Noch am Sonntag hatte Chelsea unter Lampard in der vierten Runde des FA Cups 3:1 (2:1) gegen den Zweitligisten Luton Town gewonnen.
Die 42 Jahre alte Klub-Ikone, die 2019 übernommen hatte, stand nach fünf Niederlagen in den letzten acht Spielen in der Premier League zuletzt schwer in der Kritik, nachdem die Blues auf Rang neun abgestürzt waren. Von den vergangenen fünf Ligaspielen gewannen sie nur eines und drohen die angepeilten Champions-League-Ränge zu verpassen.
"Das war eine sehr schwere Entscheidung für den Klub", sagte Eigentümer Roman Abramovich. "Nicht zuletzt weil ich ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Frank und den größten Respekt vor ihm habe. Er ist ein Mann von großer Integrität und hat die größte Arbeitsmoral. Aber in der aktuellen Situation halten wir es für die beste Entscheidung, den Trainer zu wechseln."
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Er ergänzte: "Ich möchte mich bei Frank für seine Arbeit bedanken und ihm viel Glück für die Zukunft wünschen. Er ist eine wichtige Ikone dieses großartigen Vereins, und sein Status hier bleibt unangetastet. Er ist an der Stamford Bridge immer herzlich willkommen." Bis ein Nachfolger gefunden sei, wolle sich Chelsea nicht weiter äußern, hieß es in der Pressemitteilung weiter.

Lampard reagiert "enttäuscht" auf Aus

Lampard reagierte in einem Statement am Montagabend "enttäuscht, dass ich nicht die Zeit bekommen habe, den Klub nach vorne zu bringen." Er habe um die Schwere der Aufgabe gewusst und sei "stolz über unsere Entwicklung, darüber, dass Spieler unserer Akademie den Sprung ins Profiteam geschafft haben. Sie sind die Zukunft des Vereins."
Lampard wurde vergangene Woche wiederholt nach seiner eigenen Zukunft gefragt und bestand darauf, dass er den Spekulationen rund um seine Person keine Aufmerksamkeit schenkt.
"Ich lasse das nicht an mich herankommen, auch wenn überall diskutiert wird. Man muss ja einen Blick in die sozialen Medien werfen", sagte er. "Ich mache das nicht, ich bin nicht dumm. Ich weiß, welchen Druck die Leitung eines Top-Fußballklubs mit sich bringt, aber das Gerede ist mir egal."

Tuchel soll Lampard bei Chelsea ersetzen

Lampards Nachfolger soll bereits feststehen: Wie "The Athletic" und auch "Sky Deutschland" übereinstimmend berichten, soll Thomas Tuchel übernehmen. Der 47-Jährige wurde am Heiligen Abend bei PSG entlassen, nachdem er mit dem französischen Spitzenklub vergangenen Sommer das Finale der Champions League erreicht hatte.
Zudem gewann Tuchel zwei Meisterschaften in Folge mit Paris Saint-Germain und holte zwei Titel im Pokal. Chelsea-Inhaber Roman Abramovich persönlich soll den deutschen Coach für eine Mission an die Stamford Bridge gebeten haben.
Im Sommer hatten Chelsea und Lampard rund 250 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben, unter anderem für die deutschen Nationalspieler Timo Werner und Kai Havertz. Beide tun sich derzeit äußerst schwer. Auch Verteidiger Antonio Rüdiger hatte unter Lampard nicht immer einen leichten Stand.
(mit SID)
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