Pep Guardiola verliert erstmals vier Spiele in Folge als Trainer und verspricht: Manchester City wird zurückkomenn

Manchester City kassiert beim 1:2 in der Premier League bei Brighton & Hove Albion die vierte Plfichtspielniederlage in Folge - ein Novum in der Trainerkarriere von Pep Guardiola. Nach einer starken ersten Halbzeit zerfallen die Skyblues in ihre Einzelteile - nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Guardiola bleibt ob der Negativspirale gelassen - und verspürt eine ganz neue Motivation.

Guardiola trotz Pleitenserie kämpferisch: "Werden zurückkommen "

Quelle: Perform

Pep Guardiola stürmte nach dem Abpfiff schnurstracks auf Jean Paul van Hecke zu. Der Brighton-Verteidiger war nach einer Ringereinlage gegen Erling Haaland in den Schlusssekunden ins Visier des City-Trainers geraten.
Guardiola redete fast eine Minute lang auf van Hecke ein, tätschelte ihn währenddessen am Nacken oder ergriff die rechte Hand des Niederländers.
Auf der Pressekonferenz nach der 1:2-Niederlage in Brighton klärte Guardiola das Tête-à-Tête auf. "Er hatte einige harte Duelle mit Erling und das ganz am Ende war nicht ok. Aber ich habe ihm auch gesagt, dass er ein sehr gutes Spiel gemacht hat", so der Spanier.
In der von Guardiola erwähnten Szene rissen sich Haaland und van Hecke durch intensiven Trikotkontakt gegenseitig zu Boden und als der City-Stürmer wieder aufstehen wollte, packte van Hecke noch fester zu.
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Hatten sich ganz "lieb": Erling Haaland und Jean Paul van Hecke (am Boden liegend)

Fotocredit: Getty Images

Experte Redknapp fassungslos über Citys zweite Halbzeit

Da lief bereits die neunte Minute der Nachspielzeit und weil Brightons Torhüter Bart Verbruggen auch Citys letzten Flankenball herunterpflückte, blieb Guardiola zum vierten Mal in Serie nichts anderes übrig, als dem Gegner zu gratulieren.
"Kompliment an Brighton, sie haben aufgrund der zweiten Halbzeit nicht unverdient gewonnen", erklärte Guardiola. Dabei war City in Hälfte eins klar überlegen und durch Haalands zwölftes Saisontor in Führung gegangen.
"Manchester war exzellent und muss zur Pause 3:0 führen", urteile Jamie Redknapp. Doch was danach passierte, ließ den "Sky"-Experten fassungslos zurück. "Das war eine der schlechtesten Halbzeiten, die ich jemals von einer Guardiola-Mannschaft gesehen habe. Es ging nichts mehr. Sie haben schlecht verteidigt, keine Zweikämpfe mehr gewonnen und im Spiel nach vorne viele schlechte Pässe gespielt."

Guardiola gelassen: Irgendwann ist immer das erste Mal

Die Zeitung "Daily Mail" bezeichnete Citys Leistung nach der Pause als "Kapitulation" und packte eifrig Statistiken aus. City verlor erstmals seit August 2006 vier Pflichtspiele nacheinander. Erstmals seit 46 Spielen unterlagen die Cityzens in einem Premier-League-Spiel, wenn Haaland getroffen hat. Und erstmals kassierte Pep Guardiola als Trainer vier Pleiten in Serie.
Erwischt hat es den 53-Jährigen im 898. Spiel als Coach. "Irgendwann ist immer das erste Mal im Leben", sagte Guardiola anschließend. "Wir haben vier Spiele verloren, zwei davon in der Liga. Das kann passieren, es war immer auswärts. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, sind aber momentan nicht in der Lage, das über 90 Minuten zu zeigen."
Rodri (Kreuzbandriss) fehlt der Mannschaft an allen Ecken und Enden, mit ihm hat City laut der "Daily Mail" ein "nicht unerhebliches Stück seiner Identität und seiner Seele" verloren.

Guardiola verspürt ganz neue Motivation

Guardiola fasst das alles nicht sonderlich an - zumindest nicht nach außen hin. "Wenn man in den letzten sieben Jahren sechsmal Meister wird, könnte es schon sein, dass ein anderes Team mal vor uns steht. Manchester City wird in den nächsten 55 Jahren nicht jedes Jahr die Premier League gewinnen. Wir müssen Dinge verändern und besser werden, um wieder zu gewinnen. Wir müssen unsere Köpfe wieder frei kriegen. Ich mache mir aber keine Sorgen und ich werde erst recht nicht aufgeben", sagte er.
Ganz im Gegenteil. Guardiola verspürt in der größten "Krise" seiner persönlichen Trainerkarriere eine ganz neue Lust. "Ich möchte mich der Herausforderung in dieser Saison stellen - und zwar mehr denn je. Ich mag es, ich liebe es. Ich möchte mehr denn je kämpfen, um meine Spieler wieder auf Top-Niveau zu bringen."
Das sollte ihm verhältnismäßig schnell gelingen. Nach der Länderspielpause geht es gegen Tottenham, Sensationsteam Nottingham Forest und als Bonbon an die Anfield Road zum überlegenen Tabellenführer Liverpool.
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Hürzeler bescheiden: Sieg gegen City gibt "auch nur drei Punkte"

Quelle: Perform


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