Manchester City hat das Sieger-Gen verloren - die Fassade beim Team von Coach Pep Guardiola bröckelt
Update 11/09/2025 um 09:33 GMT+2 Uhr
Der Saisonbeginn von Manchester City lässt die Fans der Skyblues schon früh an ihrem Team zweifeln. Nach Platz drei in der vergangenen Saison und 13 Punkten Rückstand auf Meister FC Liverpool blies Manchester - einmal mehr - zum Großangriff auf dem Transfermarkt. Doch nach zwei Niederlagen aus den ersten drei Saisonspielen beginnt die blanke Fassade von Pep Guardiola und Co. bereits zu bröckeln.
Tuchel trotz schmalem England-Sieg zufrieden: "Sind auf einem guten Weg"
Quelle: Perform
Es war ein Schlag ins Gesicht von Erling Braut Haaland. Der Norweger zeigte sich nach dem 1:0-Sieg gegen Finnland in der WM-Qualifikation mit einer übel zugerichteten Lippe auf Snapchat.
Der Schuldige? Die Tür des Mannschaftsbusses der norwegischen Nationalmannschaft hatte den Star-Stürmer böse erwischt.
Ein schlechtes Omen oder auch ein Bild mit Symbolcharakter, wenn man es mit Manchester City hält.
Wenngleich der 25-Jährige wenig später schon wieder über sein Missgeschick lachen konnte, bei Manchester City dürfte den Verantwortlichen nach dem verkorksten Saisonstart nicht zum Schmunzeln zumute gewesen sein.
Mit zwei Niederlagen aus drei Liga-Spielen ist die Mannschaft von Pep Guardiola denkbar schlecht in die Saison gestartet. Der Rückstand auf den Rivalen aus Liverpool beträgt zu diesem frühen Zeitpunkt bereits sechs Punkte.
Guardiola ist nicht mehr unantastbar
Und der Trainer selbst? Der weilt während der Länderspielpause nicht etwa in Manchester und brütet über Taktiken oder beobachtet seine Nationalspieler in ihren jeweiligen Auswahlen. Nein, Guardiola jettete mal eben über den Atlantik und schaute sich das Finale der US Open in New York City aus der VIP-Loge an. Anschließend reiste er zurück nach England und tauchte bei einem Golf-Turnier in der Nähe von London auf.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/09/08/image-f152f78c-001a-485c-9389-d28a5f0b676a.jpeg)
Pep Guardiola beim Finale der US Open
Fotocredit: Getty Images
Normalerweise kein Problem, Guardiolas Ansehen in Manchester aber hat gelitten. "Er ist nicht mehr unantastbar", sagt Fußball-Experte Ibrahim Mustapha von Eurosport-Partner TNT Sports in London. "Das vergangene Jahr hat definitiv einige Schwächen aufgezeigt."
Sollte es erneut zu einer titellosen Saison kommen, würden "Fragen aufkommen", so Mustapha. An ein vorzeitiges Ende der Liebesbeziehung zwischen dem Katalanen, der im kommenden Sommer bereits zehn Jahre im Verein wäre, und den Skyblues sei allerdings nicht abzusehen.
City spricht Guardiola langfristig das Vertrauen aus
"Angesichts all seiner Erfolge steht er noch nicht unter großem Druck", so Mustapha über Guardiola. "Sofern es nicht zu einer wirklich katastrophalen Entwicklung kommt, hängt die Entscheidung über seine Zukunft einzig und alleine von ihm selbst ab."
Mitten in eine Schwächephase mit vier Pflichtspielniederlagen in Folge hinein hatte der Verein im vergangenen Jahr die Vertragsverlängerung des Coaches bis 2027 verkündet. Es scheint unwahrscheinlich, dass der frühere Bayern- und Barcelona-Trainer, der City den ersten Champions-League-Triumph überhaupt einbrachte, vorzeitig gehen muss.
Mega-Umbruch läutet Wende bei Manchester City ein
Dennoch kommen in dieser Saison besondere Aufgaben auf den 54-Jährigen zu. Die Abgänge von Torhüter Ederson, Manuel Akanji, Kyle Walker und Ilkay Gündogan (wechselte jüngst zu Galatasaray in die Türkei) haben ihre Spuren hinterlassen.
City hat "auf einen Schlag viel Erfahrung und die Siegermentalität verloren, die natürlich nicht einfach zu ersetzen sind", so Mustapha.
Vor allem aber der Abgang von Kevin De Bruyne zur SSC Neapel schmerzt. Der Belgier, inzwischen 34 Jahre alt, hinterließ im offensiven Mittelfeld eine klaffende Wunde, die Guardiola und die anderen Verantwortlichen bislang nicht zu schließen wussten.
"Es wird auf lange Sicht extrem schwierig sein, einen kreativen Kopf zu finden, der diese Verantwortung übernimmt", glaubt Mustapha.
City muss auf Transfermarkt aktiv werden
Ein weiterer Schwachpunkt: die Defensive. "Die Mannschaft wirkt plötzlich sehr anfällig in der Verteidigung, sodass sie sich dringend um diesen Bereich kümmern sollte. Ein Verein wie City muss sich nach den besten Innenverteidigern umsehen, aber seit einiger Zeit scheint dies ein Bereich zu sein, den sie vernachlässigt haben", gibt Mustapha zu bedenken.
Im Winter muss sich der Klub also wohl oder übel auf dem Transfermarkt umsehen. Bis dahin sollte der Rückstand zum Rivalen aus Liverpool nicht noch weiter anwachsen.
Das könnte Dich auch interessieren: Donnarumma-Vertrag geleaked - bestbezahlter Keeper der Welt
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/08/29/image-1c840e0e-09bd-4be2-90e9-0f22add3ce66-85-2560-1440.jpeg)
Guardiola gibt grünes Licht für Rodri-Einsatz im Nationalteam
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung