Manchester City und die Saison nach dem Triple: Pep Guardiola hat auch ohne neue Superstars viele Optionen

Während Manchester City ein paar alte Zöpfe abgeschnitten hat, hielt sich der Triplesieger auf dem Transfermarkt bislang ungewohnt zurück. Ein neuer Ablöserekord für Abwehrspieler darf es dann aber doch sein. City geht mit Titelhunger in die nächste Saison und gehört auch ohne neue Superstars zu den Topfavoriten in allen Wettbewerben - zumal Guardiola noch jede Menge Optionen hat.

Pep Guardiola feiert seine Erfolg mit Manchester City

Fotocredit: Imago

Stefan Ortega hatte sich in Schale geworfen. Weißes T-Shirt, Cashmere-Pulli, beige Buntfaltenhose, weiße Sneaker. Wenn sich die Stars von Manchester City privat zum Abendessen treffen, darf man sich schon mal rausputzen, zumal der Kreis recht elitär war.
Neben der Nummer zwei fanden sich Bernardo Silva, Manuel Akanji, Nathan Ake, Kevin De Bruyne und Neuzugang Mateo Kovacic im Gordon Ramsey's Lucky Cat Restaurant ein.
Ortega kommt offenbar bei seinen Teamkollegen gut an und sein Wort hat Gewicht. Laut der Zeitung "The Sun" wurde beim "Teambonding" nämlich auch über die Kandidaten für das Kapitänsamt diskutiert. Ilkay Gündogan hat den Verein Richtung Barcelona verlassen und seit der Cheftrainer Pep Guardiola heißt, wird der Spielführer von der Mannschaft gewählt.
Der Triplesieger braucht einen neuen Anführer und es gilt als sehr wahrscheinlich, dass sich künftig De Bruyne die Binde anlegt. Der Belgier hat die gesamte Guardiola-Ära miterlebt und entscheidend mitgeprägt. Nach "Sun"-Informationen war der 32-Jährige auch die treibende Kraft hinter dem Dinner am Abend vor dem Abflug des City-Trosses zur Asienreise nach Japan und Südkorea.
Im fernen Osten beginnt für die Citizens der Neustart nach dem historischen Triple. Drei Testspiele wurden angesetzt, darunter ein Duell mit dem FC Bayern München kommenden Mittwoch in Tokio. In Asien soll die Basis gelegt werden für eine weitere erfolgreiche Saison.

Jack Grealish kündigt wieder Vollgas an

Der Titelhunger ist keineswegs gestillt, die Spieler sind geradezu gefräßig. "Wir durften feststellen, wie es sich anfühlt, die drei großen Titel in einem Jahr zu gewinnen. Das gibt uns eine riesige Motivation für die neue Saison. Wir wollen die drei Titel verteidigen, alles andere wäre ja ein Rückschritt", kündigte Jack Grealish vollmundig an.
Damit dies gelingen kann, hat der Verein personell an einigen Schrauben gedreht. Gündogan ließ man schweren Herzens ziehen, zeigte dabei aber Dankbarkeit für die Verdienste des deutschen Nationalspielers.
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Jack Grealish (Manchester City) in Feierlaune

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Neben Benjamin Mendy (FC Lorient) wird auch Riyad Mahrez den Verein voraussichtlich verlassen. Wie "Sky Sports" am Donnerstag berichtete, hat City einem Wechsel des Algeriers zum Saudi-Klub Al Ahli für 35 Millionen Euro zugestimmt. Klares Indiz für den bevorstehenden Abschied: Mahrez flog nicht mit nach Asien.
Weitere Wechsel-Kandidaten sind Kyle Walker, der Guardiola seinen Wunsch mitgeteilt haben soll, zum FC Bayern gehen, sowie Aymeric Laporte. Für den aus München zurückgekehrten João Cancelo sucht der Verein zudem noch einen Abnehmer, Guardiola hat keine Verwendung mehr für den Portugiesen. Mit Enzo Maresca verliert Guardiola zudem einen sehr geschätzten Co-Trainer. Der Italiener wird neuer Chefcoach von Absteiger Leicester City.

Josko Gvardiol wird Maguires Rekord brechen

Die Einkaufsliste ist dagegen bislang überschaubar. Mit Mateo Kovacic, der für knapp 30 Millionen Euro vom FC Chelsea kam, hat City erst einen Spieler dazubekommen. Ursprünglich war Declan Rice als Gündogan-Nachfolger auserkoren worden, der englische Nationalspieler zog aber den FC Arsenal vor.
Das kolportierte 95-Millionen-Euro-Angebot für Rice macht jedoch deutlich, dass die Skyblues gewillt sind, weiter zu klotzen. Seit der Übernahme durch die Abu Dhabi United Group 2008 hat der Verein 1,9 Milliarden Euro für neue Spieler investiert. Und gleich in der ersten Transferphase nach dem Triple ist Manchester City drauf und dran, den Rekord für den teuersten Abwehrspieler der Geschichte zu brechen.
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Quelle: Perform

Wie mehrere englische Zeitungen berichten, steht Leipzigs Innenverteidiger Josko Gvardiol kurz vor einem Transfer auf die Insel - für eine Ablöse in Höhe von 100 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen. Demnach war der Kroate für Donnerstag zum Medizincheck in Manchester erwartet worden, reiste aber am gleichen Tag mit ins Trainingslager von RB nach Südtirol.
Es ist offenbar nur noch eine Frage von Tagen, ehe der 21-Jährige einen Vertrag bei City unterschreibt und den Ablöserekord von Harry Maguire bricht. Der Engländer war 2019 für 87 Millionen Euro von Leicester zu Manchester United gewechselt.

Álvarez blüht in neuer Rolle auf, Phillips brennt

Das Transfergebahren bei der Premier-League-Konkurrenz nimmt man bei City derweil gelassen zur Kenntnis. "Was die anderen Klubs machen, können wir nicht beeinflussen und es interessiert uns auch nicht. Wir kümmern uns um uns", sagte Sportdirektor Txiki Begiristain. Es besteht auch kein Grund zur Panik, schließlich ist City Manchester United, Liverpool und Co. in den vergangenen Jahren enteilt.
Guardiola hat außerdem jede Menge Optionen mit seinem vorhandenen Personal. Julián Álvarez, klare Nummer zwei im Sturm hinter Erling Haaland, beeindruckte gegen Ende der Vorsaison als Ersatz von De Bruyne im offensiven Mittelfeld.
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Julian Alvarez

Fotocredit: Getty Images

Mit Kalvin Phillips brennt ein 49-Millionen-Euro-Einkauf von 2022 darauf, nach einer schwachen Debütsaison im defensiven Mittelfeld den überragenden Rodri unter Druck zu setzen. Zudem testet Guardiola auf der Asientour zehn Talente aus der City-Jugend, das macht der Coach regelmäßig in der Vorbereitung. In der Vergangenheit hat sich der eine oder andere als Juwel entpuppt - wie beispielsweise Phil Foden.
Auch ohne neue Superstars gehört Manchester City 2023/24 in allen Wettbewerben erneut zum engsten Favoritenkreis. Und wenn es sein muss, wird wie im Fall von Gvardiol eben doch weiter geklotzt.
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Quelle: Perform

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