FC Chelsea: Kai Havertz zieht bitteres Blues-Fazit: "Alles falsch gelaufen, was falsch laufen kann"

Kai Havertz vom englischen Klub FC Chelsea hat wenige Spieltage vor Saisonende ein ernüchterndes Fazit gezogen. "Es ist dieses Jahr für uns alles falsch gelaufen, was falsch laufen kann", sagte der deutsche Nationalspieler im Interview mit "Sky". Bei seinem bitteren Fazit bezog sich der gebürtige Aachener auch auf den überraschenden Rauswurf von Trainer Thomas Tuchel.

Kai Havertz - FC Chelsea

Fotocredit: Getty Images

"Die Saison fing relativ ruhig an. Ich meine, wir hatten den Wechsel, der auch für den ganzen Verein ein großer, großer Wechsel war", erklärte Havertz mit Blick auf die Klubübernahme des US-amerikanischen Investors Todd Boehly.
Ebenjener Boehly zeichnete schließlich für den Rauswurf Tuchels verantwortlich. "Dann wurde relativ früh in der Saison Thomas Tuchel gefeuert. Das macht immer etwas mit einer Mannschaft - wenn man Erfolg hatte mit dem Trainer, aber der dann relativ schnell aus dem Nichts gefeuert wird", so Havertz.
Für Tuchel, unter dessen Leitung die Blues 2021 die Champions League gewannen, kam Coach Graham Potter. In den "ersten Wochen und Monaten" sei es Havertz zufolge gut gelaufen, nach der Weltmeisterschaft in Katar habe es allerdings einen Bruch gegeben: "Nach der WM haben wir nicht sehr gut gespielt, wir haben viele Punkte verloren".
Auf Potter folgte schließlich Ex-Chelsea-Profi Frank Lampard. Doch auch ihm gelang es nicht, die strauchelnden Londoner zu stabilisieren. Ganz im Gegenteil: Seit Lampards Amtsübernahme Anfang April verlor der CFC alle fünf Pflichtspiele. Zuletzt setzte es ein 0:2 vor heimischer Kulisse gegen den FC Brentford.

Havertz: "Stehen mit dem Rücken zur Wand"

Mittlerweile rangiert Chelsea auf dem zwölften Rang. "Jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand und nicht sehr gut in der Tabelle. Deswegen muss man schon sagen, dass viel falsch gelaufen ist", fasste Havertz die heikle Lage zusammen.
Am Dienstagabend (21:00 Uhr im Liveticker) trifft Chelsea im Emirates Stadium auf Stadtrivale FC Arsenal, der jüngst die Tabellenführung an Manchester City verloren hatte. "Wir wissen alle, dass es für den Verein, für die Fans, für uns alle eine sehr schwierige Saison war. Und dass es natürlich auch schwer zu verkraften ist, weil Chelsea über die letzten Jahre hinweg ein Verein war, der in dieser Saisonphase um Titel mitgespielt hat", sagte Havertz.
Er ergänzte bezüglich des anstehenden Duells mit den Gunners: "Deswegen hoffen wir, mit so einem Spiel gegen Arsenal die Fans wieder auf unsere Seite zu bekommen und Arsenal ein bisschen zu ärgern. Die sind im Titelkampf, wo wir eigentlich sein wollen. Wenn man dem Kontrahenten eins auswischen kann, tut das den Fans immer gut."
Havertz war im Sommer 2020 von Bayer Leverkusen auf die Insel gewechselt. Wettbewerbsübergreifend erzielte er in 133 Spielen 32 Treffer, darüber hinaus steuerte er 15 Vorlagen bei.
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Quelle: Perform

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