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Manchester City übersteht Comeback von Leicester: Neun-Tore-Wahnsinn am Boxing Day
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Publiziert 26/12/2021 um 17:58 GMT+1 Uhr
Manchester City hat Leicester City am Boxing Day 6:3 (4:0) geschlagen und die Tabellenführung in der Premier League zementiert. Kevin De Bruyne (5.), Riyad Mahrez (14./FE), Ilkay Gündogan (21.) und Raheem Sterling (25./FE) brachten City deutlich in Führung. Leicester kam durch James Maddison (55.), Ademola Lookman (59.) und Kelechi Iheanacho (65.) nochmal ran, doch City behielt die Nerven.
Kevin De Bruyne - Manchester City vs. Leicester City
Fotocredit: Getty Images
Manchester City, das zuletzt acht Siege in der Liga am Stück feiern konnte, veränderte seine Startelf auf zwei Positionen am Boxing Day. So begannen Ilkay Gündoğan und Fernandinho für Gabriel Jesus (Bank) und Rodrigo (nicht im Kader).
Die Foxes aus Leicester mussten auf ihre angestammte Innenverteidigung verzichten. Jonny Evans und Cağlar Söyüncü fehlten jeweils mit Knieverletzungen, dafür erhielten Jannik Vestergaard und Daniel Amartey die Chance von Beginn an.
Bereits in der Anfangsphase ging alles viel zu schnell für die Gäste aus Leicester. Es dauerte nur fünf Minuten, bis sich die Hausherren nach der ersten konsequent ausgespielten Aktion mit der Führung durch Kevin De Bruyne belohnten (5.). Dieser hatte den Ball nach hohem Zuspiel von Fernandinho unbedrängt annehmen und im Strafraum aus zwölf Metern ins linke untere Eck abschließen können.
In der 14. Minute legte Riyad Mahrez dann per Foulelfmeter für die Hausherren nach. Youri Tielemans hatte zuvor Aymeric Laporte im Strafraum zu lange festgehalten. Mahrez ließ Kasper Schmeichel im Tor der Gäste mit einem platzierten Schuss in den rechten Winkel keine Chance.
Auch im weiteren Verlauf ließen die Spieler von Pep Guardiola den Foxes keine Zeit zum Verschnaufen. Wieder bekamen die Gäste keinerlei Zugriff auf den Ball, sodass De Bruyne Joao Cancelo den Ball über rechts direkt in den Lauf spielen konnte. Dessen messerscharfe Hereingabe konnte Schmeichel abwehren, jedoch genau vor die Füße von Gündoğan, der aus fünf Metern nur noch abstauben musste (21.).
Tielemans klebte erneut das Pech an den Füßen, als er in der 24. Minute das Bein gegen Raheem Sterling im Strafraum stehen ließ und diesen unglücklich zu Fall brachte. Sterling nahm die Einladung dankend an und verwandelte den Strafstoß ebenso sicher wie Mahrez ins rechte obere Toreck zum 4:0. Ein überfordertes Leicester hatte bis zur Pause Glück, keinen weiteren Gegentreffer zu kassieren.
Im zweiten Spielabschnitt stellte Brendan Rodgers bei den Gästen auf ein 5-3-2-System um. Die Citizens präsentierten sich nach dem Wiederanpiff zu schläfrig und mussten in der 51. Minute das 1:4 durch James Maddison hinnehmen. Dieser hatte den Ball selbst stark auf Höhe der Mittellinie erobert, einen Doppelpass mit Kelechi Iheanacho gespielt und schließlich selbst gegen Ederson im direkten Duell vollstreckt.
Der Ex-Leizpiger Ademola Lookman verkürzte nach einer Stunde auf 2:4, nachdem erneut Maddison das Spielgerät erobert hatte. Der 25-Jährige bediente daraufhin Iheanacho, der über links Lookman clever in Szene setzte. Vor Ederson blieb auch Lookman eiskalt und startete damit endgültig die Aufholjagd (59.).
Weil die Hausherren auch in den nachfolgenden Minuten den Foxes zu viel Raum gewährten, ließ sich der auffällige Maddison nicht bitten und prüfte aus 20 Metern frei vor dem Tor Ederson im Kasten der Skyblues. Iheanacho stand goldrichtig und verwertete den Abpraller des Keepers zum 3:4 (65.).
Die Gäste wollten sich nun für ihren Aufwand belohnen, mussten aber in der 69. Minute das 3:5 durch Laporte hinnehmen. Dieser wurde nach einem Eckstoß von Sterling sträflich im Strafraum alleine gelassen und konnte die Führung wieder auf zwei Treffer für die Citizens ausbauen. Die endgültige Entscheidung folgte in der 87. Minute, als Leicester erneut einen Standard von den Gastgebern schwach verteidigte. Eine Ecke von De Bruyne landete bei Ruben Dias, der mit seiner Brust das Spielgerät zu Sterling weiterleitete. Dieser hatte aus fünf Metern keine Mühe Schmeichel im Foxes-Tor zum 6:3-Endstand zu überwinden .
Die Stimmen zum Spiel:
Pep Guardiola (Trainer Manchester City): "Was für eine Achterbahnfahrt! Es war ein typisches Spiel am Boxing Day, viele Tore auf beiden Seiten. Es war sehr unterhaltsam für alle. Für uns ist es ein weiterer Sieg, es ist wichtig, dass wir unsere erfolgreiche Serie fortsetzen konnten. Jetzt haben wir drei Tage Pause und starten dann ins nächste Spiel."
Brendan Rodgers (Trainer Leicester City): "Wir haben heute jeweils zwei Gegentore durch Elfmeter und durch Eckbälle kassiert, das ist wirklich ärgerlich. Aber bis zum Schluss sind wir gefährlich geblieben. Ich muss meinen Spielern heute meinen Respekt zollen, die Mentalität, die sie heute gezeigt haben, das war unglaublich. Auch körperlich war es sehr stark von uns. Ich bin stolz auf meine Mannschaft."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Leicester offenbart Schwächen bei gegnerischen Standards
Beinahe hätte es geklappt mit der furiosen Aufholjagd der Foxes. Man hatte sich mühevoll auf 3:4 herangekämpft, doch alle Siegesträume mussten begraben werden, weil man bei den letzten beiden Gegentreffern keinerlei Gegenwehr bot. Beide Treffer fielen nach ruhendem Ball. Bei beiden Toren konnten Laporte und Dias die Kugel unbedrängt ins Tor köpfen beziehungsweise in die gefährliche Zone weiterleiten. Natürlich, das Fehlen der angestammten Innenverteidiger Evans und Söyüncü kann nicht zu 100% kompensiert werden. Dennoch machten die Vertreter Vestergaard und Amartey oft eine unglückliche Figur. Das Stellungsspiel und das Zweikampfverhalten ließ stark zu wünschen übrig. Aus fast jeder Ecke und jedem Freistoß von Manchester entstand eine gefährliche Situation. Am Ende waren es zu viele Fehler, um einen oder gar drei Zähler aus dem Etihad Stadium zu entführen.
Die Statistik: 112
Mit den sechs erzielten Treffern kommt Manchester City nun auf insgesamt 112 Tore im Kalenderjahr 2021. Damit stellte das Team von Pep Guardiola einen Rekord des FC Arsenal aus dem Jahre 1963 ein. Im Spiel gegen Brentford am 29.12. hat Manchester City nun die Gelegenheit, alleiniger Rekordhalter zu werden.
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Quelle: Perform
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