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Niklas Süle erlebt ein durchwachsenes Debüt in der Kreisliga - der Ex-Profi verliert 2:7, trifft aber
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Publiziert 17/08/2026 um 12:22 GMT+2 Uhr
Vor 400 Zuschauern trifft Ex-Nationalspieler Niklas Süle bei seinem Debüt in der Kreisliga, verliert aber 2:7. Der ehemalige Innenverteidiger von Borussia Dortmund nimmt bei seinem neuen Amateurverein die ungewohnte Rolle des offensiven Mittelfeldspielers an. Sein Fitnesszustand ist weiterhin nicht profitauglich. Vermutlich beendete Süle auch aus diesem Grund frühzeitig seine Karriere.
Kovac äußert sich zum Süle-Schock
Quelle: Perform
Hinterher schrieb Niklas Süle fleißig Autogramme und posierte für Selfies mit den jungen Fans, von denen einer sogar ein Deutschland-Trikot mit dem Namenszug "Niklas" trug.
Vom Ambiente eines Länderspiels hatte das Debüt des früheren Fußball-Nationalspielers für den SV Tiefenbach in der Kreisliga Sinsheim natürlich herzlich wenig.
Die rund 400 Zuschauer - immerhin dreimal mehr als üblich - sahen dennoch ein Kopfballtor Süles. Der Treffer änderte aber nichts an der herben Pleite (2:7) zum Saisonauftakt gegen die SG Kirchardt.
"So viel wie ein 7:2 Spaß macht", antwortete Süle auf die Frage nach dem Spaßfaktor in seiner neuen Rollen als Feierabend-Kicker für den Klub aus dem 1300-Seelen-Dorf, das 1972 in die Kleinstadt Östringen im Landkreis Karlsruhe eingemeindet wurde.
Ungewohnte Rolle für Süle im offensiven Mittelfeld
Mehr wollte der 30-Jährige nicht sagen im Anschluss an seine Amateur-Premiere nach gerade einmal drei Trainingseinheiten bei seinem neuen Verein.
Mit der Nummer 22 war der frühere Verteidiger im offensiven Mittelfeld aufgelaufen. Das gelbe Trikot, das ein wenig an den Dress seines Ex-Arbeitgebers Borussia Dortmund erinnerte, lag an einigen Stellen ziemlich eng an.
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Niklas Süle einst bei Borussia Dortmund im Einsatz
Fotocredit: Getty Images
In Süles Zeit als Berufsfußballer (299 Bundesligaspiele für die TSG Hoffenheim, Bayern München und Dortmund, 49 Länderspiele, Champions-League-Triumph 2020) hätte die Erscheinung selbstverständlich für die turnusmäßige Fitnessdebatte gesorgt.
Genau davon wollte sich der gebürtige Frankfurter befreien, als er vor drei Monaten dem Profitum den Rücken kehrte. "Ich freue mich sehr, den Fußball endlich wieder aus einem ganz anderen Blickwinkel zu erleben – dort, wo es einzig und allein um den Sport an sich geht und nicht um ein Geschäft oder ums Geld", hatte Süle damals gesagt: "Nach 13 Jahren Profifußball ist es für mich ein absolutes Geschenk, mit meinen Kumpels auf dem Platz stehen zu dürfen und die Freude an diesem wundervollen Sport noch einmal in vollen Zügen genießen zu können."
Spielertrainer Walzel: "Viel Trubel die letzten Wochen"
Mit Genuss hatte die Partie für Süle, der bei der benachbarten TSG unter dem damaligen Trainer Julian Nagelsmann zum umworbenen Bundesliga-Profi aufgestiegen war, allerdings wenig zu tun.
In seiner ungewohnten Rolle lief das Spiel zunächst weitgehend an ihm vorbei. Nach der Pause wurde es etwas besser. Es war allerdings nichts mehr zu retten, als Süle den Ball nach einer Ecke zum zwischenzeitlichen 2:6 ins Netz wuchtete (75.).
"Es war viel Trubel die letzten Wochen", sagte Spielertrainer Jason Walzel und nahm seinen Golf-Kumpel in Schutz: "Niklas muss auch erst mal wieder reinfinden. Er wird uns noch weiterhelfen".
Zukünftig aber vielleicht eher in der Abwehr.
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Quelle: Perform
(SID)
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