Eurosport
Ex-Profi Jamie Carragher teilt gegen FC Liverpool aus: "Es ist ein absolutes Desaster, ein Witz"
Von
Publiziert 16/08/2023 um 13:38 GMT+2 Uhr
Ex-Profi Jamie Carragher hat die Transferpolitik des FC Liverpool in diesem Sommer stark kritisiert. "Es ist ein absolutes Desaster, ein Witz", sagte der ehemalige Spieler der Reds gegenüber "Sky Sports". Vor allem das Vorgehen von Jürgen Klopp und Co. beim Transfer um Roméo Lavia brachte den Engländer auf die Palme. Dazu bekam auch der neue Sportdirektor Jörg Schmadtke sein Fett weg.
Caicedo-Transfer: Klopp stichelt gegen Chelsea
Quelle: Perform
"Sie haben heute 60 Millionen Pfund für Lavia geboten, nachdem sie vor vier oder fünf Tagen noch nicht bereit waren, 50 Millionen Pfund zu zahlen. Das ist totales Durcheinander und ein Witz", redete sich Carragher in Rage, nachdem die Verantwortlichen in Liverpool ein neues Angebot für Lavia abgegeben hatten, um den Hauptkonkurrenten FC Chelsea doch noch auszustechen.
Gegen jenen Klub aus London hatten die Reds bereits im Kampf um Moisés Caicedo den Kürzeren gezogen - der Ecuadorianer wechselte für 133 Mio. Euro von Brighton & Hove Albion an die Stamford Bridge.
Trainer Jürgen Klopp sprach zwar vorige Woche bereits von einer Einigung zwischen den Klubs, dann aber soll Caicedo Liverpool mitgeteilt haben, dass er nicht an die Anfield Road wechseln wolle. Er habe sich bereits Ende Mai mit Chelsea geeinigt und fühle sich an die Vereinbarung gebunden.
Für Carragher ist das alles "ein Fiasko", das in naher Zukunft nur noch größer werden könnte. Denn die Reds brauchen nach den Abgängen von Jordan Henderson (Al-Ettifaq) und Fabinho (Al-Ittihad) unbedingt einen neuen Mittelfeldspieler.
Carragher geht Sportdirektoren an
"Sie müssen noch jemanden fürs Mittelfeld finden. Aber alle wissen, dass sie verzweifelt sind", sieht Carragher die Personalnot als ein großes Problem in der Verhandlungstaktik für die Verantwortlichen.
Und genau die bekamen in der Wutrede von Carragher ebenfalls ihr Fett weg. "Über einen Zeitraum von 18 Monaten hatten sie vier Sportdirektoren. Sie haben keine Deals abgeschlossen. Deren Job war es aber, Deals abzuschließen", sagte Carragher.
Für den Ex-Profi seien auch die Transfers von Alexis Mac Allister und Dominik Szoboszlai kein Zeichen für eine gute Transferpolitik.
Carragher: Transferpolitik einfach nur "peinlich"
"Sie hatten Ausstiegsklauseln. Da gibt es keine Verhandlungen. Da muss kein großartiger Deal verhandelt werden, man zahlt einfach, was in der Ausstiegsklausel steht", bemängelte Carragher die Leistung der Verantwortlichen rund um den neuen Sportdirektor Jörg Schmadtke.
Dass neben den beiden Neuzugängen aber kein weiterer Transfer hinzukam, ist laut Carragher einfach nur "peinlich".
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Streit in Italien: Verband verweigert Ablöse für Spalletti zu zahlen
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/08/14/3762727-76544468-2560-1440.jpg)
Frust bei Auswechslung - Klopp äußert Verständnis für Salah
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung