Der beispiellose Absturz des FC Chelsea nach der Entlassung von Liam Rosenior: Ein Drama in 1,7 Milliarden Akten

Der FC Chelsea hat sich nach einer beispiellosen Negativ-Serie von Trainer Liam Rosenior getrennt. Fünf Niederlagen ohne ein eigenes geschossenes Tor stellen die historisch schwächste Periode des Vereins aus London seit dem Jahr 1912 dar. Dabei war der amtierende FIFA-Klub-Weltmeister mit hohen Ambitionen in die Saison gestartet - und droht nun vier Spieltage vor dem Ende alles zu verspielen.

Chelsea-Trainer Rosenior gesteht: "Ich habe Fehler gemacht"

Quelle: Perform

Liam Rosenior hatte genug gesehen. Nach der 0:3-Niederlage gegen Brighton and Hove Albion, der fünften Pleite ohne ein eigenes Tor in der Premier League in Folge, ahnte der 41-Jährige sein Schicksal bereits voraus.
"Ich bin wie betäubt vor Wut. Hier muss sich dringend etwas ändern. Von Professionalität war keine Spur", sagte der Coach - und wurde einen Tag später nach nur 105 Tagen im Amt entlassen.
Die Schlagzeilen waren da längst geschrieben: Es war "das Jahr, in dem die Titanic sank", erinnerte die "BBC", in dem Chelsea zuletzt so eine schwarze Serie schrieb.
Untergangsstimmung macht sich nun auch 114 Jahre später an der Stamford Bridge breit: Der Verein, in den seit Jahrzehnten so viel Geld wie in kaum einen anderen Klub auf der Welt investiert wird, droht die Champions-League-Qualifikation zu verpassen und ins Niemandsland der englischen Premier League abzustürzen.
Zur Ausgangslage: Mit 48 Punkten liegen die Blues aktuell auf Platz acht und haben bereits sieben Zähler Rückstand auf den FC Liverpool. Die Reds, die ihrerseits eine durchwachsene Saison spielen, belegen Rang fünf, der zur Teilnahme an der Königsklasse berechtigen würde.

Chelsea investiert Rekordsumme

Dabei hatte das Investorenbündnis BlueCo mit dem US-Amerikaner Todd Boehly an der Spitze vor knapp vier Jahren mit einer klaren Devise übernommen: "Wir wollen die Fans stolz machen", hieß es damals.
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Der FC Chelsea schreibt die schwärzeste Negativ-Serie seit 114 Jahren

Fotocredit: Getty Images

In der Zwischenzeit mussten acht Trainer ihren Posten räumen, 1,7 Milliarden Euro wurden ausgegeben, 120 Neuzugänge und 119 Abgänge generiert. In der Bilanz klafft laut "transfermarkt.de" ein Saldo von 778 Millionen Euro, mehr als bei jedem anderen Fußballverein auf der Welt. Der nun gechasste Trainer Rosenior soll laut dem Portal eine Abfindung in Höhe von 28 Millionen Euro kassieren.
Durch die Investition von Fremdkapital müssen langfristig Einnahmen generiert werden, laut "The Athletic" werden jährlich circa 65 Millionen Euro nur durch die Verzinsung von Krediten fällig.

Chelsea fehlt die sportliche Konstanz

Und doch ist trotz der Rekordausgaben von sportlicher Konstanz keine Spur. In den vier Jahren seit dem Einstieg von BlueCo gewann man zwar die Conference League und die Klub-Weltmeisterschaft, verpasste allerdings auch in drei von vier Spielzeiten die Qualifikation für die Königsklasse.
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Oft allein auf weiter Flur gelassen: Chelseas Ex-Trainer Liam Rosenior

Fotocredit: Getty Images

Das liegt auch an dem unausgegorenen Kader, der in dieser Saison mit einem Altersdurchschnitt von 23,4 Jahren den jüngsten der ganzen Liga darstellt. Launenhafte Stars wie der argentinische Weltmeister Enzo Fernández, der vor wenigen Wochen öffentlich mit einem Wechsel zu Real Madrid kokettierte, vergiften das Klima zusätzlich.
In diesem Jahr droht gar der Super-GAU, sollte man sich nicht einmal für das europäische Geschäft qualifizieren. Die anstehenden Liga-Spiele haben es in sich. Nottingham, Liverpool, Tottenham und Sunderland heißen die restlichen Gegner in der Premier League.

Mourinho und Fàbregas als Rosenior-Nachfolger gehandelt

Dabei wird das sportliche Abschneiden auch bestimmen, wie es nach der Saison bei den Blues weitergeht. Interimsweise hat Calum McFarlane den Trainerposten übernommen, wer danach an der Seitenlinie stehen soll, ist noch offen.
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José Mourinho gewinnt 2015 die Meisterschaft mit Chelsea

Fotocredit: Getty Images

Allerdings kursieren zahlreiche Gerüchte um namhafte Trainer, unter anderem Cesc Fàbregas von Como 1907 - oder José Mourinho.
Der Portugiese trainierte den FC Chelsea bereits von 2004 bis 2007 und von 2013 bis 2015. Aktuell steht der 63-Jährige bei Benfica Lissabon unter Vertrag, wird zudem mit einer Rückkehr zu seinem anderen Ex-Verein Real Madrid in Verbindung gebracht.
Klar ist: Der FC Chelsea ist eine riesige Baustelle - und auf den zukünftigen Trainer wird eine Menge Arbeit zukommen.
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Flick sorgt sich um verletzten Yamal: "Es ist etwas passiert ..."

Quelle: Perform


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