FC Liverpool: Monster-Serie gegen den FC Watford gerissen

Der FC Liverpool hat erstmals seit dem 3. Januar 2019 (1:2 bei Manchester City) wieder ein Spiel in der Premier League verloren. Die Auswahl von Teammanager Jürgen Klopp ging überraschend deutlich mit 0:3 (0:0) beim abstiegsbedrohten FC Watford unter. Ismaila Sarr (54., 60.) und Troy Deeney (72.) trafen im Vicarage Road Stadium für die Gastgeber.

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So lief das Spiel:

Die ersten Minuten gehörten, wie fast der komplette erste Durchgang, Watford. Gerard Deulofeu zog von links in die Mitte und schloss aus gut 25 Metern das erste Mal ab, doch verfehlte das Tor deutlich (4.). Nur sechs Minuten später wieder der Spanier mit einem gefährlichen Abschluss, nach einer Vorlage von Abdoulaye Doucouré zog er aus 16 Metern halb linker Position ab, doch verfehlte nur knapp das lange Eck.
Den ersten, und einzigen, Abschluss der Reds im ersten Durchgang verbuchte Mohamed Salah. Nach einer Chip-Vorlage von Alex Oxlade-Chamberlain traf der Ägypter, rechts im Sechzehner, nur das Außennetz (20.). Den negativen Höhepunkt gab es dann in der 32. Minute, als Deulofeu, bis dato bester Mann bei den Hornets, nach einem kleinen Bodycheck von Virgil van Dijk, sich das Knie verdrehte und nach fünfminütiger Unterbrechung vom Platz getragen werden musste.
Das letzte Highlight im ersten Durchgang gab es dann in der fünfminütigen Nachspielzeit, als Alisson Becker einen schwachen Kopfball, von Will Hughes, einfach fallen lies und Troy Deeney ins Spiel brachte. Dieser scheiterte jedoch aus 14 Metern am glänzend reagierenden Brasilianer und dann, im Nachschuss, an sich selbst, als er das lange Eck verfehlte (45.+4).
Auch im zweiten Durchgang konnten die Gastgeber ihren starken Auftritt bestätigen und hatten direkt nach Wiederanpfiff die erste Großchance. Nach einem starken Steilpass von Roberto Pereyra lief Sarr alleine auf Alisson zu, doch scheiterte aus 17 Metern an dem Schlussmann (46).
Aber auch die Reds meldeten sich früh in der zweiten Halbzeit mit einer gefährlichen Chance, van Dijk bediente Andrew Robertson links im Sechzehner, der freistehend an Ben Forster scheiterte (53.). Doch nur eine Minute später belohnte sich Watford für ihren starken Auftritt. Nach einem Einwurf von Adam Masina, lässt sich Dejan Lovren von Deeney düpieren, der den Ball durchließ. Doucouré war schneller an der Kugel, als van Dijk und bediente Sarr in der Mitte, der schneller war als Robertson und das Leder über die Linie drückte. Nur sechs Minuten später erhöhte der Senegalese auf 2:0. Deeney schickte den Flügelflitzer aus der eigenen Hälfte in den Lauf. Sarr war schneller als alle Verteidiger und behielt vor Alisson die Nerven, aus 17 Metern überlupfte er den Brasilianer.
Nach einer zu kurzen Abwehraktion von van Dijk konnte Hughes frei im Sechzehner abziehen, traf aber lediglich den Doppel-Torschützen (64.). Nur zwei Minuten später zog der eingewechselte Adam Lallana aus 20 Metern volley ab, traf aber nur den rechten Pfosten. Die Entscheidung erzielte dann Deeney, nach einem Fehler von Trent Alexander-Arnold. Der junge Engländer spielte einen katastrophalen Rückpass auf Alisson, den Sarr abfing und anschließend seinen Kapitän bediente, der ins leere Tor vollendete (72.).
In der restlichen Zeit flachte das Spiel extrem ab, beide Mannschaften spielten die Partie nur noch herunter. Die letzte Chance hatte Sarr, der jedoch frei vor Alisson das lange Eck (81.) verfehlte.

Die Stimmen:

Nigel Pearson (Trainer FC Watford): "Dies ist ein so wichtiger Sieg für uns! Liverpool ist eine hervorragende Mannschaft, also mussten wir unsere Höchstleistung abrufen, und wir haben uns die drei Punkte durchaus verdient. Es war ein hart erkämpfter Sieg, wir waren mit dem Ball gefährlich und mit viel Disziplin verteidigt."
Ben Foster (FC Watford): "Ismaila Sarr ist ein verdammt gutes Talent, er ist so ruhig vor dem Tor und hat einen extrem hohes Tempo. Wir blieben bei unserer Aufgabe und nutzten unsere Chancen, als sie kamen."
Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Als sie das dritte Tor schossen, dachte ich: 'Okay, das ist so ein Tag.' Heute Abend war es nicht gut genug, ich wusste zur Halbzeit, dass es schwierig werden könnte. Wir haben nicht aufgegeben und es versucht, aber sie haben hart gekämpft."
Virgil van Dijk (FC Liverpool): "Ich denke, zuallererst gebührt Watford der Verdienst, dass sie die Chancen, die sie sich erarbeitet haben, auch genutzt haben, indem sie an ihren Plänen festhielten und drei Tore erzielten - während wir nicht allzu viele Möglichkeiten hatten. Wenn sie es schaffen, drei Tore zu erzielen, müssen wir uns natürlich verbessern, und das werden wir auch tun."

Das fiel auf: (Fast) perfektes Spiel von Watford

Bei einem 3:0-Erfolg eines Abstiegskandidaten gegen den aktuellen und bis dato ungeschlagenen Tabellenführer kann man natürlich leicht von einem perfekten Spiel sprechen, aber das war es für die Hausherren heute wirklich. Zum einen war Watford das klar bessere Team, zum anderen gelang durch den Sieg mit drei Toren Unterschied auch der - vorläufige - Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 3

Ismaila Sarr war an allen drei Toren beteiligt. Zwei erzielte er selbst, das dritte durch Deeney bereitete er vor. Das war dem Flügelspieler in der Premier League noch nie gelungen.
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