FC Arsenal: Mikel Arteta und die Jagd auf Manchester City - warum Anlauf Nummer drei diesmal Erfolg verspricht

Der FC Arsenal war in den vergangenen beiden Spielzeiten ganz dicht dran am Gewinn der englischen Meisterschaft - in beiden Fällen lief Manchester City den Gunners jedoch kurz vor Schluss noch den Rang ab. 2024/2025 machen sich die Mannen von Trainer Mikel Arteta Hoffnung, dass der große Coup, der erste Premier-League-Titel seit 2004, endlich eingetütet wird. Nicht mit Unrecht.

Arteta schwärmt von Calafiori: "Beobachten ihn seit einem Jahr"

Quelle: Perform

Nur gucken, nicht anfassen! So lautete das Motto in den vergangenen beiden Premier-League-Spielzeiten.
Betrachten, vielleicht sogar von der Silberware träumen durfte der FC Arsenal, den Pokal stemmte am Ende allerdings jeweils Manchester City in die Höhe.
Während den Gunners in der Saison 2022/23 im Schlussspurt die Luft ausgegangen war und Pep Guardiolas Citizens schließlich fünf Punkte Vorsprung herausspielten, trennten die beiden Spitzenklubs in der vergangenen Runde lediglich zwei Zähler.
Damit der dritte Anlauf endlich von Erfolg gekrönt wird, Arsenal die erste Meisterschaft seit 2004 feiern darf, sind Coach Mikel Arteta offenbar selbst die kuriosesten Maßnahmen recht. Wie das renommierte Sportportal "The Athletic" unlängst berichtete, ließ der Spanier seine Spieler im Rahmen eines Mannschaftsessens von professionellen Taschendieben bestehlen.
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Kann Arsenal den Titel holen? Die Gunners im Check

Quelle: Perform

Die Lehre, die seine verdutzten Schützlinge aus der Aktion ziehen sollten: Nie die Aufmerksamkeit verlieren. Das Ganze schien sein Ziel nicht verfehlt zu haben – in der Vorbereitung erweckten die Nord-Londoner einen wachen Eindruck. Vor allem der 4:1-Erfolg gegen den deutschen Meister Bayer Leverkusen machte Lust auf mehr.

FC Arsenal: Das ist neu

Gar nicht so viel und das ist auch gar kein Problem. Arsenal hat nahezu die gesamte Mannschaft gehalten, sämtliche Leistungsträger bleiben den Gunners treu. Dies ist Artetas größter Trumpf.
Darüber hinaus wurde in EM-Shootingstar Riccardo Calafiori sogar noch ein vielversprechendes Puzzleteil für die ohnehin schon hochkarätig besetzte Innenverteidigung dazu geholt. 45 Millionen Euro ließ Arsenal sich die Dienste des Italieners kosten, der nicht nur bei der Europameisterschaft in Deutschland, sondern auch in der vergangenen Saison beim FC Bologna zu gefallen wusste.
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Riccardo Calafiori spielt fortan für Arsenal

Fotocredit: Getty Images

Von den Fans wurde der 22-Jährige extrem herzlich empfangen, Trainer Arteta schwärmt bisher in den höchsten Tönen vom Neuankömmling: "Er ist sehr vielseitig, denn er kann auf zwei oder drei verschiedenen Positionen spielen. Wenn man sein Pressing und seine Körperlichkeit, die Art und Weise seiner Zweikampfführung sieht, das ist unglaublich", lobte der Übungsleiter.
Arteta ist sicher: "Er ist ein Spieler, der uns weiterbringen kann." Noch weiter, als sein Team ohnehin schon ist – das sind wahrlich nicht die schlechtesten Aussichten.

FC Arsenal: Die neue Hoffnung

Bis auf die Calafiori-Verpflichtung hielten die Verantwortlichen sich auf dem Markt in puncto Neuzugänge zurück – ein Umstand, der zeigt, wie gut die Gunners bereits aufgestellt sind.
Neben Calafiori gibt es allerdings einen weiteren Innenverteidiger, der als gleichermaßen verheißungsvoller wie verspäteter Neuzugang betrachtet werden darf: Jurrien Timber.
Der Niederländer war bereits im Sommer vergangenen Jahres von Ajax an die Themse gewechselt, allerdings zog sich der Elftal-Star am 1. Premier-League-Spieltag gegen Nottingham Forest einen Kreuzbandriss zu, der ihn nahezu die gesamte Saison außer Gefecht setzte.
Timber blickt während seiner Zeit in London auf gerade einmal drei Pflichtspiele zurück, für den 23-Jährigen ist die anstehende Saison ein echter Neustart.
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Jurrien Timber (l.) will endlich bei Arsenal durchstarten

Fotocredit: Getty Images

"Es ist nicht leicht, wenn du zu einem solch großen Verein kommst, große Erwartungen weckst und dann beinahe ein Jahr fehlst", wurde Arteta jüngst auf der klubeigenen Homepage zitiert: "Aber er ist mental sehr gefestigt. Seine Körpersprache zeigt mir, dass er unbedingt will, er hat sehr hart für seine Rückkehr gekämpft."
Arteta abschließend: "Er ist ein Anführer, er liebt es, in all seinen Aktionen präsent zu sein. Jurrien ist extrem talentiert und wird eine hervorragende Ergänzung für die Mannschaft sein."
Oder anders ausgedrückt: Timber ist der neue Hoffnungsträger.

FC Arsenal: Das Fragezeichen

Lässt man die Vorsaison von Kai Havertz einmal Revue passieren, zeichnet sich das Bild eines Spielers, der sämtlichen Widerständen getrotzt hat.
Wurde Havertz zu Beginn seiner Zeit aufgrund einiger unglücklicher Szenen vorzeitig als Fehleinkauf abgestempelt, fing sich der ehemalige Leverkusener mit der Zeit – und avancierte schließlich zum Fan-Liebling mit eigenem Song.
Havertz überzeugte vor allem in ungewohnter Rolle, als falsche Neun. Nach 51 Pflichtspielen standen 14 Treffer sowie sieben Vorlagen für den deutschen Nationalspieler, der auch im DFB-Team zuletzt den verkappten Mittelstürmer gab, zu Buche.
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Kai Havertz und Bukayo Saka

Fotocredit: Getty Images

Havertz ist kein typisches Fragezeichen, seine Qualitäten hat er hinlänglich unter Beweis gestellt. In seinem Fall lautet die Frage eher: Auf welcher Position wird der 25-Jährige fortan eingesetzt? In der Vorbereitung kam der gebürtige Aachener nämlich sowohl als Achter (zum Beispiel gegen Leverkusen) als auch als falsche Neun zum Einsatz.
Dabei überzeugte er besonders im Mittelfeld gegen seine alte Liebe, die er beim 4:1-Sieg mit zwei Vorlagen und einem eigenen Treffer herspielte.

FC Arsenal: Das kommt auf Arteta zu

Arteta hat – wie bereits skizziert – einen hervorragenden Kader mit etlichen Ausnahmekönnern wie Declan Rice, Bukayo Saka, Gabriel Jesus oder Martin Ödegaard zur Verfügung.
Dass Arsenal in den vergangenen Jahren wieder zu altem Glanz gefunden hat, ist eng Artetas Qualitäten verknüpft. In dieser Saison gilt es, die Ernte für die hervorragende Arbeit einzufahren, Arteta-Förderer Guardiola "endlich" hinter sich zu lassen.
"Ich bin noch aufgeregter als sonst, wir alle sind sehr enthusiastisch", sagte er im Interview mit "Sky". Warum es diesmal mit dem Gewinn der Meisterschaft klappt? "Weil wir große Trophäen holen wollen." Aber: "Es wird eine lange Reise."
Eine Reise, an deren Ende der große Widersacher aus Manchester letztlich wieder sagen möchte: Nur gucken, nicht anfassen!
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Havertz trifft gegen die alte Liebe: Arteta voll des Lobes für DFB-Star

Quelle: Perform


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