Olympia - Fußball: Deutsche Frauen gegen USA im Halbfinale gescheitert - DFB-Team in Lyon dramatisch geschlagen
Deutschlands Frauen-Nationalmannschaft hat den Sprung ins Endspiel um Gold bei Olympia in Paris knapp verpasst. Im Halbfinale unterlag die DFB-Elf den USA in Lyon nach Verlängerung 0:1 (0:0) und muss den Traum vom Olympiasieg begraben. Sophia Smith (95.) traf für den abgezockten Rekordsieger USA, die 23-Jährige war schon neun Tage zuvor im Gruppenspiel (4:1) zweimal erfolgreich gewesen.
Halbfinal-Highlights: Bittere Niederlage für DFB-Frauen gegen USA
Quelle: Eurosport
Die Kapitänin krank, die Torjägerin verletzt, der Goldtraum geplatzt: Das letzte Aufgebot der deutschen Fußballerinnen ist kurz vor dem Sehnsuchtsort Paris am Angstgegner gescheitert. Ohne Alexandra Popp und Lea Schüller verlor das DFB-Team seinen beherzten Halbfinal-Fight gegen die USA 0:1 (0:1, 0:0) nach Verlängerung und muss sich nun aufrappeln für das Spiel um die olympische Bronzemedaille.
Bundestrainer Hrubesch war zwar "traurig", wollte seinen Schützlingen aber "nur gratulieren und keinen Vorwurf" machen. "Es ist sehr bitter, sehr enttäuschend", sagte Bayern-Star Klara Bühl, "aber wir sind trotzdem sehr stolz, dass wir mit den Besten mithalten können." Für das Spiel um Olympia-Bronze gelte nun: "Wir werden alles reinwerfen für eine Medaille."
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Hrubesch fassungslos! Zentimeter verhindern Lucky Punch
Quelle: Eurosport
Ein Jahr nach dem WM-Fiasko endet für die Auswahl von Horst Hrubesch diese "Tour de France" nicht mit dem erhofften Einzug ins Olympische Dorf. Der Gold-Gewinner von 2016 bleibt für das kleine Finale gegen Brasilien oder Weltmeister Spanien am Freitag (15:00 Uhr bei discovery+) in Lyon. Bronze gewann Deutschland bereits dreimal (2000, 2004 und 2008).
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Bitteres Missverständnis! Smith trifft Deutschland mitten ins Herz
Quelle: Eurosport
Deutschland ohne Popp und Schüller
Popp (Infekt) und Schüller (Entzündung der Patellasehne) dürften zum Turnierabschluss wieder in den Kader zurückkehren, falls sie fit werden. Den Ausfall der beiden so wichtigen Stammkräfte nach dem Viertelfinal-Kraftakt gegen Kanada (4:2 i.E.) hatte der DFB mittags verkündet. Die nachgerückte Ersatzkraft Nicole Anyomi ersetzte Schüller in der Startelf.
Bei mehr als 30 Grad dauerte es keine zwei Minuten, bis Tierna Davidson Ann-Katrin Berger prüfte. Doch die DFB-Torhüterin, gegen Kanada die gefeierte Heldin, war beim nervösen Beginn wie gegen Rose Lavelle (4.) und Sophia Smith (7.) hellwach.
Popp, die im Mittelfeld bisher die schmerzlich vermisste Lena Oberdorf ersetzt hatte, musste aus dem Hotel verfolgen, wie Sjoeke Nüsken ihre Position übernahm und Sydney Lohmann in die Offensive rückte. Oberdorf fieberte nach ihrer Knie-OP neben Schüller, DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich und Geschäftsführer Andreas Rettig auf der Tribüne mit.
Trotz der widrigen Umstände wurde Deutschland nach einer Viertelstunde mutiger und setzte auf sein Umschaltspiel. Eine direkt aufs Tor gezirkelte Ecke von Klara Bühl (21.) entschärfte US-Keeperin Alyssa Naeher, ebenso den Abschluss durch Jule Brand (24.), die Hrubesch als zweite Spitze aufbot.
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Brand marschiert links durch und scheitert nur an Naeher
Quelle: Eurosport
Der scheidende Bundestrainer coachte sehr aktiv, ihm gefiel der energische Einsatz seiner Schützlinge. "Genauso macht ihr das weiter", rief der 73-Jährige, der den Posten nach den Sommerspielen an Christian Wück übergibt.
Halbfinale: Verlängerung wird zu Abnutzungskampf
Nach der Pause musste die DFB-Defensive um die bärenstarke Marina Hegering hellwach bleiben. Mit cleverem Pressing gelangen aber auch Balleroberungen, es fehlte jedoch erneut die letzte Präzision. Nach einer Stunde schwanden bei den ersten Spielerinnen sichtlich die Kräfte. Berger war bei einem Kopfball von Kapitänin Lindsey Horan (79.) zur Stelle, ein Tor von Mallory Swanson (86.) zählte wegen Abseits nicht.
In der Verlängerung entwickelte sich dann ein Abnutzungskampf. Bühl (94.) hatte endlich wieder eine gute deutsche Chance, doch im Gegenzug schlugen die USA zu. Swanson steckte den Ball zu Smith durch, Linksverteidigerin Felicitas Rauch verschätzte sich. Smith blieb gegen die herauseilende Berger cool und verwandelte aus 14 Metern.
Deutschland mobilisierte nun die letzten Kräfte, stellte auf Dreierkette um, doch die eingewechselte Freigang (119.) vergab mit einem Kopfball aus kurzer Distanz die letzte Chance zum Ausgleich. Hrubesch haderte nicht lange: "Wir haben noch einen Matchball, den wollen wir nutzen."
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(SID)
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"Mund abputzen, um Bronze spielen": Omilade sieht gute Medaillenchancen
Quelle: Eurosport
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