So lief das Spiel:

Manchester City übernahm von Beginn an die Spielkontrolle, ohne sich dabei Chancen aus dem Spiel heraus zu erarbeiten. Der FC Chelsea verteidigte diszipliniert und suchte die eigene Offensive lediglich nach Kontern.

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So tat sich City schwer und kam nach einem Freistoß zur besten Chance in der ersten Halbzeit: Fernandinho (18.) kam nach einem Freistoß frei zum Kopfball und zwang Kepa Arrizabalaga zu einer ersten guten Parade.

In der Folge blieb die Partie zäh, Pep Guardiolas Team fand gegen teilweise acht Londonern am eigenen Strafraum keine Lücke und agierte weitestgehend ideenlos.

Chelsea kam nach einer Ecke zur ersten großen Chance, William fand am Fünfmeterraum Andreas Christensen (33.), doch der Ex-Gladbacher scheiterte mit einem zentralen Kopfball am gut postierten Ederson.

Nur wenige Minuten später führte ein Missverständnis zwischen Benjamin Mendy und Ilkay Gündogan zur Chelsea-Führung: Christian Pulisic (36.) klaute den Ball nach einem Freistoß von City an der Mittellinie, ließ Mendy mühelos stehen und versenkte die Kugel frei vor Ederson souverän ins lange Eck.

Das Tor änderte nichts am Spielverlauf, City dominierte den Ballbesitz, kam in der ersten Hälfte aber zu keiner ernsthaften Ausgleichs-Chance.

Der Dosenöffner für ManCity war in der zweiten Halbzeit ein Freistoß: Kevin De Bruyne (55.) schlenzte einen Standard aus 25 Metern unhaltbar für Kepa in den Winkel und glich die Partie aus dem Nichts aus.

Keine 120 Sekunden später verpasste Raheem Sterling nach einem blitzartigen Konter über De Bruyne und Mahrez frei vor Kepa die Führung und traf nur den Pfosten (57.). Es war der Startschuss zur besten Phase der Gäste, die Chelsea besser ins Laufen bekamen und so auch aus dem Spiel heraus mehr Platz kreierten.

Mitten in der Druckphase beschenkte Ederson Chelsea fast mit einem katastrophalen Fehlpass, Mason Mount (62.) verpasste die große Chance und traf nur das Außennetz.

City ließ sich von der Szene nicht beirren und drückte weiterhin auf die Führung, Sterling (67.) verpasste nach einer Ecke mit einem Schlenzer nur knapp das 2:1.

Nach einer Trinkpause kippte das Spiel jedoch überraschend, Chelsea konterte über Pulisic (71.), der sich gegen Fernandinho durchsetzte, an Ederson vorbeiging und das Tor nur verpasste, weil Kyle Walker mit einer sensationellen Grätsche den Ball vor der Linie rettete.

Keine fünf Minuten später setzte Willian (75.) zum entscheidenden Sprint des Spiels an, ließ De Bruyne stehen und bediente den eingewechselten Tammy Abraham in der Mitte, der erst an Ederson scheiterte, doch seinen Nachschuss wehrte Fernandinho auf der Linie mit dem Unterarm ab, was Schiedsrichter Stuart Attwell nach einem Hinweis des VAR mit der Roten Karte für Fernandinho und Elfmeter für Chelsea ahndete.

Willian (78.) verwandelte den Elfmeter sicher, die Citizens waren in Unterzahl geschlagen und hatten in der Schlussphase keine klare Chance zum Ausgleich. So schaukelte Chelsea die Partie ohne Probleme über die Zeit und hat jetzt auf dem vierten Platz fünf Punkte Vorsprung auf Manchester United. Citys Punktverlust macht zudem die Meisterschaft des FC Liverpool nach 30 Jahren ohne Titel perfekt.

Stimmen des Spiels:

Jürgen Klopp (FC Liverpool): "Ich bin absolut sprachlos, es fühlt sich einfach toll an. Ich hätte nie geglaubt, dass wir so eine tolle Saison spielen können. Wir haben solch eine tolle Historie, mich macht es stolz, was unsere Spieler erreicht haben. Das Spiel von Chelsea war sehr intensiv und hat mich richtig mitgerissen, jetzt sind wir einfach nur glücklich. Diese Meisterschaft ist für die Fans, bleibt bitte zu Hause aber feiert den Titel und lasst es mit euren Freunden krachen.“

Pep Guardiola (Manchester City): "Insgesamt haben wir gut gespielt. Wir haben im Strafraum aber zu wenig Druck erzeugt. Unsere Fehler haben uns letztlich das Spiel gekostet. Liverpool kann ich nur zu einer grandiosen Saison gratulieren. Nach zwei gutem Spielzeiten ist die Lücke dieses Jahr zu groß. Wir waren nicht so konstant wie in den vergangenen Saisons. Liverpool hat die Champions League gewonnen und Selbstvertrauen gesammelt. Sie haben jedes Spiel so gespielt, als wäre es ihr letztes Spiel. Am Anfang der Saison haben wir nicht so gespielt."

Das fiel auf: Lampard mit klarer Taktik

Der FC Chelsea hatte von Anfang an einen klaren Matchplan, bei dem die Blues defensiv orientiert auftraten und City mit disziplinierten Abwehrverhalten kaum zur Entfaltung brachten. In der Offensive lauerte die Truppe von Frank Lampard auf Fehler und Konterchancen, so resultierten letztlich auch beide Tore der Londoner. Die Citizens taten sich so vorne schwer und waren bei den überfallartigen Angriffen von Chelsea ebenfalls selten sattelfest.

Tweet des Spiels:

Die Statistik: 3

In den letzten sechs Jahren wird die dritte englische Meisterschaft an der Stanford Bridge entschieden. 2015 machte Chelsea den eigenen Titel gegen Crystal Palace klar, 2016 machten die Blues Leicester City mit einem Sieg über Tottenham Hotspur zum Meister.

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