FC Liverpool: Florian Wirtz will auf die Lieblingsposition - Andoni Iraola soll Reds zurück in Erfolgsspur bringen

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Im Sommer 2025 wollte der FC Liverpool als amtierender Meister mit astronomischen Rekordausgaben den Status quo halten - und stürzte in der Premier League krachend auf Platz fünf ab. Ein Gesicht davon: Florian Wirtz. Der deutsche Nationalspieler blieb die ganze Saison hinter seinen Erwartungen zurück. Mit dem neuen Trainer Andoni Iraola hofft der Ex-Leverkusener auf die Rückkehr zu alter Stärke.

Zurück auf die Zehn? Wirtz bestätigt Gespräche mit Iraola

Quelle: Perform

"Ich spiele jetzt seit einem Jahr in England. Ich habe schon oft gesagt, dass dort ein anderer Fußball gespielt wird als in Deutschland. Ich habe mich an die Spiele und die Gegner gewöhnt. Ich weiß jetzt einfach, wie es läuft", sagte Wirtz nach einer Testspiel-Niederlage der Reds gegen AS Monaco (2:3).
Wirtz war in der vergangenen Saison nicht der einzige Neuzugang, der sich in Liverpool schwer tat. Er, Hugo Ekitiké und Alexander Isak kamen zusammen auf 19 Tore in der Premier League - zu wenig für insgesamt 460 Millionen Euro Ablöse, auch wenn bei den beiden Letztgenannten Verletzungen eine große Rolle spielten.
Der Deutsche hofft unter dem neuen Übungsleiter, fest auf seiner Lieblingsposition im Mittelfeld eingesetzt zu werden. Unter Arne Slot war es häufiger auch mal der linke Flügel. Von der "10" aus traf er in den ersten beiden Testspielen sowohl gegen Leeds (2:4) als auch gegen Monaco.
Wirtz suchte das Gespräch mit Iraola: "Natürlich haben wir darüber gesprochen", sagte der 23-Jährige. "Ich denke, es ist wichtig zu wissen, auf welcher Position man spielen wird. Die Zehner-Position ist meine Lieblingsposition und vielleicht auch meine beste - mal sehen, wie sich das entwickelt."

Liverpool: Das ist neu

Liverpool investierte nach dem Rekordsommer 2025 diesmal deutlich weniger in Neuzugänge. Die Verbesserungen in der Tabelle sollen vor allem durch Steigerungen der im Kader befindlichen Spieler erfolgen - und Iraola soll das Maximum aus Wirtz und Co. herausholen.
Die wichtigste Veränderung fand entsprechend auf der Trainerbank statt. Slot konnte an den Erfolg aus der Meistersaison nicht anknüpfen, der Nachfolger von Jürgen Klopp musste nach zwei Jahren gehen.
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Florian Wirtz geht in seine zweite Saison beim FC Liverpool

Fotocredit: Getty Images

Für Iraola ist es die erste Station bei einem europäischen Topklub. Den AFC Bournemouth führte er in den vergangenen drei Jahren aber stetig weiter nach oben in der Premier League - bis auf Platz sechs in der Vorsaison.
Nur drei Neuzugänge hat der Spanier bisher zur Verfügung: Mit Jérémy Jacquet (für 69 Millionen Euro von Stade Rennes) und Ronald Araujo (per Leihe vom FC Barcelona) kamen zwei Innenverteidiger, Victor Muñoz wurde für 40 Millionen vom CA Osasuna losgeeist und soll die Flügelpositionen verstärken.

Liverpool: Das Fragezeichen

Diese Position ist auch das große Fragezeichen bei den Reds. Die Ära Mo Salah ist an der Anfield Road nach zehn Jahren zu Ende. Der Ägypter wechselte ablösefrei zu Trabzonspor in die Türkei.
Wer soll sein Erbe antreten? Wirtz und Dominik Szoboszlai haben ihre Stärken im Zentrum, Ekitiké ist ebenfalls eher Mittelstürmer und befindet sich in der Reha nach seinem Achillessehnenriss. Um Cody Gakpo gibt es noch Gerüchte um einen möglichen Abgang in Richtung Tottenham Hotspur.
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Wirtz bereit für zweite Liverpool-Saison: "Weiß, was mich erwartet"

Quelle: Perform

Blieben Neuzugang Muñoz, Teenager-Hoffnungsträger Rio Ngumoha und Federico Chiesa, der in zwei Jahren bei Liverpool noch nicht wirklich Fuß fasste. Gegen Monaco half U21-Spieler Lewis Koumas auf der Salah-Position aus.
Die Gerüchte um Bradley Barcola von Paris Saint-Germain kommen daher nicht von ungefähr. Die Flügelposition war in den vergangenen Jahren mit Salah oder Luis Díaz und Co. eine große Stärke der Reds - jetzt ist sie ein Fragezeichen.

Liverpool: Die neue Hoffnung

Befindet sich die neue Hoffnung schon im Kader? Diese Frage muss man sich angesichts der wenigen Neuzugänge stellen. Die Antwort lautet daher wohl Jérémy Jacquet.
Sein Transfer für diesen Sommer von Rennes wurde schon im Winter eingetütet, der 21-Jährige soll in der Abwehrkette in der Mitte neben Virgil van Dijk Ibrahima Konaté ersetzen. Der wanderte ablösefrei zu Real Madrid ab.
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Jérémy Jacquet ist der Rekordtransfer des FC Liverpool in diesem Sommer

Fotocredit: Getty Images

Im Rennen um Jacquet stach Liverpool zahlreiche andere europäische Schwergewichte aus, der Franzose soll die nächste Generation der Reds-Abwehr im Griff haben. Die zweite Hälfte der vergangenen Saison verpasste er aber aufgrund einer Schulterverletzung. Wenn er sein Talent entfalten kann, sollte die Defensive mit ihm und van Dijk stabil stehen.
Araujo ist der dritte Innenverteidiger - aber nur von Barcelona ausgeliehen, wohl weil man in Liverpool an Jacquet glaubt.

Liverpool: Hier ist noch Bedarf

Um das Fragezeichen in ein Ausrufezeichen zu verwandeln, wäre Verstärkung auf den Flügelpositionen unerlässlich. Für Muñoz dürften Salahs Fußstapfen wohl erst einmal etwas zu groß sein, mit Barcola könnte noch ein Champions-League-Sieger zum Team stoßen.
Und wie sieht es hinter Isak in der Sturmspitze aus? Ekitiké wird noch bis zur Rückrunde ausfallen, ein weiterer Mittelstürmer findet sich im Kader nicht. Nachdem man im vergangenen Sommer viel Geld in die Offensive gesteckt hatte, war nun vor allem die Defensive dran.
Dadurch entstehen vorne ein paar Lücken, die bislang noch nicht gefüllt wurden. Auf den anderen Positionen findet sich dagegen reichlich Weltklasse - wenn die Spieler ihr Potenzial abrufen.

Liverpool: Das kommt auf Andoni Iraiola zu

Iraiola muss den Stars in Liverpool ihr Selbstvertrauen zurückbringen - und dafür sorgen, dass auf einen starken Start auch eine passable Schlussphase folgt. In beiden Testspielen gegen Leeds und Monaco verspielte man eine 2:0-Führung.
Der Spanier sagte nach dem Monaco-Spiel, dass seine Mannschaft in Sachen Fitness noch "Arbeit vor sich" habe. Zudem muss der 44-Jährige beweisen, dass er auch mit dem Anspruch einer Topmannschaft umgehen kann.
Bei seinen bisherigen Teams waren einstellige Tabellenplätze ein riesiger Erfolg. An der Anfield Road wird er in Titeln gemessen werden - und an seinem Umgang mit den Superstars.
Sein "Versprechen", Wirtz auf die Zehn zu stellen, dürfte den Deutschen glücklich machen - Szoboszlai dürfte ähnliche Wünsche hegen. Der teilte sich mit Ryan Gravenberch zuletzt die Position dahinter. Frühe Erfolge könnten Wunder bewirken im Hinblick auf das Verhältnis zu Wirtz, Isak und Co.
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Diomande: "Wenn Real Madrid anruft ..."

Quelle: Perform


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