3 Dinge, die bei Arsenal-Chelsea auffielen: Mesut Özil geht verloren

Der FC Arsenal verliert in der Premier League mal wieder gegen Angstgegner FC Chelsea - 0:1 zuhause, womit Platz eins futsch ist. Per Mertesacker war an der Niederlage mit schuld, Diego Costa spielte dreckig und wurde zum Matchwinner. Mesut Özil war als falsche Neun fehlbesetzt. Was uns beim Londoner Derby auffiel.

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1.) Arsenal-Abwehr nicht meisterschaftsreif

Per Mertesacker zeigte früh schon Missverständnis-Potenzial mit Laurent Koscielny, legte später Willian den Ball auf (15.) und ließ sich schließlich von Diego Costa im Laufduell düpieren (18.), was zum Platzverweis führte. Der Deutsche war schlicht zu langsam, um den Körper zwischen sich und den kreuzenden Angreifer zu bringen und sah sich zum Grätschen gezwungen - eine klare Notbremse.
Mit Gabriel Paulista, der von Trainer Arsène Wenger für den völlig entsetzten Olivier Giroud aufs Feld geschickt wurde (22.), wurde es dann aber auch nicht besser. Komplett kalt und gedanklich noch gar nicht auf dem Feld sah der Spanier nur zu, als Costa das 1:0 machte (23.). Gabriel hatte am Fünfmeterraum schlicht die Übergabe des Angreifers von Koscielny verpennt.
Die Außenverteidiger erwischten auch nicht ihren besten Tag; Nacho Monreal verpasste oft den richtigen Zeitpunkt, über links mit vor zu rücken. Hector Bellerin auf rechts war zwar spielfreudiger, verfranste sich aber oft. An die Grundlinie kam keiner der beiden.

2.) Diego Costa zu "dreckig" für Arsenal

Chelsea-Stürmer Diego Costa hat in seiner Zeit in London schon einiges an Kritik einstecken müssen, am Sonntagnachmittag war er aber wieder ein echtes Monster - und das ist durchaus positiv gemeint. Mit vielen harten Zweikämpfen zog er sich den Zorn der Arsenal-Fans zu, machte so aber viele Bälle vorne fest.
Der Spanier spielte "dreckig", aber nicht übermäßig unfair. Seine Körperlichkeit war jedenfalls in einigen Szenen zu viel für die Arsenal-Verteidiger, die teilweise einfach von ihm abprallten. Costa hat nun in seinen letzten fünf Liga-Spielen fünf Tore geschossen.
Blöd für Chelsea: Nach einem vermeintlich harmlosen Zweikampf an der Seitenlinie gegen Koscielny verdrehte sich Costa beim Aufkommen unglücklich das linke Knie und musste nach 67 Minuten vom Feld.

3.) Mesut Özil kein Faktor

Nach einer Fußverletzung musste Mesut Özil gegen Chelsea von Null auf Hundert gehen, blieb aber wirkungslos. Durch die frühe Herausnahme von Giroud musste der 27-Jährige jedoch auch als falsche Neun agieren, was ihm nicht wirklich schmeckte. Der deutsche Nationalspieler ging so oft zwischen den Chelsea-Verteidigern Kurt Zouma und John Terry verloren.
Aaron Ramsey war bei Arsenal so die auffälligere Figur und der Antreiber im Mittelfeld. Weiter vorne auf dem Feld postiert, spielte Özil auch nur rund drei Viertel seiner Pässe zum Mitspieler; nur ein Pass in den Strafraum gelang. Eine Chance konnte er nicht kreieren, aufs Tor schoss er überhaupt nicht. Da war Comebacker Alexis Sánchez, der rund eine halbe Stunde spielte, deutlich gefährlicher.
Letztlich muss sich Wenger die Frage stellen, ob er mit der Giroud-Auswechslung die richtige Entscheidung getroffen hat und ob Özil nach seiner Verletzung nicht vielleicht besser von der Bank gekommen wäre.
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