Guus Hiddink glaubt an eine Top-4-Platzierung des FC Chelsea am Saisonende

An eine Platzierung des FC Chelsea in den Top 4 am Saisonende glaubt fast keiner mehr. Moment, ein "Verrückter" tut es doch. Der Coach. Am 20.12. hat Guus Hiddink bei den "Blues" den Trainerposten des geschassten José Mourinho übernommen. Damals stand der Klub auf Platz 15. Mittlerweile ist der amtierende Meister um einen Platz geklettert. Wie weit kann es für die "Blues" noch nach oben gehen?

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Chelsea ist in der Premier League seit vier Spielen unbesiegt. Zuletzt fertigte die Hiddink-Elf im Londoner Derby Crystal Palace mit 3:0 ab, das bis zu diesem Spieltag die zweitbeste Defensivreihe der Liga stellte. Der Meister kommt langsam ins Rollen und muss jetzt das Gaspedal bis zum Anschlag durchdrücken.
Für Hiddink ist das Erreichen der Champions-League-Plätze nach dem Auftritt bei Crystal Palace jedenfalls in den Bereich des Machbaren gerückt. "Es ist noch möglich. Wenn wir so spielen wie heute, können wir zufrieden sein und dann werden auch die Ergebnisse kommen. Vor uns liegt aber noch ein langer Weg", sagte Hiddink bei "BBC Sport".
Arsenal verliert aus heiterem Himmel 0:4 in Southampton, Manchester City kassiert eine 1:4-Heimpleite gegen Liverpool. Manchester United blamiert sich bei Aufsteiger Bournemouth bis auf die Knochen. Wenn in dieser Premier-League-Saison auf eines Verlass ist, dann auf die Unzuverlässigkeit der Top-Teams. Und genau darin sieht Hiddink die große Chance.
Das heißt aber auch, dass sich der FC Chelsea Aussetzer wie noch in der Hinrunde gegen Teams wie Southampton (1:3), West Ham United (1:2), Bournemouth (0:1) oder Stoke (0:1) unter keinen Umständen mehr erlauben darf.

Aber sind die Top 4 wirklich realistisch?

Achtung, es wird mathematisch.
Momentan beträgt der Rückstand von Chelsea 13 Punkte auf den viertplatzierten Londoner Rivalen aus Tottenham.
70, 79, 73, 69, 68. Das ist die Punktausbeute der Viertplatzierten der Premier League aus den letzten fünf Jahren. Chelsea steht aktuell bei 23 Zählern.
Nimmt man die niedrigste Ausbeute - 68 - zum Maßstab, bräuchten die "Blues" in den verbleibenden 18 Spielen noch 45 Punkte. Macht 2,5 pro Partie. Von sechs Spielen müsste Chelsea damit umgerechnet immer fünf gewinnen und darf sich eine Niederlage erlauben. Hochgerechnet auf die restlichen 18 Spiele würden Hazard und Co. also 15 Siege bei maximal drei Niederlagen benötigen. 16 Siege und zwei Niederlagen tun es auch. Schwer, aber nicht unmöglich.
Nicht einmal theoretisch erreichbar wäre dagegen die Marke von 79 Punkten. Dafür ist ein Schnitt von 3,11 Punkten pro Spiel nötig.
Da diese Saison aber so unberechenbar ist, könnten auch weniger als die angepeilten 68 Punkte reichen. Sagen wir 62. Das würde 2,17 Punkte pro Partie erfordern. Zum Vergleich: im vergangenen Jahr holte Chelsea unter Mourinho mit 2,29 Punkten pro Spiel den Titel in der Liga.
Bei aller Theorie gilt aber immer noch die alte Fußballweisheit: Was zählt, ist auf dem Platz.

Was spricht dafür?

Ähnliches könnte Chelsea schaffen. Selbst die Europa League wäre nach dieser missratenen Hinrunde schon ein großer Erfolg. Das Erreichen der Champions League würde dagegen schon fast einem Wunder gleichkommen.
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