Liverpool verpasst Meistertitel trotz Sieg gegen Wolverhampton Wanderers - ein Punkt fehlt auf Manchester City

Der FC Liverpool hat den Meistertitel in der Premier League verpasst. Die Reds bezwangen am 38. Spieltag die Wolverhampton Wanderers 3:1 (1:1), landeten aufgrund des 3:2-Erfolgs von Spitzenreiter Manchester City im Parallelspiel (gegen Aston Villa) nur auf Platz zwei. Pedro Neto brachte die Gäste in Front (3.). Sadio Mané (24.), Mohamed Salah (84.) und Andy Robertson (89.) drehten die Partie.

Luis Diaz - FC Liverpool

Fotocredit: Getty Images

Die englische Meisterschaft wurde am 38. und letzten Spieltag entschieden. Vor Anpfiff der finalen Duelle hatte Manchester City die besten Karten auf den Titel. Die Skyblues führten die Liga mit einem Punkt Vorsprung und dem um sechs Treffer besseren Torverhältnis gegenüber dem FC Liverpool an. Die Reds mussten also ihr Heimspiel gegen die Wolverhampton Wanderers gewonnen und gleichzeitig auf einen Patzer der Citizens im Parallelspiel gegen das von Liverpool-Legende Steven Gerrard trainierte Aston Villa hoffen.
Die erste Halbzeit an der Anfield Road hatte einiges zu bieten: Pedro Netos Führungstreffer zum 1:0 für die Gäste in der dritten Minute ließ Liverpools Titelchancen früh schrumpfen, doch Jürgen Klopps Spieler ließen sich von dem Nackenschlag nicht verunsichern und verarbeiteten den Gegentreffer klasse.
Die Hausherren erarbeiteten sich einige gute Möglichkeiten und belohnten ihren Dauerdruck in der 24. Minute mit dem hochverdienten Ausgleichstor zum 1:1 durch Sadio Mané. Kurz zuvor vergab Wolverhamptons Leander Dendoncker eine dicke Chance auf das 2:0, als er aus sechs Metern am Ziel vorbeischoss.
Liverpool dominierte auch in der Folge das Geschehen, jedoch konnten sich der Champions-League-Sieger von 2019 vor der Pause keine nennenswerten Chancen mehr erspielen.
Nach dem Seitenwechsel zeichnete sich das gleiche Bild ab: Liverpool war spielbestimmend und hatte ein deutliches Chancenplus. Im Vergleich zur ersten Halbzeit erarbeiteten sich die Reds sogar noch mehr Hochkaräter, nutzten diese aber zunächst nicht.
Nachdem Aston Villa im Parallelspiel gegen Manchester City in der 69. Minute durch den ehemaligen LFC-Leistungsträger Philippe Coutinho mit 2:0 in Führung ging, wechselte Klopp offensiv, indem er Mohamed Salah für Naby Keïta brachte.
Kurz bevor die Schlussviertelstunde anbrach, hätte Liverpool um ein Haar das 1:2 kassiert, doch ein unpräziser Querpass von Raúl Jiménez sorgte dafür, dass der ehemalige Leipziger Hee-Chan Hwang die erneute Führung für die Gäste verpasste.
Es dauerte somit bis in die Schlussphase, bis Liverpool den nächsten Nadelstich setzen konnte. Erst stach Joker Salah im Anschluss an eine Ecke aus kurzer Distanz (84.), fünf Minuten später netzte Linksverteidiger Andrew Robertson ebenfalls aus geringer Entfernung zum 3:1-Endstand (89.).
Da Manchester City allerdings den 0:2-Rückstand gegen Aston Villa noch in einen 3:2-Heimsieg umwandelte, wurde es nichts mit der 20. Liverpooler Meisterschaft. Den nächsten Titel können sich die Reds aber schon nächsten Samstag (21:00 Uhr im Liveticker) holen, wenn es im Champions-League-Finale gegen Real Madrid geht.

Die Stimmen:

Jordan Henderson (Kapitän FC Liverpool): "Ich bin sehr stolz auf die Jungs und auf das, was wir geleistet haben. Wir haben heute alles getan, was wir konnten - aber das war leider nicht genug."

Der Tweet zum Spiel:

Update: Der FC Liverpool beendete zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte eine Premier-League-Spielzeit ohne Heimniederlage. Saisonübergreifend sind die Reds an der Anfield Road bereits seit 23 Partien (18 Dreier, fünf Unentschieden) ungeschlagen.

Das fiel auf: Monströse Comeback-Qualitäten

Die Reds gerieten wettbewerbsübergreifend in allen ihrer jüngsten vier Partien in Rückstand. Geschlagen geben mussten sie sich allerdings in keinem dieser Spiele. Dreimal gewannen sie dabei, einmal teilten sie die Punkte. Dass Klopp einige Mentalitätsmonster in seinen Reihen hat, ist wahrlich kein Geheimnis, dennoch ist es immer wieder erstaunlich, wie seine Spieler Rückstände wegstecken. Im Januar lagen seine Schützlinge in der Premier League zwischenzeitlich mit 14 Punkten hinter Spitzenreiter Manchester City. Damit, dass das Meisterschaftsrennen am Ende noch so knapp werden würde, rechneten zu diesem Zeitpunkt vermutlich nicht viele.

Die Statistik: 2

Erst zum zweiten Mal in der Historie dieses Wettbewerbs holten zwei Klubs innerhalb einer Saison mehr als 90 Punkte (Liverpool: 92, ManCity: 93). Auch in der Spielzeit 2018/19 ließen die Citizens (98) den LFC (97) mit einem Punkt Abstand hinter sich.
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Quelle: Perform

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