Die sieben Wahrheiten der Premier League 2015/16

Nach sechs Spieltagen in der Premier League lassen sich schon einige Entwicklungen ausmachen. Missglückte oder gelungene Transfers, Trainer, die auf der Kippe stehen und vieles mehr. Wer wüsste besser darüber Bescheid als die englischen Eurosport-Experten: Die sieben Wahrheiten der besten Liga der Welt.

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1. Martial schlägt ein wie eine Bombe
Nicht Rekordmann Kevin De Bruyne oder Weltmeister Bastian Schweinsteiger, sondern Anthony Martial ist der Transfer, über den in England alle sprechen. Bei seinem Debüt für Manchester United erzielte der junge Franzose einen sehenswerten Treffer – und das beim Klassiker gegen den FC Liverpool. Schnell wurde Martial als der "neue Thierry Henry" gepriesen. In den nächsten Spielen zeigte der 19-Jährige weiter starke Leistungen. Zuletzt traf er beim 3:2 (1:1) gegen Southampton doppelt und sicherte so den Sieg.
"Experten", die Martial als größten Fehleinkauf der Saison abstempelten, dürften eines Besseren belehrt worden sein.
2. Die Tabelle lügt nicht – aber sie sagt nicht die ganze Wahrheit
Im Fußball heißt es: Die Tabelle lügt nie. Und doch spiegelt sie nicht die komplette Realität der Premier-League-Saison wider. Manchester City steht mit absolut überzeugenden Leistungen und 15 Punkten als bestes Team verdient ganz oben.
Nur zwei Zähler dahinter liegt Manchester United. Die "Red Devils" mussten für Platz zwei deutlich mehr kämpfen als der Stadtrivale. Ohne David De Gea und Anthony Martial hätte es etwa gegen Southampton eine Niederlage gesetzt.
3. Führt Heung-Min Son die "Spurs" in Richtung Europa?
Für 30 Millionen Euro wechselte Son von Leverkusen nach Tottenham – ein Transfer-Flop, wie viele in England meinten. Doch der Südkoreaner überzeugte schnell in der Premier League. Am vergangenen Spieltag gegen Crystal Palace feierte der 23-Jährige seine Torpremiere für die "Spurs" und in der Europa League traf Son zum Doppelpack. Zusammen mit Torjäger Harry Kane ist er die Hoffnung der Fans auf eine weitere Top-Fünf-Platzierung.
4. Brendan Rodgers kämpft um seinen Posten
Das magere und ideenlose Unentschieden der "Reds" gegen Norwich (1:1) hat Coach Brendan Rodgers weiter in Bedrängnis gebracht. Jürgen Klopp soll schon vor der Tür stehen und die Liverpool-Fans fordern den charismatischen Trainer als Nachfolger. Die nächsten Spiele sind für Rodgers eine Gnadenfrist. Besonders das Stadtduell gegen den FC Everton dürfte die Zukunft des Nordiren entscheiden.
5. Roberto Mancini zeigt seine Klasse
Nach der Rückkehr zu Inter Mailand enttäuschte der italienische Coach vergangene Saison und holte nur Platz acht. Mit achtbaren Verstärkungen wie Geoffrey Kondogbia und Ivan Perisic verspricht die neue Spielzeit deutliche Verbesserungen. Aus vier Spielen holten die Mailänder in der Serie A die volle Punkteausbeute und führen in der Tabelle. Ein weiterer Titel für Mancini ist nicht ausgeschlossen.
6. Erik Lamela blüht langsam auf
Nach dem Abschied von Gareth Bale galt der Argentinier als dessen Nachfolger. Der Druck auf Lamela war gewaltig und die in ihn gesetzten Erwartungen konnte er nie richtig erfüllen. Gegen Crystal Palace bewies der 23-Jährige, weshalb Tottenham von Beginn an von ihm überzeugt war. Der "neue Bale" wird Lamela sicher nicht, er könnte aber eine wichtige Rolle bei den "Spurs" übernehmen.
7. Bastian Schweinsteiger verändert Manchester United
Der Spielstil der Premier League verlangt körperlich einiges ab. Für den zuletzt oft angeschlagenen Schweinsteiger eine besondere Herausforderung. Trainer Louis van Gaal ließ den Weltmeister deshalb nicht immer durchspielen. Auch wenn der Deutsche noch nicht seinen Stempel aufdrücken konnte, sind die sonst so kritischen englischen Medien sehr angetan.
Mit Schweinsteiger seien die "Red Devils" deutlich strukturierter. Die "Manchester Evening News" meinte dazu: "Michael Carrick war der einflussreichste und effektivste Mittelfeldspieler bei United in den vergangenen fünf Jahren. Es sieht so aus, als ob Schweinsteiger jetzt übernehmen würde."
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