FC Arsenal: Pierre-Emerick Aubameyang im freien Fall - vom Toptorjäger und Hoffnungsträger zum Bankdrücker

Pierre-Emerick Aubameyang war in den vergangenen Jahren das Gesicht und der Hoffnungsträger des FC Arsenal - aktuell ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Gegen den FC Everton ließ ihn Trainer Mikael Arteta zum ersten Mal aus sportlichen Gründen auf der Bank, die englische Presse prohphezeit deshalb einen schiefen Haussegen bei den Gunners. Was ist los mit "Auba"?

Pierre-Emerick Aubameyang

Fotocredit: Getty Images

Glücklich schaute Pierre-Emerick Aubameyang am Montagabend im Goodison Park wahrlich nicht drein.
Gerade eben erst hatte sein FC Arsenal durch ein Last-Minute-Tor des ehemaligen Leverkuseners Demarai Gray mit 1:2 beim Tabellenvierzehnten FC Everton verloren und damit die dritte Pleite in den vergangenen drei Ligaspielen kassiert - ausgerechnet der Gabuner avancierte dabei zur tragischen Figur.
In der achten Minute der Nachspielzeit hatte der einst so treffsichere Stürmer, der erst in der 85. Minute eingewechselt wurde, aus neun Metern halbrechter Position den Ausgleich auf dem rechten Fuß, schob die Kugel aber freistehend deutlich links unten vorbei.
Eine Szene, die sinnbildlich für den aktuell kriselnden Knipser steht.

Aubameyang: Ein Schatten seiner selbst

Nur vier Treffer steuerte "Auba" in der laufenden Spielzeit in 14 Premier-League-Spielen bei, seit sechs Spielen ist der Ex-Borusse nun ohne Erfolgserlebnis.
Schon in der vergangenen Saison hatte der Topstürmer mit seiner Quote zu kämpfen, netzte nach zuvor zwei Jahren in Folge mit 22 Ligatoren "nur" noch zehn Mal. Dass er auch in der laufenden Spielzeit schwächelt, lässt die Kritik auf der Insel spürbar lauter werden.
Das Problem: Aubameyang ist Arsenals Topverdiener, lässt sich seine Arbeit mit rund 300.000 Pfund (350.000€) pro Woche vergüten. Fans und Experten fordern dementsprechende Leistungen. So wie Gabriel Agbonlahor, ehemaliger Premier-League-Spieler von Aston Villa und bekennender Arsenal-Anhänger.
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Pierre-Emerick Aubameyang

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In einer Videoschalte mit "talkSPORT" machte er seinem Ärger nun Luft: "Für das Geld, das er verdient, will ich Mohamed-Salah-Zahlen sehen. Ich will so viele Tore wie Salah, ich will Salahs Assists. Aber wir bekommen das nicht."
Liverpools Top-Stürmer ist ebenfalls Top-Verdiener seines Teams, verdient kolportierte 280.000 Pfund (325.000€) pro Woche, steht derzeit aber bei 13 Treffern in 15 Premier-League-Spielen. Sphären, in denen sich Aubameyang in der Vergangenheit schon aufhielt und die ihm sein hochdotiertes Arbeitspapier erst einbrachten - aktuell ist er aus Klubsicht jedoch weit davon entfernt, die Kosten zu decken.

Arteta und Aubameyang: Es bahnt sich Zoff an

Dass Aubameyang inzwischen auch bei seinem Trainer Mikel Arteta in Ungnade gefallen sein könnte, dafür könnte die Ausbootung am vergangenen Spieltag ein Indiz sein. In Everton stand der 32-Jährige zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit nicht in der Startelf - zum ersten Mal jedoch aus sportlichen Gründen.
Arteta startete mit Alexandre Lacazette in vorderster Front und zog dem Gabuner zudem beim Stand von 1:1 sowohl Nuno Tavares als auch Eddie Nketiah vor. Erst fünf Minuten vor Ende schickte der Coach dann auch "Auba" auf den Rasen.
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Pierre-Emerick Aubameyang

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TV-Experte Gary Neville prophezeit daher Ärger in Nord-London: "Nach dieser Aktion wird es zwischen Arteta und Aubameyang ein Problem geben. Er ist der Kapitän, trotzdem lässt er ihn draußen - das ist schon merkwürdig", grübelte der 85-fache englische Nationalspieler und spekulierte über einen möglichen Abgang des Stürmers: "Ich wette, wenn sie noch ein bisschen Geld für ihn kriegen und dafür einen anderen Spieler bekommen, lassen sie ihn gehen."

Aubameyang vor Abgang beim FC Arsenal?

Aubameyangs Vertrag beim FC Arsenal läuft noch bis Sommer 2023, sein Marktwert wird derzeit auf Rund 25 Millionen Euro geschätzt. Sollte Afrikas Fußballer des Jahres 2015 signalisieren, den Klub verlassen zu wollen, wird es Interessenten geben.
Noch aber sind solche Gedankenspiele Zukunftsmusik - denn das Fußballgeschäft ist schnelllebig, besonders das Stürmergeschäft. "Ob der Ball im Netz landet oder nicht, kann ein Unterschied von Millimetern oder einer Sekunde sein, und Aubameyang hat diese Fähigkeit nicht verloren", sagte Arteta Anfang Dezember auf einer Pressekonferenz.
In der Tat ist der 32-Jährige ein Topstürmer, der seinen Wert für den FC Arsenal schon unzählige Male nachgewiesen hat.
Und wenn der Knoten platzt …
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Quelle: Eurosport

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