Liverpool vor Startrekord: Jürgen Klopp wütend über Foul an Salah

Jürgen Klopp macht mit dem FC Liverpool Jagd auf den Startrekord in der Premier League von Jose Mourinho. Am Samstag gelang den "Reds" gegen Leicester City in der Nachspielzeit schon der achte Sieg (2:1). Doch direkt danach tobte Klopp in den Interviews mit britischen Medien wegen eines Fouls an Mohamed Salah. Der deutsche Coach war fassungslos, weil es dafür nur eine Gelbe Karte gegeben hatte.

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Eigentlich hätte Jürgen Klopp jubeln, springen und tanzen können, denn der historische Startrekord in der Premier League ist nur noch einen Sieg entfernt.
Gesprungen war der Teammanager des FC Liverpool nach dem dramatischen 2:1 (1:0)-Erfolg gegen Leicester City aber höchstens vor Wut im Dreieck. Der Grund: Ein rüdes Foul kurz vor Schluss an Superstar Mohammed Salah, der nun möglicherweise länger fehlen könnte.

Klopp nach Gelber Karte wütend

Nicht wirklich verwunderlich also, dass man Klopp nach der Partie nur kurz anpiksen musste, damit er hochgeht. "Wie kann er okay sein? Er humpelt vom Platz und Sie fragen mich, ob er okay ist", sagte der Deutsche auf Nachfrage eines "Sky"-Reporters:
Gemeint war das überharte und wenig schlaue Einsteigen von Leicester-Profi Hamza Choudhury, der Salah in der 89. Minute im Konter von hinten wegbügelte und dafür lediglich die Gelbe Karte sah.
Zu viel für Klopp. Er musste seinen Star-Angreifer danach vom Feld nehmen und war entsprechend geladen. "Wenn man einen Spieler im Vollsprint umhaut, ohne dass der Ball in der Nähe ist, gibt es nur mich nur eine Farbe", sagte der 52-Jährige:

Liverpool-Fans beleidigen Choudhury rassistisch

Für den erst 22-jährigen Choudhury hatte Klopp einen Ratschlag für die Zukunft: "Ich will dem Jungen keine Probleme machen, aber er muss in solchen Situationen runterkommen."
Genau wie die Liverpool-Fans, die den englischen Junioren-Nationalspieler Choudhury, der bangladeschische und karibische Wurzeln hat, nach dem Foul in Sozialen Medien rassistisch beleidigten und nun mit Konsequenzen rechnen müssen.
"Wir sind entsetzt von diesen Kommentaren, die der Klub der Polizei und der zuständigen Social-Media-Plattform gemeldet hat", teilte ein Leicester-Sprecher "Sky Sports News" mit. Klopp wiederum legte sich auch im Interview mit der "BBC" mit dem Reporter an:

Klopp lobt Mannschaft für Siegesserie

Klopps Ärger dürfte derweil - so groß er auch ist - langsam verrauchen. Dank des späten Foulelfmeter-Treffers von Routinier James Milner (90.+5) hat Liverpool seine acht Spiele zum Start gewonnen, eines fehlt noch zur Bestmarke, die Jose Mourinho in der Saison 2005/06 mit dem FC Chelsea aufgestellt hatte.
Trotz des Wirbels um das Choudhury-Foul wusste Klopp die Leistung seiner Spieler genau einzuordnen:
Und doch gelang seiner Mannschaft drei Tage nach dem mühevollen 4:3-Sieg in der Champions League gegen Red Bull Salzburg die nächste Energieleistung. Nachdem "Reds"-Star Sadio Mané (40.) und Leicesters James Maddison (80.) je einmal getroffen hatten, war der Vize-Meister immer noch hungrig.
"Es sah so aus, als waren sie zufrieden mit dem Unentschieden. Das waren wir nicht", sagte Klopp. Dass der entscheidende Elfmeter, ein Produkt eines Fouls von Marc Albrighton an Mane, durchaus umstritten war, störte Klopp nicht: "Ohne Glück kann man nicht so viele Spiele gewinnen wie wir, das ist klar."
(SID)
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