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Jürgen Klopp on top! Premier-League-Tabellenführer FC Liverpool träumt vom Titel
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Publiziert 07/11/2016 um 00:51 GMT+1 Uhr
Mit Powerfußball der Extraklasse hat Jürgen Klopp den FC Liverpool an die Spitze der Premier League geführt. Durch ein spektakuläres 6:1 gegen den FC Watford krallten sich die "Reds" erstmals seit Mai 2014 die Tabellenführung. Wo kann's hingehen? Meister wurde Liverpool zuletzt 1990. Während Klopp um Einordnung bemüht ist, wagt sich Nationalspieler Emre Can nach vorne.
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Dieser Sonntagnachmittag verlief perfekt für den FC Liverpool. Nun gut: fast. Er wäre perfekt verlaufen, wenn das 25.000 Tor in der Geschichte der Premier League auf einen der sechs Liverpooler Treffer gegen den FC Watford entfallen wäre. Timing ist halt doch alles.
Zlatan Ibrahimovic fand einen günstigen Moment, als wollte Erzfeind Manchester United eine neckische Spitze setzen, wenn er schon hinterherhinkt. Liverpool wird's verschmerzen können.
Wie es um die Gemütslage der "Reds" bestellt ist, verdeutlicht eine Aussage von Jürgen Klopp. "Ich bin glücklich, dass wir nicht mehr Tore gemacht haben", sagte Liverpools Trainer, und seine Mimik verriet, dass er es ernst meinte. Bedeutet: Bei einem noch höheren Sieg als dem 6:1 (3:0) wäre der Euphoriedeckel vom Topf geflogen; zumal mehr Treffer ja möglich waren.
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"Das Komische ist, dass wir die größten Chancen hatten, bevor wir anfingen, Tore zu erzielen", grinste Klopp nach einer Partie, die seinem favorisierten Heavy-Metal-Fußball sehr nahe kam. Sadio Mané (27./61.), Philippe Coutinho (30.), Emre Can (43.), Roberto Firmino (57.) und Georginio Wijnaldum (90.+1) waren erfolgreich, am Ende einer Powerleistung standen 28 Schüsse, davon 17 auf den Kasten, und 75 Prozent Passquote in des Gegners Hälfte. Daryl Janmaat (75.) betrieb Kosmetik.
Meister wurde Liverpool zuletzt 1990...
Klopp ruderte mit den Armen, warf ausladende Gesten ein und merkte idealtypisch an:
Und, ein wenig gemäßigter: "Ich bin echt glücklich. Es war eine starke Leistung gegen eine Mannschaft, die normalerweise schwer zu bespielen ist." Zuvor blieb Watford stolze 298 Minuten ohne Gegentor, dann rollte die rote Walze los. "Glückwunsch an Liverpool, ich bin sehr, sehr beeindruckt", staunte selbst Gäste-Coach Walter Mazzari.
Erstmals seit Mai 2014 hievte sich Liverpool an die Tabellenspitze der Premier League, einen Zähler vor dem FC Chelsea und je zwei vor Manchester City sowie dem FC Arsenal. Klopp on top! An der Anfield Road sprudeln die Glückshormone, denn natürlich denken die begeisterungsfähigen Menschen nun, dass es möglich ist: die erste Meisterschaft seit 1990.
Dieser FC Liverpool spielt Klopp-Fußball
Bei aller Emotion bemühte sich Klopp um Relativierung:
Der 49-Jährige sagte das weniger aus Kalkül denn Überzeugung, er führte auf: "Chelsea - ziemlich beeindruckend. ManCity in der Champions League gegen Barcelona - ziemlich beeindruckend. MaUnited - darf man nie abschreiben. Tottenham - sehr gut…" Seine Essenz: "Du kannst eine richtig gute Saison spielen, aber trotzdem Fünfter oder Sechster werden."
Oder Achter, wie zuletzt. Im Oktober 2015 übernahm Klopp von Brendan Rodgers, die Truppe war nicht seine, trotz ermutigender Signale (und dem Erreichen zweier Finals). Liverpool verpasste den Europapokal, und Klopp baute nach seinem Gusto um.
Zwischenergebnis: Dieser LFC spielt Klopp-Fußball, attackierend, energetisch, ehrlich. Und er inhaliert seinen Geist.
Can gibt die Parole aus
"Wir waren auch unter Rodgers ein Team, aber jetzt sind wir ein anderes. Es ist nicht nett, gegen uns zu spielen", sagte Can dem "Mirror". Klopp nutzte den Sprung an die Spitze, um an Devisen zu erinnern, die er bei Amtsantritt ausgab.
Viele Dinge würden harmonieren, viele andere noch nicht, betonte Klopp, in England längst zur Kultfigur stilisiert. "Es hat etwas Zeit gebraucht, bis wir den Stil spielen konnten, den er von uns verlangt", sagte Can, "aber nach über einem Jahr wissen wir, was er von uns will".
Liverpool also Erster. Eine Momentaufnahme. Oder wird mehr draus? "Cool bleiben, Spiele gewinnen", forderte Klopp. Mittelfeldstratege Can traute sich stärker aus der Verbaldeckung:
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