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In den Titelkampf eingegriffen: Brisantes Geständnis von Mark Clattenburg

In den Titelkampf eingegriffen: Brisantes Geständnis von Schiri Clattenburg

05/12/2017 um 14:44Aktualisiert 05/12/2017 um 17:44

Der ehemalige Premier-League-Schiedrichter Mark Clattenburg hat mit einem brisanten Geständnis für Furore gesorgt. Der 42-Jährige räumte in dem NBC Podcast "Men in Blazers" ein, dass er als Unparteiischer in der Premier-League-Saison 2016 das Titelrennen beeinflusst habe. Er wollte damals nicht als "Sündenbock" dastehen, und habe deshalb "Tottenham erlaubt, sich selbst zu zerstören."

In Mai 2016 leitete Mark Clattenburg das entscheidende Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Chelsea und Tottenham Hotspur. Da die "Lilywhites" nur 2:2 spielten, wurde Leicester City sensationell am 36. Spieltag englischer Meister.

"Ich habe Tottenham erlaubt, sich selbst zu zerstören, damit alle Medien und alle Menschen davon sprachen, dass 'Tottenham den Titel verloren hat'"

Grobe Fouls, kein Platzverweis

Während der Partie sahen neun Spurs-Spieler die Gelbe Karte, Clattenburg stellte trotz der hitzigen Schlussphase aber keine Spieler vom Platz. "Andere Schiedrichter hätten sich strikt an die Regeln gehalten. Tottenham hätte mit sieben oder acht Spielern weiterspielen müssen und hätte wahrscheinlich verloren und dann nach einer Ausrede gesucht. Aber ich habe ihnen keine Ausrede gegeben", erklärte der 42-Jährige.

Beim Stand von 2:0 für Tottenham gerieten Moussa Dembélé und Chelseas Diego Costa aneinander, Clattenburgs Pfeife blieb allerdings stumm. Für sein hartes Einsteigen wurde der belgische Nationalspieler Dembélé nachträglich von der FA für sechs Spiele gesperrt.

Hitziges Match: Dembele und Costa geraten aneinander.

Hitziges Match: Dembele und Costa geraten aneinander.Getty Images

"Habe dem Spiel geholfen"

Trotzdem ist Clattenburg immer noch davon überzeugt, dass sein Verhalten richtig war: "Ich habe dem Spiel geholfen. Ich habe das Spiel mit meinem Stil zu pfeifen ganz klar begünstigt."

Chelsea-Profi Cesc Fabregas, damals über 90 Minuten auf dem Feld, zeigte sich von den Aussagen sichtlich überrascht und reagierte mit einem geschockten Emoji auf Twitter.

Inzwischen arbeitet Clattenburg beim Saudi-Arabischen Fußballverband, leitet dort die Schiedsrichterkommission und pfeift in der heimischen Liga.

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