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Bayern? Klopp reagiert auf Beckenbauer: "Ich mag den Franz, aber…"

Bayern? Klopp reagiert auf Beckenbauer: "Ich mag den Franz, aber…"
Von Eurosport

04/06/2019 um 08:09Aktualisiert 04/06/2019 um 09:22

Jürgen Klopp winkt nach dem Triumph in der Champions League ein neuer Mega-Vertrag beim FC Liverpool. Nach übereinstimmenden Medienberichten wollen die Reds den Kontrakt ihres Teammanagers zu verbesserten Konditionen verlängern. "Jürgen ist ein brillanter Trainer, aber genauso wichtig ist, dass er bescheiden und fürsorglich ist", sagte Liverpools Vorsitzender Tom Werner über den 51-Jährigen.

Und weiter: "Als die Spieler Jürgen nach unserem Sieg in die Luft warfen, haben sie anerkannt, was alle Liverpool-Fans wissen - er wird von allen geliebt, die Fußball schätzen."

Klopp trainiert Liverpool seit 2015, sein derzeit gültiger Vertrag läuft noch bis 2022 und soll ihm rund acht Millionen Euro einbringen.

Am Montag brachte Franz Beckenbauer Klopp auch erneut bei Bayern München ins Gespräch. "Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass er eines Tages zum FC Bayern kommt", sagte Beckenbauer der "Bild"-Zeitung. Der Ehrenpräsident des Rekordmeisters findet, "das würde passen. Für mich ist er einer der weltbesten Trainer."

FC Bayern: Beckenbauer will Klopp

Klopp selbst sieht seine Zukunft aber auch nach seinem ersten Titelgewinn mit dem LFC weiter bei den Reds. Zur "Bild"-Zeitung:

"Ich mag den Franz - und er mag mich. Aber ich habe einen langfristigen Vertrag in Liverpool. Das heißt, dass es mich natürlich freut, wenn der Franz so etwas sagt. Das ist mir viel lieber, als würde er sagen und denken, der Klopp kann nichts. Allerdings haben sowohl Bayern als auch Borussia Dortmund sehr gute Trainer. Und was in fünf Jahren oder später sein könnte, weiß ich nicht."

Beckenbauer bekräftigte überdies wie schon im März vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Königsklasse zwischen den Bayern und Liverpool, dass Klopp "den neuen Fußball" nach Deutschland gebracht habe. "Schnelles Umschaltspiel, mit schnellen Spielern den Gegner zu überfallen. Das hat das zähe Ballgeschiebe abgelöst. Was er in Dortmund begonnen hat, hat er in Liverpool verfeinert", sagte er.

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13:27

Beckenbauer hält die Arbeit in der englischen Premier League zudem für noch zehrender als in der Bundesliga:

"Ich glaube, dass ein Job in England dir die Kräfte raubt. Du hast als sogenannter Manager bei einem Premier-League-Klub noch mehr Verantwortung."

Hinzu käme die höhere Zahl der Spiele. Klopp hatte auf das Lob im März sehr geschmeichelt reagiert.

Klopp winken noch mehr Millionen

Bayern, Bundestrainer oder Liverpool forever? Jürgen Klopp muss nachdenken. Nach der rauschenden Champions-League-Party mit mehr als 750.000 seligen Fans und reichlich Bier steht der Superheld der Reds vor einer nüchternen Entscheidung über seine Zukunft. Der Verein will Klopp offenbar mit einem neuen Mega-Vertrag ausstatten - über das Jahr 2022 hinaus. Nicht allein für Franz Beckenbauer wäre dies eine schlechte Nachricht.

Am Geld - bislang verdient Klopp rund acht Millionen Euro pro Jahr - wird eine mögliche Vertragsverlängerung wohl nicht scheitern. Der deutsche Startrainer muss vielmehr über seine Lebensplanung grübeln. Welches Amt reizt den fast 52-Jährigen in seiner Karriere noch? Wie lange will er den enorm aufreibenden Job überhaupt noch machen? 2018 deutete er an, dass er dies noch nicht für sich beantwortet hat.

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"Es ist wirklich nicht ausgeschlossen, dass ich deutlich früher als das Trainer normalerweise tun, sage: 'Das war es jetzt'. Ich spüre, dass es super intensiv ist, und ich habe nicht vor, auf der Trainerbank über die Wupper zu gehen", sagte er damals bei Sky. Er kündigte an, nach dem Ende seiner Amtszeit in Liverpool "sicher ein Jahr Pause" zu machen.

FC Liverpool: Klopp will "alles gewinnen"

Geht es nach der Führung der Reds und auch nach seinen Profis, ist dieser Zeitpunkt noch lange nicht gekommen. Der Triumph in der Champions League gegen Tottenham Hotspur soll erst der Auftakt einer goldenen Ära gewesen sein. Unter anderem mit der Meisterschaft und der Chance auf das dritte Königsklassen-Finale hintereinander gibt es für das klug zusammengestellte Team noch viele Ziele.

"Wir wollen diese Abende definitiv häufiger erleben, aber es ist nicht einfach", sagte Starverteidiger Virgil van Dijk: "Wir haben Spieler, die hoffentlich in den kommenden drei, vier Jahren weiter zusammenspielen."

Auch Klopp kündigte bereits in der Stunde seines größten Triumphes an, in der neuen Saison wieder Vollgas zu geben: "Wir versuchen, alles zu gewinnen und werden sehen, was dabei herauskommt." Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass der neue Titel seine Pläne verändert. Gleiches gilt für eine mögliche Anfrage des FC Bayern.

Ein mögliches Angebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) könnte den charismatischen Coach schon eher ins Wanken bringen. "Sollte ich irgendwann einmal gefragt werden, und ich wäre verfügbar, dann würde ich darüber nachdenken", sagte Klopp im vergangenen Sommer. Die Reds werden jetzt aber alles dafür tun, dass er nicht in Versuchung kommt.

(SID)

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