Premier League: Liverpool - Manchester United: Klopp "boosted" ganz Liverpool! Riesenlob aus München

Heute trifft der FC Liverpool mit Jürgen Klopp auf Manchester United. Dabei fiebert eine ganze Stadt mit ihren "Reds" und dem Trainer, der sie wiederbelebte. Das ist bislang - abgesehen vom durchaus vorhandenen sportlichen Erfolg - die größte Leistung des ehemaligen Dortmund-Coaches. Dafür erntet er sogar ein dickes Lob - von einem Star des FC Bayern München.

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Xabi Alonso weiß, worauf es beim FC Liverpool ankommt.
Der heutige Bayern-Star spielte einst für die "Reds". In einer Zeit als der Klub noch zu den ganz Großen des Kontinents gehörte. 2005 traf er im legendären Champions-League-Finale gegen den AC Mailand zum 3:3-Ausgleich. Später stemmte er den Cup mit den großen Ohren in den Nachthimmer über Istanbul.
Seitdem ist Alonso in Liverpool eine Legende. Sein Wort hat Gewicht. Die Fans bitten ihn öffentlich um eine Rückkehr, seit er den Klub 2009 Richtung Madrid verließ. Das war zu einer Zeit als Liverpool längst nicht mehr zu den ganz Großen des Kontinents gehörte.
Ein Umstand, den Jürgen Klopp derzeit zu ändern versucht.
"Es war ein richtiger 'Boost' für den Klub und die ganze Stadt, dass so ein erfolgreicher und begehrter Trainer unbedingt nach Liverpool wollte. Damit hat Jürgen Klopp die Menschen sehr stolz und glücklich gemacht", weiß Alonso.
Die Zahlen untermauern dies. Seit Klopp im Oktober 2015 in Anfield übernommen hat, verzeichnete keine Mannschaft mehr Tore (73) und mehr Ballbesitz (58 Prozent im Schnitt) als Liverpool.
Die "Reds" sind vor dem Duell mit Manchester United (ab 21 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) Tabellenvierter, könnte bei einem Sieg mit drei oder mehr Toren Unterschied gar an die Spitze springen. Klopps Anteil daran ist enorm. Das findet auch Joel Matip, der seit Beginn dieser Saison für den deutschen Coach spielt.
"Jürgen Klopp hat eine spezielle Aura. Er ist so, wie ihn viele von außen sicherlich wahrnehmen - voller Emotionen. Er schafft es, dich auf seiner Reise mitzunehmen. Er geht auf dich zu, kann aber auch hart sein. Es zeichnet ihn aus, dass er sich nicht verstellt und so ist, wie er ist", schwärmt der ehemalige Schalker im Gespräch mit der "WELT".

Mourinho zieht Klopp ins Lächerliche

Nur einen scheint die Klopp'sche Emotionalität nicht sonderlich zu beeindrucken. Jose Mourinho, der heute Abend mit Manchester United (ab 21 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) auf der anderen Seite steht, äffte seinen deutschen Widersacher auf der Pressekonferenz vor dem Spiel sogar nach.
"Ich stehe an der Seitenlinie, um Anweisungen zu geben. Ich stehe da nicht, um zu…, sagte der ManUnited-Coach und gestikulierte wild mit seinen Armen. Mourinho - selbst ein Meister der psychologischen Kriegsführung - warf Klopp indirekt vor, die Schiedsrichter von außen beeinflussen zu wollen.
Klopp wird das egal sein. Er ist erfahren, weiß, dass solches Säbelrasseln im Vorfeld eines Spitzenspiels schlicht und ergreifend dazugehört. "This is the salt in the soup (das Salz in der Suppe, Anm. d. Red.)", sagte er schon zu Beginn seiner Amtszeit über das Duell gegen Manchester United.
Die Rivalität zwischen beiden Städten und Vereinen ist so groß, dass es durchaus verwundert, was United-Legende Paul Scholes vor der Partie bei der "BBC" über die "Reds" zu sagen hat: "Man sieht, dass Klopp dem Team seinen Stempel aufgedrückt hat", lobt Scholes.
So viel Lob aus Manchester? Kein Wunder, dass sie Klopp in Liverpool zu Füßen liegen.
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