Premier League: Gewinner und Verlierer auf dem Transfermarkt
Knapp 1,5 Milliarden Euro haben die Premier-League-Klubs im Sommer ausgegeben. Welcher der Top-Klubs geht aus dieser Transferperiode als Sieger hervor? Während Manchester City erneut mehr Geld als die Konkurrenz ausgab, blieb der FC Liverpool zurückhaltend - und hat im Eurosport-Ranking der Premier-League-Elite somit das Nachsehen. Eine Überraschung gibt es auf Platz zwei. Das Transfer-Ranking.
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Eurosport.de ordnet die Transfers der Top-Teams aus der Premier League ein. Aufgrund der auferlegten Transfersperre für den FC Chelsea fehlen die "Blues" in der Auflistung der Transferbeurteilungen.
1. Platz: Manchester City
Wichtigste Zugänge: Rodri (Atlético Madrid, 70 Millionen Euro), João Cancelo (Juventus Turin, 65 Millionen Euro)Wichtigste Abgänge: Danilo (Juventus Turin, 37 Millionen Euro), Vincent Kompany (RSC Anderlecht, ablösefrei)
Transfers
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26/07/2025 um 21:12 Uhr
Der Meister verstärkte den wohl nominell besten Kader der Liga punktuell mit den Verpflichtungen von Rodri und Cancelo. Ersterer avancierte dabei zum teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte (70 Millionen Euro). Im Transferpoker um Rodri stach City den FC Bayern München aus, der den spanischen Nationalspieler zum Wunschspieler auserkoren hatte.
Während Cancelo auf der Position rechts hinten in der Viererkette fest eingeplant ist, soll Rodri als Nachfolger für den scheidenden Fernandinho im Mittelfeldzentrum aufgebaut werden. Auf der Abgabenseite stehen als einzige prominente Verluste der Außenverteidiger Danilo und Kapitän Vincent Kompany.
Insgesamt investierte City für die Mission Titelverteidigung 167 Millionen Euro - so viel wie kein anderes Team der englischen Eliteliga.
2. Platz: FC Arsenal
Wichtigste Zugänge: Nicolas Pépé (OSC Lille, 80 Millionen Euro), William Saliba (AS St.-Etienne, 30 Millionen Euro), Kieran Tierney (Celtic Glasgow, 27 Millionen Euro), David Luiz (FC Chelsea, 8,7 Millionen Euro), Dani Ceballos (Real Madrid - Leihe)Wichtigste Abgänge: Alex Iwobi (FC Everton, 30,4 Millionen Euro), Laurent Koscielny (Girondins Bordeaux, 5 Millionen Euro), Aaron Ramsey (Juventus Turin, ablösefrei)
Arsenal hat weder Kosten noch Mühen gescheut, um nach drei Spielzeiten Abstinenz endlich wieder in die Champions League einzuziehen. Mit den Verpflichtungen des Ligue-1-Shootingstars Pépé und der Leihe des spanischen Kreativspielers Ceballos bekommt das Offensivspiel der "Gunners" einen neuen Anstrich.
In der Innenverteidigung soll Routinier David Luiz den Kapitän Laurent Koscielny ersetzen. Sportlich wird wohl einzig der Abgang von Ramsey schwer wiegen. Mit Saliba und Tierney holten die Londoner zusätzlich zwei junge Spieler mit viel Entwicklungspotential.
3. Platz: Tottenham Hotspur
Wichtigste Zugänge: Tanguy Ndombélé (Olympique Lyon, 60 Millionen Euro), Ryan Sessegnon (FC Fulham, 27 Millionen Euro), Giovani Lo Celso (Betis Sevilla, 16 Millionen Euro Leihgebühr)Wichtigste Abgänge: Kieran Trippier (Atlético Madrid, 22 Millionen Euro)
Champions-League Finalist Tottenham ist so etwas wie die Überraschung des Sommers. Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob die "Spurs" ihre Verweigerungstaktik auf dem Transfermarkt wie in den letzten beiden Jahren nahtlos fortführen würden. Doch weit gefehlt.
Am Ende der Transferperiode dürfte Trainer Maurizio Pochettino mit den Neuverpflichtungen recht zufrieden sein. Neben Rekordtransfer Ndombélé aus Lyon verstärkten sich die "Spurs" auf den letzten Drücker mit Außenverteidiger-Juwel Sessegnon, der den zu Atlético abgewanderten Trippier ersetzen soll. Zusätzlich kam Lo Celso von Betis per Leihe.
Erstaunlicherweise musste Tottenham, abgesehen von Trippier, keine Abgänge aus dem letztjährigen Kader verkraften.
4. Platz: FC Liverpool
Wichtigste Zugänge: Sepp van den Berg (PEC Zwolle, 1,9 Millionen Euro), Harvey Elliott (FC Fulham, keine Angaben)Wichtigste Abgänge: Danny Ings (FC Southampton, 22,2 Millionen Euro), Simon Mignolet (FC Brügge, 7 Millionen Euro)
Der FC Liverpool hielt sich anders als im Vorjahr auf dem Transfermarkt ungewohnt bedeckt und nahm mit den beiden Verpflichtungen von van den Berg und Elliott lediglich Investitionen in die Zukunft vor. Trainer Jürgen Klopp verteidigte die defensive Transferpolitik des Champions-League-Siegers.
Die Vertragsverlängerungen (Divock Origi, Trent Alexander-Arnold und Andy Robertson) seien "quasi unsere Transfers", sagte der 52-jährige Teammanager.
Besonders rund um die Offensivstars Sadio Mané und Mohamed Salah flackerten immer wieder Gerüchte auf, jedoch erwies sich keines davon als stichhaltig. Trotzdem hätte Liverpool im Kampf um die Meisterschaft mit ManCity besonders im Mittelfeld und in der Breite des Kaders die eine oder andere Neuverpflichtung gut zu Gesicht gestanden.
5. Platz: Manchester United
Wichtigste Zugänge: Harry Maguire (Leicester City, 87 Millionen Euro), Aaron Wan-Bissaka (Crystal Palace, 55 Millionen Euro)Wichtigste Abgänge: Romelu Lukaku (Inter Mailand, 65 Millionen Euro), Antonio Valencia (LDU Quito, ablösefrei), Ander Herrera (Paris Saint-Germain, ablösefrei)
Das Transferfenster in England bestätigte, was sich in den vergangenen Jahren bereits angedeutet hatte: ManUnited hat seinen Glanz endgültig verloren. Die "Red Devils" versuchten über Wochen und Monate, prominente Offensivkräfte (Paulo Dybala, Pierre-Emerick Aubameyang) an Land zu ziehen - letztlich ohne Erfolg.
Mit Wan-Bissaka und Maguire schlug Manchester im Defensivbereich doppelt zu. Beide sind zweifelsohne Verstärkungen für den Tabellensechsten der Vorsaison - jedoch zu stattlichen Preisen. Im Bereich der Ablösesumme befindet sich Maguire auf einem Level mit Liverpools Virgil van Dijk (84,65 Millionen Euro). Sportlich muss er dieses Niveau erst nachweisen.
Die Posse um Paul Pogba beeinträchtigte zudem die Transferaktivitäten von United. Letzen Endes viel Wirbel um Nichts: Der Weltmeister weilt nach wie vor im Old Trafford.
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