Nach Mega-Transfers: Jürgen Klopp greift mit FC Liverpool die Titel an

Für Jürgen Klopp geht es in die dritte komplette Saison beim FC Liverpool. Nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen Real Madrid sehnen sich die "Reds" nach dem ersten Titel seit 2012. Der 51-Jährige hat sein Team schon verstärkt. Klopp verpflichtete Naby Keita und Fabinho, mit Alisson gab es eine neue Nummer eins. Können die Engländer mit diesem Team den entscheidenden Schritt gehen?

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Für die neue Saison hat Liverpool-Trainer Jürgen Klopp ein klares Ziel ausgegeben: mehr Konstanz, um in der finalen Phase der Saison bei den Titelentscheidungen ein Wörtchen mitreden zu können.
"Wir müssen nicht nur konstanter sein, wir müssen Bedingungen schaffen, damit wir konstanter sein können. Niemand ist mit nur elf Spielern konstant gut. Wir arbeiten an der Breite des Kaders, weil wir das brauchen", sagte Klopp im Rahmen der Vorbereitung in den USA.

Klopp verstärkt Liverpool-Kader

Ein Titelgewinn sei "der nächste Schritt". Klopp hat wie schon im vergangenen Winter mit der Verpflichtung von Verteidiger Virgil van Dijk sein Team punktuell verstärkt. Im Mittelfeld erhält er mit Naby Keita, Fabinho sowie Xherdan Shaqiri wichtige Ergänzungen in einem bereits gut aufgestellten Kader.
Mit dem Brasilianer Alisson zwischen den Pfosten hat Klopp zudem eine Diskussion um die bisherige Nummer eins, Loris Karius, vermieden. Der Deutsche hatte mit zwei groben Patzern die Niederlage der "Reds" im CL-Finale eingeleitet und war nicht mehr als Stammtorhüter zu halten.
Mit den teuren Verpflichtungen (bisher insgesamt rund 200 Millionen Euro) sollen zudem Verletzungen wie in der vergangenen Saison besser aufgefangen werden.

Verletzungen werfen Liverpool zurück

Alex Oxlade-Chamberlain erlitt im Champions-League-Halbfinale gegen die AS Roma einen Kreuzbandriss und fällt mindestens bis Mai 2019 aus. Der mittlerweile zu Juventus Turin gewechselte Emre Can fehlte Klopp ebenfalls in der entscheidenden Phase der Saison (Rückenverletzung).
Liverpools Superstar Mo Salah konnte wegen einer Schulterverletzung das Champions-League-Finale nicht beenden. Unter Tränen musste der Ägypter ausgewechselt werden. Solche Situationen sollen so gut es geht verhindert werden. Klopp erklärte die Problematik der letzten Saison:

Liverpool in der Premier League weit zurück

In der Königsklasse verpassten die Liverpooler nur knapp den großen Triumph. In der Premier League fehlten ihnen aber 25 Punkte auf Meister Manchester City (100 Punkte). Gerade in der heimischen Liga ließen die Liverpooler oftmals die Konstanz vermissen, um mit der Mannschaft von Pep Guardiola ernsthaft um den Titel zu kämpfen.
Der englische Eurosport-Redakteur Ben Snowball spricht von einer "Jekyll-und-Hyde-Mentalität" der Liverpooler in der Premier League. Gegen große Teams habe es "glorreiche Siege" gegeben, gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld "peinliche Niederlagen". In der Champions League habe Liverpool vermutlich "die besseren Chancen", glaubt Snowball. Klopp sagte zu den Zielen der neuen Saison:
Er sei aber "zuversichtlich, dass wir auf die letzte Saison aufbauen können." Seit 2012 wartet man an der Anfield Road auf einen Titel, vor 28 Jahren haben die "Reds" ihr letzte Meisterschaft gefeiert.
Klopp hat mit seinen Aussagen die Erwartungen an sein Team sicher nicht verkleinert.
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