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Der FC Chelsea hat seinen Trainer José Mourinho entlassen
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Publiziert 17/12/2015 um 15:47 GMT+1 Uhr
Der FC Chelsea hat sich von seinem Trainer José Mourinho getrennt. Dies bestätigte der Verein am Donnerstagnachmittag. Noch vor sieben Monaten hatte der Portugiese den Champions-League-Sieger von 2012 zur Meisterschaft geführt. Nach einer fast beispiellosen Talfahrt in den letzten Monaten steht der Londoner Vorzeigeklub derzeit aber nur auf dem 16. Tabellenplatz der Premier League.
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Die 1:2-Pleite beim Sensations-Ersten Leicester City am Montag, hinter dem der FC Chelsea bereits 20 Punkte zurückliegt, war für die Klub-Bosse um Mäzen Roman Abramowitsch offenbar das letzte fehlende Signal, um zu reagieren.
Mourinho wirkte in den vergangenen Wochen angeschlagen und ratlos wie selten. Seine Spieler erreichte er scheinbar nicht mehr, ehemalige Leistungsträger wie Eden Hazard, Cesc Fabregas oder Diego Costa waren in dieser Saison nicht wiederzuerkennen.
"Von meinen Spielern verraten"
"Ich fühle mich, als wäre meine Arbeit von meinen Spielern verraten worden. Aktuell dürfen sie sich nicht wie Superstars fühlen", hatte Mourinho nach der Pleite in Leicester gesagt. Das Tischtuch zwischen Mannschaft und dem exzentrischen Trainer schien fortan zerschnitten. "Ich will unbedingt bleiben", sagte er noch: "Ich hoffe, dass der Vorstand und Mister Abramowitsch auch wollen, dass ich bleibe."
Diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen.
In einem kurzen Statement auf der Klub-Homepage sprach der Verein Mourinho seinen Dank für dessen "immensen Beitrag" aus. Nach insgesamt fünf Jahren beim FC Chelsea ist für "The Special One" zum zweiten Mal Schluss. Im September 2007 hatte er nach Meinungsverschiedenheiten mit dem russischen Milliardär schon einmal gehen müssen - damals nach sechs Titeln in drei Jahren.
Der Klub lässt sich die Trennung von seinem Starcoach wohl eine stattliche Summe kosten. Englische Medien spekulieren, dass Mourinho mehr als 40 Millionen Pfund (etwa 55 Millionen Euro) kassieren wird.
"Die Klub möchte klarstellen, dass José uns im Guten verlässt. Er wird immer eine sehr geliebte, respektierte und bedeutende Figur beim FC Chelsea bleiben", teilte der Verein mit. Bei seinem zweiten Engagement, das er im Sommer 2013 angetreten hatte, führte Mourinho die "Blues" im vergangenen Jahr zum Meistertitel. Im August wurde sein Vertrag vorzeitig bis 2019 verlängert.
Guardiola, Hiddink und Rodgers im Gespräch
Als Nachfolger werden Pep Guardiola, Guus Hiddink, Brendan Rodgers und Juande Ramos gehandelt. Der Niederländer Hiddink soll die Nase vorn haben, er könnte den Verein nach einem Bericht des "Telegraph" bis zum Saisonende betreuen.
Dies würde der Vereinsführung die dringend benötigte Zeit verschaffen, die angestrebte große Lösung zu finden, die den Ansprüchen des Klubs gerecht werden würde. In diesem Zusammenhang wird nun auch Guardiola, dessen Zukunft beim FC Bayern noch offen ist, gehandelt. Auch Atlético Madrids Diego Simeone und Italiens Nationaltrainer Antonio Conte könnten das Anforderungsprofil erfüllen.
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