Jürgen Klopp spielt mit dem FC Liverpool in der Premier League gegen Manchester City

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Das Ligapokal-Finale ging verloren, wettzumachen wird die Pleite nie mehr sein. Wenn sich der FC Liverpool und Manchester City jetzt erneut duellieren, ist es keine Revanche, das wäre Quatsch. Allerdings wird die Partie durchaus von Reiz umweht, das liegt an der Konstellation in der Premier League. Es könnte nämlich sein, dass sich Pep Guardiola bald als Europa-League-Starter versucht…

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Der Fußballweise Mehmet Scholl hat einst sein Lebensmotto kundgetan. "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel", philosophierte Scholl. "Und umgekehrt."
Da ist wohl etwas dran.
Jürgen Klopp wird den Satz in jedem Fall unterschreiben, wahrscheinlich ist es ganz gut, dass es direkt weitergeht, nachdem er mit dem FC Liverpool "auf die Schnauze" fiel. Das Ligapokal-Finale gegen Manchester City wirkte ermattend auf den tatendurstigen Übungsleiter, und Klopp verbarg seine Niedergeschlagenheit nicht. Er, der Deutsche, verlor durch Elfmeterschießen. In England! Eine Pleite wie ein doppelter Kinnhaken.
Mit einem Titel hätte der ehemalige Dortmunder etwas vorzeigen können an der Anfield Road, das hätte ihm Raum und Reputation verschafft, es zählt ja nur das Silber in der Hand. "Wenn er erfolgreich sein will, muss er Trophäen gewinnen. Dies war sein erster Versuch", sagte stattdessen Liverpool-Legende Jamie Carragher. Fast klang es nach einer Warnung.

"Ihr denkt, ich gehe nach Hause?"

Klopps Gesicht war schlaff und wie ausgesogen vom Breitbandgrinsen, das ihn auf der Insel bereits zum Kult-Charakter transformiert hat. In seine Analyse aber steckte der 48-Jährige so viel Pathos, dass es überall heraustropfte. "Ihr denkt, ich gehe nach Hause, mache die Tür zu und bleibe die nächsten vier Wochen da? Nein! Du musst solche Niederlagen spüren, um besser zurückzukommen", flötete Klopp.
An dieser Stelle fällt dem Scholl-Spruch unmittelbare Bedeutung zu. Am Sonntag unterlag Liverpool gegen City, am Mittwoch treffen sich die Duellanten wieder - zwar zu keiner Revanche, aber immerhin zur Neuauflage. In der Premier League empfangen die "Reds" den Ex-Meister, und wie es Zufall oder Schicksal so wollen, drängt sich eine gewisse Sublimität in die Partie des 28. Spieltags (ab 21 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de).

United trotzt der gefühlten Dauerkrise

Die Zwischenzeilentöne kommen ohne Pathos aus und umhüllen Tatsachen: die Tabelle. Es ist eine markante Saison in England, vorne hat sich Leicester City mit 57 Punkten ausgebreitet, auch wenn das gestrige Remis gegen West Bromwich etwas mager war. Dahinter folgen die Tottenham Hotspur (54), die heute bei West Ham gastieren und gleichziehen können.
Zum Dritten Arsenal (51, abends vs. Swansea) hat sich eine Lücke aufgetan, das mit opulenten Scheich-Millionen subventionierte ManCity (47) ist Vierter. Und selbst dieser Rang, der zur Qualifikation an der Champions League berechtigt, gerät allmählich ins Wackeln. Stadtrivale United siecht gefühlt seit drei Jahren in der Krise, hat aber lediglich drei Zähler Rückstand.
Heißt: Einen Ausrutscher sollten sich die Himmelbauen gegen Liverpool besser nicht leisten. Wäre ja zu blöd, wenn Citys neuer Trainer Pep Guardiola nächste Saison zum Europa-League-Starter mutiert…

City ohne Gegenliebe

Klopp braucht die Punkte schon aus Eigeninteresse, sein LFC rangiert auf Position neun, hinter West Ham, Southampton und Stoke, sechs Punkte fehlen auf Louis van Gaals United. Noch so ein alter Fahrensmann aus der Bundesliga.
Die Chance, sich elegant eine Startbucht für die Europa League 2016/17 zu sichern, hat Liverpool im Ligapokal vergeben. "Weil sie nicht gut genug sind", urteilte Carragher schroff. Das Ticket für den internationalen Unterklassewettbewerb flatterte ins Haus von Ctiy, wobei es dort auf wenig Gegenliebe stieß. Außer der Champions League wird nichts akzeptiert.
Nicht nach dem Spiel, nicht vor dem Spiel. Und überhaupt.
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