Leon Goretzka steht vor Wechsel zu Aston Villa - der Premier-League-Klub geht in unruhigem Fahrwasser in neue Saison

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Leon Goretzka hat nach seinem Vertragsende beim FC Bayern München einen neuen Verein gefunden. Der 31-Jährige steht vor einem Wechsel zu Aston Villa. Der amtierende Europa-League-Sieger startet allerdings mit vielen Fragezeichen in die neue Saison. Der Auftakt gegen Brighton & Hove Albion ging mit 0:4 krachend daneben. Goretzka steht vor einem unruhigen Neustart in der Premier League.

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Quelle: SNTV

Der Klub aus Birmingham steht nach einer der erfolgreichsten Saisons der jüngeren Vereinsgeschichte vor einer grundlegenden Zäsur. Mit Morgan Rogers, Ezri Konsa, Youri Tielemans und Lucas Digne sind vier Säulen der Mannschaft im Sommer bereits gewechselt. Es könnten noch weitere folgen, darunter Torhüter Emiliano Martínez und Ollie Watkins.
"Die Frage müssen sie ihm stellen", sagte Trainer Unai Emery mit Blick auf einen möglichen Wechsel von Watkins, der mit Klubs aus Saudi-Arabien in Verbindung gebracht wird. "Ich kann darauf nur mit meinem Schweigen antworten."
Der Spanier wirkte angefressen, wohl auch wegen der herben Pleite zum Saisonauftakt, bei der sich sein Team über weite Strecken desolat präsentierte. Auf der Doppel-Sechs agierten Boubacar Kamara und Neuzugang Joao Gomez, der einen besonders schwarzen Tag erwischte. Sein Fehler führte zum 0:4, später sah er wegen Nachtritts noch Gelb-Rot.
Goretzka könnte Aston Villa im zentralen Mittelfeld durchaus helfen. Dort soll eigentlich auch Amadou Onana spielen, der sich aber bei der WM einen Kreuzbandriss zuzog. Interessanterweise versuchte es der Klub im Sommer zunächst bei Joao Palhinha als Ersatz. Der Portugiese ist bei den Bayern aussortiert und soll unbedingt fest abgegeben werden. Da Villa allerdings nur eine Leihe anstrebte, platzte der Deal – und der Weg wurde ausgerechnet für Ex-Bayern-Spieler Goretzka frei.
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Unai Emery musste sich zum Saisonauftakt von Aston Villa öfter ärgern

Fotocredit: Getty Images

Namhafte Abgänge und zahlreiche Verletzte

Dass sich die Villans bei Ablösesummen so zieren, hängt auch mit den Sanktionen wegen Verstößen gegen die Kaderkostenregel der UEFA zusammen. Zweimal wurde der Klub bereits bestraft und zur Kasse gebeten. Das Ergebnis: Es müssen dringend Spieler verkauft werden.
Zum aktuellen Zeitpunkt steht ein Transferplus von gut 130 Millionen Euro zu Buche. Dies ist vor allem dem Abgang von Morgan Rogers für 138 Millionen Euro zum FC Chelsea zu verdanken. Und es geht auf Kosten der Kaderqualität. Verpflichtet wurden Johan Manzambi vom Europa-League-Finalgegner SC Freiburg für 60 Millionen Euro und Gomes für 40 Millionen Euro von Wolverhampton. Dazu legte man 30 Millionen Euro für Parma-Keeper Zion Suzuki hin – ein Hinweis auf einen möglichen Abgang von Führungsspieler Martínez.
Manzambi plagen Knieprobleme, auch Shootingstar Brian Madjo muss erst einmal pausieren. Der 17-jährige Mittelstürmer ist die große Hoffnung bei Aston Villa – als Torjäger in der aktuellen Saison und wohl auch für einen lukrativen Verkauf in der Zukunft.
"Dieses Problem hatten wir jede Saison, und jede Saison haben wir es gemeistert", sagte Emery mit Blick auf die vielen Baustellen im Kader. "Das ist etwas, das wir akzeptieren müssen, und wir haben immer darauf reagiert, vor allem die Spieler. Das ist jedes Jahr eine Herausforderung für uns, aber wir bleiben gelassen."

Goretzka füllt eine Lücke von vielen

Das Positive für Goretzka ist, dass er fürs Erste keine allzu große Konkurrenz im zentralen Mittelfeld vorfinden dürfte. Der deutsche Nationalspieler soll laut "Sky" ein absoluter Wunschspieler von Emery gewesen sein.
Seinen Wunsch-Kader hat der Spanier aber wohl noch nicht zusammen – und das, obwohl die Saison bereits läuft. Am Wochenende wartet Meister Arsenal auf Aston Villa. Für Goretzkas neues Team könnte sich damit ein ordentlicher Fehlstart anbahnen. Und es bleibt nur noch eine Woche, um die zahlreichen Lücken im Kader zu schließen. Alle kann der Ex-Bayern-Spieler nicht füllen.
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Quelle: Perform


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