FC Liverpool kassiert bittere Auswärtsniederlage beim FC Brentford

Der FC Liverpool ist in der Premier League mit einer 1:3 (0:2)-Niederlage beim FC Brentford ins Kalenderjahr gestartet. Die Gastgeber gingen in der ersten Halbzeit durch ein Eigentor von Ibrahima Konaté (19.) und einen Treffer von Yoane Wissa (42.) in Führung. Liverpool schaffte durch Alex Oxlade-Chamberlain (50.) den Anschluss, ehe Bryan Mbeumo (84.) alles klar machte für die "Bees", die Bienen.

Premier League - FC Brentford gegen FC Liverpool

Fotocredit: Imago

Das Spiel begann mit einer frühen Gelben Karte für Mathias Jörgensen aufseiten Brentfords, der den ersten Vorstoß von Darwin Núñez unfair unterband (2.). Trotzdem ging es zunächst für Liverpool nach vorn. Die erste Chance gehörte den Reds und Núñez. Mohamed Salah behauptete den Ball toll und gab auf seinen Kollegen, dessen Schuss von halblinks aus dem Strafraum allerdings zu ungenau war (8.).
Brentford verlegte sich zumeist aufs Verteidigen und ließ Liverpool machen. Die Reds wiederum standen teilweise nicht nur mit fast allen Feldspielern in der gegnerischen Hälfte, sondern um den Brentforder Strafraum. Meist war es Trent Alexander-Arnold, der die Hereingabe von rechts gab, die allerdings Jörgensen und Ethan Pinnock immer wieder herausköpfen konnten (22.).
Über Konter und Ecken kamen die Bees dennoch dem Liverpooler Tor nahe - und dann waren sie richtig gefährlich. Ein Fallrückzieher von Yoane Wissa ging noch über das Tor (15.) und Alisson Becker musste vor Bryan Mbeumo klären (19.). Die anschließende Ecke war aber drin: Ibrahima Konaté war der Unglücksrabe, der den Ball ins eigene Tor lenkte (19.).
Liverpool steigerte den Druck nicht unbedingt, aber schob die eigene Defensivreihe deutlich höher. Die Folge: Mehr Platz für Konter. Einer davon mit Mbeumo führte zu einer Ecke, die statt des 2:0 das erste zurückgenommene Tor einbrachte (27./Wissa).
Eine knappe Viertelstunde später wiederholte sich das Spiel. Nach einer Ecke für Brentford von rechts lenkte Wissa den Ball ins Tor - allerdings war sein Mitspieler Ben Mee am Ball und im Abseits (40.). Das Spielgerät war kaum wieder freigegeben, da erzielte Wissa seinen nächsten Treffer - und der zählte (42.). Alisson wischte den Ball noch aus dem Tor, da war er aber schon über die Torlinie.
Zur zweiten Hälfte wechselte Jürgen Klopp direkt dreimal und stellte so seine Defensive um. Kurz nach Wiederanpfiff war es dann Núñez, der traf. Aus vollem Lauf mit hohem Tempo chippte er den Ball aus dem Sechzehner über Brentfords Torwart David Raya hinweg ins Tor (48.). Allerdings griff auch hier der VAR ein. Schiedsrichter Stuart Attwell nahm den Treffer zurück, nur um eine Minute später einen regulären Treffer zu geben. Alex Oxlade-Chamberlain hatte den Ball nach Hereingabe von Trent Alexander-Arnold zum Anschlusstreffer geköpft (50.).
Das Spiel sah zwar eine leichte Liverpooler Dominanz wie in der ersten Hälfte, die Reds waren nun aber deutlich gefährlicher. Robertson, Keita und Matip sicherten hinten deutlich besser ab und setzten auch Alexander-Arnold besser in Szene, der immer wieder die Hereingaben von rechts schlug. Nach einer guten Stunde wurde das Spiel allerdings fahriger, da das gewünschte Ergebnis - ein Tor - weiter ausblieb. Stattdessen war es der ohnehin starke Mbeumo, der den Deckel für Brentford zumachte (84.).
Liverpool startet also mit einer Niederlage ins Jahr 2023, während Brentford seit sechs Ligaspielen in Serie ungeschlagen ist.

Die Stimmen zum Spiel:

Jürgen Klopp (Trainer Liverpool FC): "Wir haben hier letztes Jahr 3:3 gespielt, das war ein wildes Spiel. Heute war es das gleiche, es war genauso wild. Wenn du die beiden Spiele vergleichst, sind sie nicht groß anders. Wir hätten zweimal treffen müssen, bevor sie ihre erste Ecke hatten. Wenn wir direkt gespielt haben, waren wir immer sehr gefährlich. Am Ende ist es das Spiel geworden, das sie wollten."
Andy Robertson (Verteidiger Liverpool): "In der ersten Hälfte waren wir nicht mal ansatzweise gut genug. Alles, an dem wir gearbeitet haben, haben wir nicht umgesetzt. Sie waren zuerst an den zweiten Bällen, wir haben einfache Standards hergeschenkt, obwohl wir wussten, dass sie darin gut sind. Besonders bei Ecken. Wir hätten so viel aggressiver sein müssen, wenn der Ball in den Sechzehner kam."Thomas Frank (Trainer Brentford): "Ich kann nicht sagen, dass sie mich überraschen, meine Spieler, aber sie beeindrucken mich immer wieder sehr. Natürlich ist das ein fantastisches Ergebnis für uns. Wir brauchen mehr als elf Spieler und ich freue mich sehr, dass Wissa getroffen hat. Er hat fantastisch gespielt."
Yoane Wissa (Torschütze zum 2:0 für Brentford): "Verrückt. Liverpool ist eins der besten Teams der Welt. Wenn du sie schlagen willst, musst du also bei 200 Prozent sein. Ich hoffe, den Fans hat es gefallen, wir haben so hart gearbeitet. Jetzt müssen wir demütig bleiben, aber es ist ein guter Weg bisher."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf:

Brentfords Disziplin und Fokus. Die Gastgeber führten den Plan ihres Trainers, auf Konter zu lauern, perfekt aus, ließen Liverpool wenig Wege durch die Defensive und teilten sich die Kraft enorm gut ein. So gut, dass sie auch in den letzten zehn Minuten noch ein Tor erzielten.

Die Statistik: 4 + 3

Ein Torspektakel der anderen Art war es in London. Sieben Tore insgesamt, allerdings nur vier reguläre. Allein Yoane Wissa kam auf drei Tore, von dem allerdings nur eins unter seinem Namen im Spielbericht steht.
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Quelle: Perform

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