FC Arsenal in der Krise: Kai Havertz und Co. auf der Suche nach Disneyland - Mikel Arteta verspürt den Druck

Der FC Arsenal ist seit vier Premier-League-Spielen sieglos. Der Rückstand der Gunners auf Spitzenreiter FC Liverpool beträgt bereits neun Zähler. Dazu kommt, dass die Mannschaft plötzlich ohne Sportdirektor Edú auskommen muss. Nach zwei erfolgreichen Jahren macht das Londoner Team eine echte Krise durch, auch Trainer Mikel Arteta ist angefressen. Die Gründe für die Probleme von Arsenal.

Arteta: "Ist nicht immer Disneyland"

Quelle: Perform

Blut lief über das Gesicht von Kai Havertz. Es ist keine neue Verletzung: Anfang der zweiten Hälfte im Spiel gegen den FC Chelsea (1:1) brach beim Deutschen eine Kopfverletzung aus dem verlorenen Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand (0:1) wieder auf.
Blues-Star Marc Cucurella, machte den Schiedsrichter darauf aufmerksam und Havertz sah neben Blut auch noch die Gelbe Karte, weil er das Feld nicht schnell genug verlassen hatte. Ein Symbolbild für die vergangenen Monate der Gunners: Was schiefgehen kann, geht schief - die Norlondoner holten sich zuletzt metaphorisch einige blutige Nasen ab.
Die blutige Nase aus Vereinssicht ist ein Neun-Punkte-Rückstand in der Liga auf Spitzenreiter Liverpool - und eine Reihe von Problemen.
"Wenn alles wie in Disneyland ist, wenn dir jeder sagt, wie schön du bist, dann ist es einfach", schimpfte Coach Mikel Arteta nach der Partie. "Aber wenn es dunkel und schwierig ist, wenn du in Frage gestellt wirst, dann möchte ich die Leute sehen. Dann schaue ich mich genau um. Wer geht dann voran?"

Arsenal-Krise: Führungen weg, Sportdirektor weg

Sportdirektor Edú wird fortan jedenfall nicht mehr vorangehen. Der Brasilianer war eines der Gesichter für den Umbruch bei Arsenal. Er kam 2019 zu den Gunners, krempelte den Kader um, verpflichtete Mikel Arteta und war somit entscheidend verantwortlich für die beiden Vize-Meisterschaften in den vergangenen beiden Saisons.
Er soll einen Job unter Evangelos Marinakis übernehmen. Dem Griechen gehören unter anderem die Überraschungsmannschaft Nottingham Forest.
Neben der sportlichen Krise brodelt es in London auch abseits des Platzes.
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FC Arsenal und Kai Havertz in der Krise: gezeichnet und enttäuscht - wie der deutsche Nationalspieler gegen Chelsea

Fotocredit: Getty Images

Kein Wunder, dass Arteta dieser Tage dünnhäutig reagiert.
Ein Hoffnungsschimmer ist die Rückkehr von Martin Ödegaard, der bisher erst in fünf Partien zum Einsatz kam. Der Norweger zeigte durch seine Abwesenheit, wie wichtig er für das offensive Arsenal-Spiel ist. Beim 1:1 gegen Chelsea bereitete er das zwischenzeitliche 1:0 mit einem Geniestreich vor.
Bukayo Saka und Declan Rice mussten dafür in der Schlussphase angeschlagen ausgewechselt werden. "Ich habe schon gebetet, dass sich während der Länderspielpause keiner verletzt", sagte Arteta. Das Lazarett ist groß und gegen den Stadtrivalen konnte Arsenal zum bereits achten Mal in dieser Saison eine Führung nicht über die Zeit bringen.

Ist der Druck zu groß?

Vielleicht, so denkt es auch Pete Sharland von Eurosport UK, wird der Druck für Arteta und die Mannschaft ein bisschen zu groß - oder sie schaffen es zumindest nicht, ordentlich damit umzugehen.
In der laufenden Premier-League-Saison wurden schon drei Arsenal-Spieler vom Platz gestellt - keines dieser Spiele konnte das Team gewinnen. "Vielleicht sind sie auch ein bisschen ausrechenbar geworden", sagt Sharland. Dafür könnten die verspielten Führungen sprechen. "Ein Hauptproblem ist zudem, dass ihnen ein richtiger Goalgetter fehlt."
Damit sind wir wieder beim erst blutenden, dann bandagierten Havertz. Der ist mit sieben Treffern der Topscorer des Teams - nach 17 Pflichtspielen. Nach seiner unglücklichen Zeit bei Chelsea ist der deutsche Nationalspieler zwar wieder rehabilitiert - ein klasssischer Knipser wie Erling Haaland (Manchester City) oder Mohamed Salah (FC Liverpool) ist der ehemalige Leverkusener allerdings nicht.
Einen verlässlichen Torjäger hatten die Gunners im vergangenen Jahr zwar auch nicht, die Treffer verteilten sich jedoch auf mehrere Schultern. Ein Umstand, der in der laufenden Spielzeit noch nicht zu beobachten ist.
Arsenal scheint das bunte, schillernde Disneyland vorerst verlassen zu haben - die derzeit neun Punkte Rückstand auf Liverpool könnten sich im Titelrennen schon als mehr erweisen als eine blutige Nase.
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Guardiola trotz Pleitenserie kämpferisch: "Werden zurückkommen "

Quelle: Perform


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