Mit Timo Werner und Kai Havertz? FC Chelsea formt neue Supermacht

Während viele Vereine in diesem Jahr auf jeden Cent schauen müssen, sitzt die Geldbörse bei Investor Roman Abramovich locker. Timo Werner ist bereits verpflichtet, Kai Havertz soll der nächste Top-Transfer werden. Nicht nur deshalb gilt der FC Chelsea in Fußball-Europa als das spannendste Projekt der nächsten Jahre. Der letzte Triumph in der Champions League ist schließlich schon acht Jahre her.

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Es braut sich etwas zusammen. In London erhebt sich die neue, blaue Gefahr. Europa zittert vor der wiedererstarkten Supermacht, die mit voller Kraft Anlauf auf sämtliche Silberware nimmt und in England auch noch gemocht wird!
So oder so ähnlich werden momentan die kühnsten Träume von Roman Abramovich, dem finanzstarken Investor des Vereins, aussehen. So ganz realitätsfern sind sie aber auch nicht. Denn in Corona-Zeiten, in denen jeder Verein auf jeden Cent schauen muss, wirft der Russe mit Geld nur so um sich. Im vergangenen Jahr war Chelsea aufgrund einer Transfer-Sperre zur Untätigkeit gezwungen. Jetzt sind die Schleusen offen. Das Transfer-Embargo wurde von vielen Fachleuten als "blessing in disguise" erachtet, als heimlicher Segen.
"In Chelsea wird jetzt wieder viel Geld in die Hand genommen, um ganz oben anzuklopfen. Da wird eine gute, junge Mannschaft aufgebaut, das ist sehr vielversprechend", betonte Ex-Blues-Mittelfeldmotor Michael Ballack jüngst bei "Sky". Während Dietmar Hamann, als ehemaliger Spieler von FC Liverpool ebenfalls ein Kenner der Premier League, anfügte: "Wenn ich daran denke, wo ich die Vereine jetzt und in zwei, drei Jahren sehe, wäre für mich als Spieler die Entscheidung für Chelsea eine relativ einfache."

Chelsea hat beste Perspektiven

Das viele Geld ist die Basis, die sportliche Perspektive die zweite wichtige Komponente. Mit Frank Lampard ist eine Vereinsikone als Trainer installiert worden, die sich in ihrer ersten Saison hervorragend verkauft. Vier Spiele vor Saisonende rangieren die Blues auf Rang drei, einen Punkt vor Leicester. Schon in der kommenden Saison soll der Angriff auf Manchester City und den FC Liverpool erfolgen. Mit einer komplett veränderten Offensive, in der Timo Werner (kam von RB Leipzig) die Hauptrolle spielen soll. Hakim Ziyech (kam für 53 Millionen Euro von Ajax Amsterdam) wird ihn mit Pässen füttern.
Aktuell arbeiten sie in London mit Hochdruck daran, sich auch Kai Havertz von Bayer Leverkusen zu angeln. Der träumt zwar noch von Spanien, doch dort sind die Spitzenklubs verhältnismäßig sparsam unterwegs. Leverkusen hat aufgrund des bis 2022 laufenden Vertrags für Havertz noch keinen Druck, ihn in diesem Jahr zu verkaufen. Doch bietet Chelsea tatsächlich 100 Millionen Euro Ablöse, werden sie sich damit beschäftigen müssen.
In England wird berichtet, für Havertz soll extra Platz im Kader geschaffen werden. Marcos Alonso, Michy Batshuayi, Tiemoue Bakayoko, Kenedy, Danny Drinkwater und Emerson Palmieri könnten demnach den Verein verlassen. Im Gegenzug sollen Linksverteidiger Ben Chilwell (Leicester City) oder alternativ Nicolas Tagliafico (Ajax) und Alex Telles (FC Porto) kommen.
Gerade Werner und auch Havertz passen aber exakt in das Spielerprofil, das sich Lampard jetzt wünscht. Jung, dynamisch, schnell und gefährlich. Auch Christian Pulisic, den Chelsea vor der FIFA-Transfersperre für 60 Millionen von Borussia Dortmund holte, ist mit seinen 21 Jahren ein Mann für die Zukunft. Er wurde zuletzt immer besser.

Chelsea: Viele Talente in der Hinterhand

In der Hinterhand hat Lampard mit Mason Mount und Tammy Abraham weitere Top-Talente, die schon bald für noch mehr Furore sorgen werden. Experte Hamann nennt die Konstellation eine "unheimlich spannende und interessante Geschichte".
Lampard selbst steht als Trainer für eine Mischung aus mutiger Offensive und teils fahriger Defensive. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf Vollgas. Sein Name ist groß an der Stamford Bridge, was für die vielen jungen Spieler ein Vorteil ist, denn in seinem Schatten können sie reifen.
Die Fans liegen "Lamps" jedenfalls zu Füßen und identifizieren sich seit Jahren wieder voll mit ihrem Verein. Der ganze Klub strahlt Euphorie aus und steht – ähnlich wie der BVB 2012 mit Jürgen Klopp – für etwas Frisches, Unbekümmertes. "Chelsea läuft ernsthaft Gefahr, gemocht zu werden", stellte die "Times" passend dazu fest.
Abramovichs Traum lebt.
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