeri anschoss. Im weiteren Verlauf der Partie fing sich der 29-Jährige allerdings und entschäfte die ein oder andere gute Tormöglichkeit. Auch sein Gegenüber, Adam Kwarasey, zeigte sich beim Anschlusstreffer durch Kamara verunsichert, als er an einer harmlosen Flanke vorbeisegelte.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 10
Die Portland Timbers sind der zehnte Titelträger der MLS-Geschichte.
Die Höhepunkte:
1. TOOOR für Portland! Das gibt es doch nicht! Columbus spielt den Ball in aller Ruhe hintenrum, Steve Clark, Torhüter von Columbus bekommt die Kugel und hat dann einen Blackout - Diego Valeri läuft den Schlussmann der Gastgeber an, grätscht einfach mal rein und fälscht den Befreiungsschlag von Clark zum 0:1 ab. Das ist mal ein Auftakt!
7. TOOOR für Portland! Das gibt es doch nicht! Ballverlust auf der rechten Seite - Melano bekommt den Ball von Nagbe und flankt in die Mitte. Am langen Pfosten war Wallace Afful weggelaufen - und köpft per Flugkopfball unhaltbar ein.
18. TOOOR für Columbus! Die Gastgeber sind wieder da! Und wieder ging ein kapitaler Torwartfehler voraus. Flanke in die Mitte - Kwarasey im Kasten der Timbers muss die eigentlich nur runterpflücken. Tut er aber nicht, sondern springt mit beiden Fäusten am Spielgerät vorbei. Im Tumult bekommt Torjäger Kamara die Pille und schiebt ein. Über zu wenig Unterhaltung können wir uns bisher nicht beschweren.
40. Und mal eine klare Torchance! Doch auch die entsteht etwas zufällig. Valeri will den Ball in den Strafraum stecken. Aber der Versuch wird abgewehrt. Über Umwege und des Gegners Hilfe landet das Spielgerät aber plötzlich bei Adi. Der zieht auch sofort ab, doch Clark ist ganz schnell unten und pariert stark. Ecke.
50. Die Chance gibt es aber auf der anderen Seite. Und den muss Melano eigentlich besser verwerten: Adi verlängert einen langen Ball in den Lauf des Argentiniers, der das dann erst gut macht gegen die Columbus-Innenverteidigung, Haken in die Mitte und dann der Abschluss mit dem schwachen linken Fuß. Abgeblockt.
60. Was für eine Chance! Und es bleibt wild! Eckball von der rechten Seite für die Timbers - Kopfball, Parkhurst steht auf der Linie und klärt mit allen möglichen Körperteilen, dann der nächste Versuch, den wieder Parkhurst abwehrt, nachdem der Ball von der Latte springt. Da könnte man allerdings über Handspiel reden. Latte, Handspiel, Pfosten, Linie, geklärt.
71. Und der nächste Hochkaräter! Valeri legt raus auf Villafana. Der Linksverteidiger bringt die Kugel in die Box. Da wartet Adi, muss sich noch richtig stellen und bringt das Spielgerät dann per Kopf noch gefährlich auf den Kasten. Pfosten. Glück für die Hausherren.
81. Das muss die Entscheidung sein! Valeri bringt den Ball perfekt in die Mitte, da steht Innenverteidiger Borchers und köpft aus drei Metern Clark an, der genau richtig steht. Ein paar Sekunden später kommt auch Adi zum Schuss. Wieder ist Clark auf dem Posten und rettet spektakulär.
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