FC Chelsea: Britische Regierung sanktioniert Roman Abramowitsch - massive Folgen für die Blues

Die britische Regierung hat Chelsea-Eigentümer Roman Abramowitsch mit scharfen Sanktionen belegt, die Folgen für den Klub haben. Es gibt vorerst keine Transfers mehr, der Ticketverkauf ist ausgesetzt und nicht einmal der Fanshop ist geöffnet. Außenministerin Liz Truss teilte mit, dass Abramowitschs Vermögenswerte eingefroren und ein Reiseverbot verhängt wurde. Immerhin darf Chelsea weiterspielen.

Chelsea-Klubeigner Roman Abramowitsch

Fotocredit: Imago

Nur eine Sonderlizenz bewahrt den FC Chelsea davor, nicht mehr antreten zu dürfen. Diese Lizenz erlaubt es der Mannschaft von Coach Thomas Tuchel, "weiterhin Fußballspiele auszutragen und anderen Aktivitäten in Zusammenhang mit Fußball nachzugehen, um die Premier League, die Fußball-Pyramide, loyale Fans und andere Klubs zu schützen", wie die Regierung mitteilte.
"Ich habe ein vollständiges Einfrieren der Vermögenswerte und ein Reiseverbot für sieben weitere der reichsten und einflussreichsten Oligarchen Russlands angekündigt, darunter Roman Abramowitsch und Oleg Deripaska. Wir werden in unserer Mission, den Druck auf das Putin-Regime zu erhöhen, nicht nachlassen", betonte Außenministerin Liz Truss auf Twitter.
Roman Abramowitsch leitete 2003 eine neue Ära für Chelsea und die Premier League ein, als er den Verein kaufte und mit gewaltigen finanziellen Mitteln ausstattete.
Nun will der russische Milliardär die Bues nach 19 Jahren verkaufen und mit dem Erlös nach eigenen Angaben die Opfer des russischen Kriegs in der Ukraine unterstützen.

Nur noch Dauerkarten-Inhaber dürfen ins Stadion

Daraus wird nach dem Erlasse der Sanktionen aber vorerst nichts. Das Finanzministerium in London bestätigte, dass "auch der Chelsea Football Club Teil des eingefrorenen Vermögens ist".
Deshalb dürfen künftig nur noch Dauerkarten-Inhaber in das Stadion an der Stamford Bridge, der Verkauf von Tagestickets ist untersagt, der offizielle Fanshop muss geschlossen werden. Der Grund: Abramowitsch darf mit Chelsea kein Geld mehr verdienen.

Chelsea: Bizarre Situation für Rüdiger

Das bedeutet auch, dass der sechsmalige englische Meister keine Spielertransfers mehr tätigen oder neue Verträge abschließen darf.
Der Klub kündigte in einer ersten Reaktion Gespräche mit der Regierung an, damit der Klub "so normal wie möglich" weiterarbeiten könne. Das für den Abend geplante Spiel bei Norwich City sei nicht gefährdet.
Für den deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger, der seit 2017 bei Chelsea spielt, ergibt sich daraus jedoch eine bizarre Situation: Der Vertrag des Verteidigers läuft am 30. Juni aus, Klubs wie der FC Bayern und Juventus Turin hatten zuletzt Interesse signalisiert, doch selbst wenn Rüdiger in London verlängern wollte - momentan könnte er das gar nicht.
Damit steht der FC Chelsea, der unter Abramowitsch in de Jahren 2012 und 2021 die Champions League gewann, vor einer ungewissen Zukunft.
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Tuchel kritisiert Chelsea-Fans: "Nicht die Zeit für Abramowitsch-Gesänge"

Quelle: Perform

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