Antonio Conte soll beim FC Chelsea rund 190 Millionen Euro für neue Spieler ausgeben

Antonio Conte gilt als Topfavorit auf den Trainerposten beim FC Chelsea. Im Sommer will der italienische Nationaltrainer die EM gewinnen, dann wohl zurück in den Vereinsfußball. Der Londoner Klub möchte verstärkt auf die Jugend setzen, ist aber parallel dabei, einen Fehler der Mourinho-Zeit zu beseitigen: Conte darf wohl richtig investieren. Der "Hermann Gerland von Chelsea" soll jedoch bleiben.

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Meldungen von der Insel sehen den Deal zwischen Antonio Conte und dem FC Chelsea als fast perfekt, laut "Daily Mail" kam es bereits zu Gesprächen. Einen Dreijahresvertrag mit sechs Millionen Pfund per annum (rund 7,6 Millionen Euro) soll Conte gefordert und der Klub abgenickt haben.
Beim italienischen Verband endet der Vertrag des 46-Jährigen nach der Europameisterschaft, danach soll es Conte wieder in den Vereinsfußball ziehen. Also: Chelsea. Wie der "Telegraph" berichtet, bringt der Ex-Juve-Coach seinen eigenen Stab mit, wobei die "Blues" hoffen, dass Steve Holland im Team bleibt.

Chelsea: Verspätete Shoppingtour

Der Engländer ist so etwas wie Chelseas Hermann Gerland, ein Assistent, der kein Aufheben um seine Person veranstaltet, dafür ausdauernd arbeitet und einen Teil der Vereins-DNA repräsentiert. Holland diente schon fünf Cheftrainern, er wäre ein Verbindungsglied, Conte würde allein von seinen Sprachkenntnissen profitieren. Zudem schlägt der 45-Jährige eine Brücke zum Nachwuchsbereich, den Chelsea stärken möchte.
Trotzdem grasen die Londoner wohl auch den Transfermarkt ab. Und das nicht zu sparsam. Nach der gewonnenen Meisterschaft 2015 drängte José Mourinho auf Zukäufe, eine ausgedehnte Shoppingtour aber wurde ihm verweigert. Jetzt schwenkt Chelsea wohl um, weil sichtbar wird, dass es Sanierungsbedarf gibt. Mourinho ist längst entlassen, Interimscoach Guus Hiddink hat etwas Stabilität gebracht.
Dennoch krebst Chelsea im Premier-League-Mittelfeld herum, und damit sich diese Malaise nicht wiederholt, wollen sie laut "Mail" einen Batzen investieren. 150 Millionen Pfund haben sich als wuchtige Summe in die Schlagzeile geschlichen, das entspricht rund 190 Millionen Euro.

Hiddink: Vorbild Guardiola

Der "Telegraph" bezieht sich auf italienische Quellen und nennt den Namen von Leonardo Bonucci, eines 28-jährigen Verteidigers, den Conte aus Turin kennt. Spekulationsobjekte tummeln sich wahrlich genug, Chelsea kann es ja nicht dauerhaft ertragen, kein Big Player zu sein. Da müssen Weichen gestellt werden, so früh wie möglich.
Aushilfskraft Hiddink stimmt zu, er rät zu einer fixen Entscheidung. "Dann hat jeder Gewissheit und kann seinen Job erledigen", weiß der Niederländer, der seinen Berufskollegen Pep Guardiola als Vorbild nennt:
Der Arbeitgeber-in-spe von Bayerns Guardiola gewann im Champions-League-Achtelfinale souverän mit 3:1. Conte besser kaum sein…
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