Manchester United: Owen Hargreaves mit deutlicher Kritik an Verantwortlichen: "Warum passiert das immer wieder?"

Nach der Entlassung von Rúben Amorim hat Ex-Manchester-United-Star Owen Hargreaves massive Kritik am Verein geäußert. Im Gespräch mit "TNT Sports" zeigte sich Hargreaves vor allem vom Zeitpunkt der Entscheidung überrascht – und nahm die Klubführung in die Pflicht. "United hat nicht überragend gespielt, aber ein Platz unter den Top vier oder fünf war realistisch“, sagte der 44-Jährige.

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Quelle: Perform

Der Kanadier führte weiter aus: "Deshalb überrascht der Zeitpunkt." Amorim hinterlässt die Mannschaft zwar mit der schwächsten Siegesquote eines United-Trainers in der Premier League, dennoch liegt der Klub als Sechster nur drei Punkte hinter den Champions-League-Rängen.
Sportlich wie strukturell sieht Hargreaves Parallelen zu anderen Top-Klubs. "Wenn zu viele Köche in der Küche stehen, gehen die Meinungen auseinander. Kommunikation ist dann entscheidend", erklärte er und verwies auf jüngste Turbulenzen bei Chelsea.
Amorim sei ein "Top-Trainer" und außergewöhnlicher Kommunikator, habe aber möglicherweise "zu viel" geteilt. "Diese Liga und dieser Klub bringen eine andere Erwartungshaltung mit."
Nach der Entlassung übernimmt Darren Fletcher interimsweise den englischen Rekordmeister. Amorim ist bereits der sechste Trainer, der seit dem Rücktritt von Sir Alex Ferguson im Jahr 2013 gehen musste.

Hargreaves betont: "Besitzer müssen Verantwortung übernehmen"

Genau hier setzt Hargreaves’ Kernkritik an: "Warum sind wir schon wieder hier?" Trotz prominenter Namen wie Louis van Gaal, David Moyes, Jose Mourinho, Ole Gunnar Solskjaer und zuletzt Erik ten Hag habe sich kein nachhaltiger Erfolg eingestellt. "Die Besitzer müssen ebenfalls Verantwortung übernehmen", so Hargreaves.
Auch der Umgang mit Top-Stars belastete Amorims Amtszeit. Marcus Rashford wurde zunächst an Aston Villa verliehen und spielt aktuell auf Leihbasis beim FC Barcelona. Eigengewächs Kobbie Mainoo kam nur unregelmäßig zum Einsatz. Hargreaves hofft nun auf eine Rückkehr Rashfords: "Ich hoffe, dass Marcus zurückkommt, denn er ist ein besonderer Spieler." Zudem sollten "junge Profis nicht zu früh die gesamte Last tragen müssen".
Unterm Strich bleibt für den früheren Mittelfeldspieler die entscheidende Frage offen: "United kann jeden Trainer holen. Aber erst, wenn der Klub versteht, warum diese Probleme immer wieder auftreten – bei Transfers, Strukturen und Zuständigkeiten –, kann die nächste Entscheidung wirklich die richtige sein."
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Quelle: Perform


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