Manchester United - Miteigentümer Ratcliffe teilt gegen eigene Profis aus: "Spieler nicht gut genug und überbezahlt"

Sir Jim Ratcliffe, Miteigentümer von Manchester United, hat in einem Interview mit der "BBC" die Probleme des Vereins schonungslos offengelegt und dabei auch mit dem Finger auf einige Spieler gezeigt. Diese seien "nicht gut genug und überbezahlt", kritisierte der 72-Jährige. Trainer Ruben Amorim stärkte er hingegen den Rücken, dieser mache einen guten Job und werde lange im Amt bleiben.

Mega-Stadion für United - Ratcliffe: "Status gerecht werden"

Quelle: Perform

Der Brite hatte mit seiner Firma "Ineos" Ende Dezember 2023 exakt 28,94 Prozent von ManUnited erworben, dafür zahlte er für umgerechnet 1,5 Milliarden Euro.
Der 20-malige englische Meister belegt in der Premier League nach 28 Spieltagen mit 34 Punkten den 14. Tabellenplatz.  
Ratcliffe sieht das größte Problem in der Qualität der Spieler: "Einige sind nicht gut genug und wohl überbezahlt. Wir müssen einen Kader formen, für den wir voll verantwortlich sind und das wird Zeit brauchen."
Konkret zeigte er mit dem Finger auf einige Verpflichtungen aus der jüngeren Vergangenheit: "Wir kaufen Antony, wir kaufen Casemiro, wir kaufen Onana, wir kaufen Höjlund, wir kaufen Sancho. Das sind Sachen aus der Vergangenheit. Ob wir es mögen oder nicht, wir haben das so übernommen und müssen es in Ordnung bringen."
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Manchester United release footage of proposed 100,000 seater stadium profile

Quelle: Eurosport

Ratcliff: Kadertiefe nicht ausreichend

Sancho, den man für 85 Millionen Euro von Borussia Dortmund holte und nun zum FC Chelsea verliehen ist, zahle man weiterhin die Hälfte des Gehalts - und im Sommer 2025 eine Kauf-Rate von 20 Millionen Euro an den BVB. 
Der Brite ärgerte sich auch über die mit Jugendspielern besetzte Bank im Spiel gegen den FC Arsenal (1:1), die Kadertiefe sei also nicht ausreichend für die eigenen Ansprüche. 
Um das zu ändern, werde er Amorims Budget im Sommertransferfenster 2025 erhöhen, auch durch Verkäufe. Gezwungen sei man dazu aus finanzieller Sicht jedoch nicht, so Ratcliffe.

Ruben Amorim soll für "lange Zeit" bleiben

Allerdings fand der Brite auch lobene Worte für sein Team. "Wir haben einige tolle Spieler im Kader. Wir brauchen Bruno Fernandes definitiv", erklärte er zum Kapitän, der jüngst per direktem Freistoß gegen die Gunners traf.
Auch Trainer Amorim sei nicht für die schlechte Lage verantwortlich, findet Ratcliffe: "Wenn ich mir den Kader anschaue, der Ruben zur Verfügung steht, macht er einen echt guten Job, um ehrlich zu sein. Ich denke, dass er ein herausragender junger Trainer ist. Das tue ich wirklich", und führte mit Blick in die Zukunft aus: "Ich denke, er wird für eine lange Zeit hier sein."
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Ratcliffe bescheinigt Amorim "tolle Arbeit" - Erzrivale als Vorbild

Quelle: Perform

Ratcliffe: Erzrivale Liverpool als Vorbild

Im Interview mit der britischen "Times" nannte Ratcliffe zudem ein Vorbild, dem der Portugiese folgen soll: "Liverpool ist ein ziemlich gutes Beispiel. Jürgen Klopp kam in einer ähnlichen Situation 2015. Der Kader wurde 2015, 16, 17 und 18 umgebaut, in den drei Jahren danach haben sie dann alles gewonnen."
Das Ziel: Bis 2028, zum 150. Geburtstag des Vereins, soll der 21. Meistertitel her.
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Quelle: Eurosport


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