Kai Havertz vor Wechsel nach England: Passt er zum FC Chelsea?

Der FC Chelsea macht sich große Hoffnungen darauf, den deutschen Nationalspieler Kai Havertz zu verpflichten. Das jedenfalls berichten übereinstimmend renommierte Medienhäuser aus diversen Ländern. Der Leverkusener soll sich entschieden haben, Bayer 04 zeitnah in Richtung London verlassen zu wollen. Aber würde der 21-Jährige überhaupt zu den Blues passen?

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Rot, Weiß oder Blau?
Lange war der Blick in die Zukunft des Fußballspielers Kai Havertz ein buntes Farbenspiel.
Rot, das stand für Manchester United, den FC Bayern, Liverpool oder ein Verbleiben bei seinem Heimatverein Bayer Leverkusen. All diese Klubs hatten zwischenzeitlich recht offensichtlich ihren Hut in den Ring geworfen, ihn nun aber zurückgenommen.
Weiß, wie Real Madrid, das war lange Havertz' präferiertes persönliches Ziel. Allerdings scheinen die Königlichen das Interesse nicht in vollem Umfang spiegeln zu wollen. Jedenfalls sollen die Spanier von der hohen Ablösesumme - die der Nationalspieler kosten wird - abgeschreckt worden sein.
Bleibt also Blau. Und in dieser Farbe - so scheint es sich nun zu entspinnen - könnte Havertz in naher Zukunft öfters zu sehen sein. Wie unter anderem "ESPN" berichtet, sind die "Blues" vom FC Chelsea in der Pole Position um die Dienste des Jungstars.

Lampard baut eine neue Offensive - mit Havertz?

Beim Champions-League-Sieger von 2012 will man nach etwas erfolgloseren vergangenen Jahren eine neue Erfolgsgeschichte schreiben. Dazu wird mächtig Geld in die Hand genommen. Das Transfer-Verbot des vergangenen Sommers hat das Sparkonto offenbar anschwillen lassen.
Einige neue Stars sind schon fixiert, unter anderem Timo Werner von RB Leipzig und Hakim Ziyech von Ajax Amsterdam. Beide schon nicht gerade billig - jeweils um die 50 Millionen Euro schwer.
In Havertz will Trainer und Vereinslegende Frank Lampard nun das neue Herzstück seiner Offensive - die von schnellen Außenspielern wie Christian Pulisic und Mason Mount komplettiert wird - dazuholen. Der Spieler kann sich das sehr gut vorstellen, so wird berichtet.
"Da wird eine gute, junge Mannschaft aufgebaut, das ist sehr vielversprechend", betonte Ex-Blues-Mittelfeldmotor Michael Ballack jüngst bei "Sky".
Die Verhandlungen mit Leverkusen sollen bereits laufen. Chelsea spekuliert auf rund 75 Millionen Euro Ablöse, Bayer will mehr. Einigen dürfte man sich am Ende trotzdem, so ist es doch meistens.

Der Preis bestimmt oft auch die Aufstellung

Aber passt das überhaupt?
Jung, dynamisch, schnell und gefährlich. Lampard baut in Windeseile eine der aufregendsten Mannschaften Europas auf. In diese Riege würde der beste deutsche Nachwuchsspieler ganz sicher passen.
"Eins steht fest: Havertz ist ein außergewöhnlicher Spieler. Aufgrund seiner Fähigkeiten würde er früher oder später ohnehin den Weg in die Startelf finden", schätzt auch Eurosports Premier-League-Experte Marcus Foley die Lage ein. Und selbst wenn die Konkurrenz groß wäre, bleibt ein gewichtiges Argument.
"Oft ist es ja der Fall", so Foley weiter, "dass Geld auch die Dynamik innerhalb einer Mannschaft bestimmt. Wenn also Chelsea die Möglichkeit sieht, Havertz für fast 100 Millionen Euro zu bekommen, dann dürfte er auch ohne Umwege zum wichtigsten Teil der Offensive werden."
Etwas anderes würde man den Fans an der Stamford Bridge auch nur schwer verkaufen können.

Havertz als Fixpunkt in Lampards Traum-Offensive

Bleibt die Frage der Position, denn der Leverkusener - und das ist eine seiner großen Stärken - ist äußerst polyvalent einsetzbar. Früher hätte man gesagt: Er spielt dort (gut), wo der Trainer ihn hinstellt. Als "falsche Neun", hängende Spitze, Acht oder - mit Abstrichen - auf einer der Außenpositionen.
Am besten aber ist er als freier, zentraler Mann in der Mitte. Dort wo er sich frei bewegen kann.
Lampard schwebt exakt dies vor. Havertz als Freigeist, umringt von blitzschnellen Außen wie Pulisic, Mount oder Hudson-Odoi. Vorne ein echter Knipser in Werner oder Tammy Abraham. Neben dem Deutschen ein Kombinationsspieler wie Ziyech.
Das dürfte durchaus passen. Havertz könnte für das neue Chelsea zum fehlenden Puzzlestück werden.
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