Erling Haaland wird nach Wechsel zu Manchester City von norwegischer Fan-Gruppierung kritisiert: "Spielt für Blutgeld"

Erling Haaland entschied sich nach einer zähen Transfer-Posse schließlich für einen Wechsel zu Manchester City. In der norwegischen Heimat regte sich aus diesem Anlass nun scharfe Kritik. Eine Fan-Gruppierung des norwegischen Zweitligisten SK Brann protestierte mit einem Transparent gegen Citys "Blutgeld" aus dem Emirat Abu Dhabi, dem immer wieder Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.

Erling Haaland - Manchester City

Fotocredit: Getty Images

"Hallo Bauern! Braut spielt für dreckiges Blutgeld. Es gibt nur einen Haaland", stand auf dem Spruchband geschrieben. Anhänger des Bergener Klubs SK Brann hatten das Plakat bei einem Spiel gegen Haalands Jugendklub Byrne FK ausgerollt.
Mit der Aktion kritisierten die norwegischen Fans den Geldgeber von Manchester City - der Verein gehört zu 78 Prozent der "Abu Dhabi United Group Investment". Dem Emirat werden Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.
"Er musste sich nicht für den Klub entscheiden, der in Sachen 'Sportswashing' am schlimmsten ist. Dem muss er sich stellen", begründete Fan-Sprecher Erlend Ytre-Arne Vagane den Protest gegenüber "NRK".
Haaland war im Sommer nach langem Hin und Her für 60 Millionen Euro zum englischen Meister gewechselt. Für die Anhänger eine nicht nachvollziehbare Entscheidung, hatte der Stürmer doch genug Angebote auf dem Tisch: "Haaland kann sich der Kritik nicht entziehen. Er hätte sich jeden Klub in der Welt aussuchen können", so Vagane.

Fan-Sprecher verteidigt die Aktion

Ein wenig Häme konnte sich die Gruppierung im Zuge des Protests nicht verkneifen. Mit dem "einen Haaland" bezogen sich die Fans auf Mittelfeldspieler Markus Haaland, der bei SK Brann unter Vertrag steht. Angesprochen auf die Kritik an der Aktion hatte Vagane eine klare Meinung: "Wir finden unser Banner ist fantastisch."
Das "Sportswashing" impliziert den Versuch von Ländern wie Saudi-Arabien oder Katar, sich mit dem Finanzieren von Sport-Events oder der Übernahme von Sport-Vereinen ihr internationales Ansehen aufzupolieren. Dem Vorwurf müssen sich auch Klubs wie Paris Saint-Germain oder immer wieder stellen.
Nach Meinung von Vagane sollten die Anhänger die Augen vor den politischen Hintergründen nicht verschließen. Die Aktion soll dabei helfen: "Es lenkt das Rampenlicht auf das größte Problem des Fußballs. An den Reaktionen sehen wir, dass es die Gemüter erhitzt und eine Debatte auslöst", erklärte er.
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Quelle: SNTV

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