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Nordkoreas Fußballerinnen gewinnen asiatische Champions League in Südkorea - Naegohyang siegt in Suwon gegen Tokio
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Publiziert 23/05/2026 um 11:41 GMT+2 Uhr
Durch den Gewinn der asiatischen Champions League haben die Fußballerinnen des Naegohyang Women's FC das erste Gastspiel einer nordkoreanischen Sportmannschaft in Südkorea seit acht Jahren gekrönt. Beim 1:0 (1:0)-Finalerfolg gegen Tokio Verdy Beleza im nur höchst mäßig besetzten Stadion von Suwon feuerten mehrere Tausend einheimische Fans die Spielerinnen aus ihrem kommunistischen Bruderstaat an.
Nordkoreas Fußballerinnen gewinnen die asiatische Champions League in Südkorea
Fotocredit: Getty Images
Darunter war eine große vom südkoreanischen Vereinigungsministerium unterstützte Gruppe von Zuschauern aus zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Auf Unterstützung eigener Anhänger musste Naegohyang wie schon im vorherigen Turnierverkauf verzichten: Abgesehen von Ausnahmegenehmigungen ist Nordkoeanern die Einreise in den Süden untersagt. Beide Länder befinden sich völkerrechtlich seit 1950 im Krieg.
Das Endspiel, in dem Naegohyangs Kapitänin Kim Kyong Yong schon kurz vor der Pause das entscheidende Tor erzielte, weckte deutlich weniger Interesse als Naegohyangs Halbfinal-Auftritt drei Tage zuvor an gleicher Stelle gegen Gastgeber Suwon FC (2:1): Für das brisante Duell waren alle rund 7100 verfügbaren Tickets binnen weniger Stunden vergriffen.
Die Ankunft der nordkoreanischen Delegation war am vergangenen Sonntag unter hohen Sicherheitsvorkehrungen erfolgt und von großem Medieninteresse begleitet.
Naegohyang profitiert von gezielter Förderung
Die 39 Spielerinnen und Betreuerinnen wurden von Unterstützern südkoreanischer Bürgergruppen empfangen. "Seid willkommen!", riefen die Anhänger entlang der abgesperrten Route am Flughafen.
Naegohyangs Titelgewinn ist auch Resultat einer konsequenten Förderung durch das Regime im Pjöngjang. Frauenfußball zählt zu den stärksten Sportarten des Landes, die Nationalmannschaft nimmt regelmäßig an WM-Turnieren teil und ist der Weltrangliste auf Position elf deutlich höher eingestuft als das Männer-Team auf Platz 118.
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(SID)
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