Je zwei Wechsel in der Startelf nahmen beide Trainer im Vergleich zu den Remis ihrer Mannschaften am vorherigen Spieltag vor. Während der ausgeliehene Torwart Robin Olsen sein Debüt für Aston Villa feierte und Neuzugang Philippe Coutinho ebenfalls in der Startelf stand, fiel Emiliano Martinez mit einer Knieverletzung aus und Carney Chukwuemeka nahm auf der Bank Platz. Auf der Gegenseite wechselte Pep Guardiola seine Stars Phil Foden sowie John Stones für Oleksandr Zinchenko und Ex-Villan Jack Grealish ein.
Es fing gut an aus Sicht der Citizens. Schon früh lag der FC Liverpool im Fernduell um die Meisterschaft hinten, während Manchester City im Etihad Stadium das Spiel absolut dominierte. Ein eigener Treffer gelang den Skyblues allerdings vorerst nicht und das obwohl Keeper Robin Olsen zu Beginn der Partie nicht allzu souverän wirkte.
Schließlich fiel jedoch aus dem Nichts das 1:0 für die Gerrard-Elf! Jacob Ramsey leitete auf links zu Lucas Digne weiter. Der Franzose flankte höchstpräzise auf den Kopf von Matty Cash und der Pole nickte aus wenigen Metern mit voller Wucht ein (37.). Bis zur Pause blieb es bei der knappen und schmeichelhaften Führung der Villans, sodass Guardiola reagierte: Oleksandr Zinchenko ersetzte den enttäuschenden Fernandinho (46.).
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Seitdem strahlte Manchester City deutlich mehr Gefahr aus, denn der Treffer in der ersten Hälfte hatte die Gäste zuvor beflügelt. Trotzdem erzielte Aston Villa das 2:0 (69.)! Ollie Watkins leitete einen Abschlag des inzwischen besseren Olsen zu Coutinho weiter, der eine kurze Bewegung nach rechts machte und aus etwa zwölf Metern flach ins kurze Eck traf. Zu diesem Zeitpunkt rückte der Meistertitel plötzlich in weite Ferne, weil Liverpool bereits ausgleichen konnte und auf die Führung drängte.
Die anschließenden 20 Minuten sollten in die Geschichte eingehen. Der wenige Augenblicke vor dem 0:2 eingewechselte Ilkay Gündogan jagte die Kugel per Kopf nach einer Flanke von Raheem Sterling in die Maschen (76.). Nur zwei Minuten später glich Rodrigo mit einem Distanzschuss nach Zinchenko-Hereingabe aus (78.), ehe der Ex-Dortmunder erneut zuschlug: Kevin De Bruyne spielte von rechts flach in die Mitte, wo Gündogan aus kürzester Distanz nur noch einschieben musste (81.). City brachte den Sieg über die Zeit und so war den Skyblues der Titel trotz des parallelen Liverpool-Erfolgs nicht mehr zu nehmen.

Die Stimmen:

Rúben Dias (Manchester City): "Jeder von uns fühlt sich fantastisch. Besonders, wenn man das Spiel von der Bank aus verfolgt hat, war das Herz am Pumpen, aber es gibt keine bessere Möglichkeit, das zu gewinnen."
Steven Gerrard (Trainer Aston Villa): "Ich bin sicher, dass sie die Frustration genauso wie ich fühlen, aber ich kann Ihnen versichern, dass wir besser und stärker zurückkommen werden."
Phil Foden (Manchester City): "Es ist meiner Meinung nach der am schwersten zu gewinnende Wettbewerb. Es war heute etwas ganz Besonderes, ihn so mit den Fans zu teilen, wie wir es getan haben."

Der Tweet zum Spiel:

Dieses Ergebnis war die beste Antwort auf die Kritik an den Citizens. Selbst im Stadion glaubte man zwischenzeitlich nicht mehr an ein Comeback, doch die Spieler auf dem Rasen hatten eine andere Einstellung.

Das fiel auf - Gündogan: Der Held von Manchester

Die Zeit rannte den Citizens davon und so wechselte Pep Guardiola in der 68. Minute Ilkay Gündogan ein. Als eine Minute später Coutinho das 0:2 erzielte, wurde die Verzweiflung unter den Fans der Skyblues wohl noch größer. Doch in den letzten 20 Spielminuten führte der deutsche Nationalspieler sein Team mit einer hervorragenden Leistung zum Sieg. Mit zwei Toren sorgte Gündogan erst für den Anschluss und dann für die Führung. Umso erstaunlicher, dass der 31-Jährige den Verein möglicherweise verlassen muss. Das ist allerdings das "Problem", wenn der Kader aus Weltstars besteht ...

Die Statistik: 9

Nach neun Jahren im Verein feierte Fernandinho heute sein Abschiedsspiel im hellblauen Dress. Gegen Aston Villa stand er in der Startelf, wurde jedoch aufgrund einer schwachen Leistung ausgewechselt. Die Dankbarkeit der City-Anhänger für Fernandinhos Leistungen in Manchester dürfte dennoch ungebrochen sein.
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