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Jürgen Klopp gratuliert Akinfenwa zum Zweitliga-Aufstieg mit Wycombe
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Publiziert 14/07/2020 um 11:26 GMT+2 Uhr
Der für seine Muskelberge bekannte Profi Adebayo Akinfenwa hat nach dem Aufstieg mit den Wycombe Wanderers in die englische Championship ein denkwürdiges TV-Interview gegeben und danach gar eine Videobotschaft von Jürgen Klopp erhalten. "Die einzige Person, die jetzt bei mir auf WhatsApp durchklingeln kann, ist Klopp - damit wir zusammen feiern können", sagte Akinfenwa zuvor bei "Sky Sports".
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Die Wycombe Wanderers waren am Montag im Play-off-Finale der drittklassigen League One durch einen 2:1-Sieg gegen Karl Robinson’s Oxford United erstmals in seiner 133-jährigen Geschichte in die Zweitklassigkeit aufgestiegen. Für den 38-jährigen Akinfenwa war es auch persönlich ein ergreifender Moment.
Schon 2016, als er den AFC Wimbledon in die League One geschossen hatte, wähnte der Engländer seine Karriere am Ende. "Ich glaube, ich bin jetzt arbeitslos. Liebe Trainer, wenn ihr einen Stürmer sucht, dann schickt mir eine Nachricht über WhatsApp", hatte er damals in einem Interview gesagt.
Kurz darauf wurde er von Wycombe verpflichtet und erzielte seither in 173 Spielen 53 Tore (37 Vorlagen). Doch diesmal meldete sich Liverpools Teammanager Klopp.
Klopp gratuliert zum Aufstieg
"Herzlichen Glückwunsch, ich bin sicher, du warst dein ganzes Leben mindestens ein Championship-Spieler", sagte Klopp in einer Botschaft, die Akinfenwa auf Twitter verbreitete: "Ich habe das Spiel gesehen, aber nicht das Interview danach. Aber Hendo (Liverpool-Kapitän Jordan Henderson/d. Red.) oder ein anderer Spieler hat mir gesagt, ich soll mich auf WhatsApp bei dir melden. Und hier sind wir nun!"
Akinfenwa, der bei 1,80 m Körpergröße auf über 100 Kilogramm kommt, musste in der Vergangenheit häufig Spott für sein stämmiges Aussehen sowie rassistische Anfeindungen wegen seiner dunklen Hautfarbe ertragen. Auch beim Play-off-Halbfinale gegen Fleetwood Town wurde der 38-Jährige erneut Opfer von Beleidigungen.
Ein Vertreter von Fleetwood soll Akinfenwa während des Spiels immer wieder "fetter Wasserbüffel" genannt haben, hieß es in Medien auf der Insel. Mittlerweile ermittelt auch der englische Fußballverband FA wegen der Vorwürfe.
Nach dem größten Triumph seiner Fußballkarriere wollte der von vielen Fans "The Beast" genannte Profi aber nicht darauf eingehen. "Es wird eine passende Zeit geben, darüber zu sprechen, und das werde ich tun. Im Fußball geht es immer um Meinungen. Irgendjemand hatte eine Meinung zu mir und das war seine Meinung." Er hoffe aber, seine Geschichte zeige, "dass die einzige Meinung, die zählt, die ist, die man selbst von sich hat".
Über die Nachricht von Klopp freute er sich sichtlich: "Klopp, du bist eine Legende," rief der Stürmer, als er sich das Video anschaute. Sehen werden sich die beiden spätestens bei Liverpools Meister-Parade, zu der Klopp Akinfenwa am Dienstag auf einer Pressekonferenz einlud. Wann die Feier steigt, steht aber noch nicht fest.
(mit SID)
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