Tödlicher Unfall: Österreichs Ex-Nationaltorwart Alexander Manninger verunglückt - Trauer um Keeper in Fußballwelt

Der ehemalige österreichische Nationaltorhüter Alexander Manninger ist bei einem tragischen Unfall in Nußdorf am Haunsberg im Bundesland Salzburg ums Leben gekommen. Das Auto des 48-Jährigen, der in seiner Karriere unter anderem für den FC Augsburg, Juventus, Arsenal und Liverpool spielte, wurde an einem unbeschrankten Bahnübergang von der Lokalbahn erfasst. Für Manninger kam jede Hilfe zu spät.

Tödlicher Verkehrsunfall: Früherer Torhüter Manninger gestorben

Quelle: SID

Laut Informationen der "Krone" und des "ORF" wurde der PKW des Österreichers einige Meter mitgeschleift.
Das Rote Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr Nußdorf waren dort am Donnerstagmorgen im Einsatz, Ersthelfer befreiten Manninger aus dem Auto und leisteten Erste Hilfe. Letztlich konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Die Hintergründe der Kollision müssen noch ermittelt werden.
"Durch die Art des Fahrzeugs ist es möglich, die elektronischen Daten genau auszuwerten und damit das Fahrverhalten des Lenkers", wurde Gutachter Gerhard Kronreif von der "Krone" zitiert.
Seine ersten Schritte im Profifußball machte Manninger in der Saison 1994/95 bei Austria Salzburg. Anschließend ging es über Graz zum großen FC Arsenal, mit dem er 1997/98 die Premier League gewann. Einen weiteren Meistertitel feierte er auch mit Juventus in der Saison 2010/11.
Zwischen 2012 und 2016 war der Torhüter für den FC Augsburg aktiv, den er für sein letztes Abenteuer auf der großen Bühne verließ: Beim FC Liverpool verbrachte Manninger die finale Saison seiner Karriere, ehe er im Juli 2017 seine Laufbahn beendete. Für Österreichs Nationalmannschaft bestritt er 33 Spiele.

ÖFB-Team, Juventus und Augsburg drücken Beileid aus

"Alexander Manninger war auf und neben dem Platz ein herausragender Botschafter des österreichischen Fußballs. Mit seiner internationalen Karriere hat er Maßstäbe gesetzt und viele junge Torhüter inspiriert und geprägt", wird ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel in einer Mitteilung zitiert.
Auch Juventus drückte sein tiefstes Beileid zum Tod von Manninger aus. "Heute ist ein sehr trauriger Tag. Wir haben nicht nur einen großartigen Athleten verloren, sondern auch einen Mann mit außergewöhnlichen Werten", hieß es in einem Post auf Instagram. "Manninger wird für das Vorbild, das er auf und neben dem Platz gegeben hat, in Erinnerung bleiben."
Auch der FC Augsburg, für den Manninger 38 Mal das Tor hütete, reagierte geschockt auf diese Nachricht.
"Wir sind zutiefst bestürzt über das Ableben unseres ehemaligen Spielers und Freundes Alexander Manninger. Alex war nicht nur ein erstklassiger Torhüter, sondern auch ein über die Grenzen hinweg geschätzter und herausragender Mensch, der mit seiner Art unsere Mannschaft und unseren gesamten Klub bereichert hat", wird FCA-Geschäftsführer Michael Ströll bei Instagram zitiert.
"Es ist schwer zu begreifen, dass Alex nicht mehr unter uns weilt, gerade da er noch vor Kurzem bei uns war. Wir sind in dieser schweren Zeit in Gedanken bei seiner Familie und seinen Angehörigen", heißt es in dem Post weiter.

Buffon verabschiedet sich emotional

Gianluigi Buffon, ehemaliger Torwart-Kollege von Manninger bei Juventus Turin, verabschiedete sich hoch emotional vom Österreicher. "Lieber Alex, jedes Wort ist überflüssig. Jede Träne wäre nur eine weitere wegen des Verlusts eines Freundes und eines Menschen, den ich immer bewundert habe", schrieb die italienische Torwart-Legende auf Instagram.
"Du hast dich dafür entschieden, dich von der Sucht nach der Welt des Fußballs unabhängig zu halten und dein Glück in den einfachen Dingen zu suchen: ein gesundes Leben in den Wäldern, Angeln, die Natur, die Familie. Das war dein Credo", führte Buffon aus.
"In einer Welt, die oft gekrümmt und unterwürfig ist, die nach Unterdrückung, Karrierismus und schnellem Geld strebt, hast du stets deine Freiheit verteidigt, hast eine aufrechte Haltung bewahrt, mit dem Stolz dessen, der weiß, was er will", schwärmte der Italiener von seinem ehemaligen Teamkollegen.
"Du hattest die Kraft, dich von all dem zu distanzieren und uns mit deinem verschmitzten Lächeln anzusehen, als wolltest du sagen: ”Ihr seid alle verrückt, mich werdet ihr nie kriegen", schrieb Buffon weiter.
"Ich hoffe, nein, ich bin mir sicher, dass du von dort oben weiterhin deine wunderbaren Kinder und deine junge Frau begleiten wirst. Ruhe in Frieden. Gigi."

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