Primera Division - Kader-Check Atlético Madrid: Der fleißigste Klub Europas
Atlético Madrid gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Klubs im europäischen Fußball. Zwei Champions-League-Finals, der spanische Meister- und Pokaltitel sowie drei Europa-League-Titen in den vergangenen acht Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Zufriedenheit stellt sich bei Team und Trainer Diego Simeone dennoch nicht ein. Der ganz große Wurf soll her. Eurosport.de macht den Kader-Check.
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Bisherige Zugänge:
Thomas Lemar (AS Monaco, 70 Millionen Euro), Rodri (FC Villarreal, 20 Millionen Euro), Jonny Castro (Celta Vigo, 7 Millionen Euro), Antonio Adán (Betis Sevilla, 1 Millionen Euro), Gelson Martins (Sporting Lissabon, ablösefrei), Emiliano Velázquez (Rayo Vallecano, Leih-Ende), Pierre Kunde (FC Granada, Leih-Ende), Luciano Vietto (FC Valencia, Leih-Ende), Diogo Jota (Wolverhampton, Leih-Ende), André Moriera (CF Belenenses, Leih-Ende), Bernard Mensah (Kasimpasa, Leih-Ende).
Bisherige Abgänge:
Kévin Gameiro (FC Valencia, 16 Millionen Euro), Diogo Jota (Wolverhampton, 14 Millionen Euro), Pierre Kunde (FSV Mainz 05, 7,5 Millionen Euro), Emiliano Velázquez (Rayo Vallecano, 1 Millionen Euro), Gabi (Al Sadd, ablösefrei), Fernando Torres (Sagan Tosu, ablösefrei), Bernard Mensah (Kayserispor, Leihe), Axel Werner (SD Huesca, Leihe), Jonny Castro (Wolverhampton, Leihe).
Was Atlético noch braucht:
Atlético Madrid ist seit Jahren eine Konstante im internationalen Spitzenfußball. Zwei Champions-League-Finals in den vergangenen fünf Spielzeiten, dazu der dritte Europa-League-Sieg in der vergangenen Saison. In der spanischen Liga werden die "Rojiblancos" fast schon in einem Atemzug mit Real Madrid und FC Barcelona genannt. Zufriedenheit stellt sich bei Erfolgstrainer Diego Simeone dennoch nicht ein. Unmittelbar nach dem Triumph im Europa-League-Finale im Mai gegen Olympique Marseille sagte der Argentinier:
Den Ankündigungen des Trainers ließen die Verantwortlichen im Klub Taten folgen. Atlético gehört bisher zu den aktivsten Teams auf dem Transfermarkt in der aktuellen Wechselperiode. Mit Thomas Lemar und Gelson Martins angelten sich die Madrider zwei der begehrtesten Flügelspieler des Sommers.
In der Offensive ist Atlético bestens ausgestattet. Antoine Griezmann, Diego Costa, Ángel Correa, Vitolo, Martins und Lemar - das kann sich wirklich sehen lassen. Der 31-Jährige Mittelstürmer Gameiro hat aufgrund der gewaltigen Konkurrenzsituation bereits das Weite gesucht und sich dem FC Valencia angeschlossen.
Wesentlich dünner sieht es in der Zentrale aus. Mit Thomas, Rodri, Koke und Saúl Níguez stehen nur vier nominelle Mittelfeldspieler im Kader. Es wird also dringend noch Verstärkung im zentralen und defensiven Mittelfeld benötigt. Zudem täte dem Ensemble auch ein weiterer Innenverteidiger gut. Abwehrchef Diego Godín ist immerhin schon 32 Jahre alt, Unterstützung erhält er "nur" von Stefan Savic und José Giménez.
Welche Spieler sind im Gespräch?
Schaut man in die Gerüchteküche rund um den Verein, stellt man mit Erstaunen fest, dass weiterhin vornehmlich nach Stürmer Ausschau gehalten wird. Arturo Vidal, der in der vergangenen Woche seinen Wechsel zum FC Barcelona bekanntmachte, stand als einziger potentieller Topspieler im Mittelfeld auf der Liste von Trainer Diego Simeone. Es ist aber hochwahrscheinlich, dass die "Rojiblancos" in der Zentrale noch einmal nachbessern. Noch ist Zeit bis zum 31. August.
Im Sturmzentrum bahnen sich einige weitere Transfers an. Wie "Calciomercato" berichtet, hat Atlético dem AC Florenz bereits 40 Millionen Euro für die Dienste von Giovanni Simeone geboten. Der Mittelstürmer ist der Sohn von Trainer Diego Simeone, sei für die Fiorentina aber unverkäuflich. Über den Wunsch des 23-Jährigen Spielers selber ist bislang nichts bekannt.
Klappt es mit Simeone Junior nicht, könnte auch Michy Batshuayi als Verstärkung für das Sturmzentrum kommen. Der Belgier steht derzeit beim FC Chelsea unter Vertrag, ist in London aber nicht erste Wahl und war deshalb schon in der vergangenen Rückrunde an Borussia Dortmund ausgeliehen. Die spanische Sportzeitung "Marca" berichtet vom Interesse Atléticos am WM-Dritten.
Eurosport-Meinung:
Was Atlético in diesem Sommer bereits bewegt hat, ist aller Ehren wert. Bereits in den vergangenen Jahren bewies der vermeintliche Underdog in Liga und internationalen Pokalwettbewerben, dass sie jederzeit für einen Titel gut sind. Daran ändert sich auch in der kommenden Spielzeit nichts. Die Mannschaft wurde gezielt verstärkt und gleichzeitig verjüngt. Zudem konnte man Schlüsselspieler Griezmann halten. Bauchschmerzen bereitet einzig und allein das dünne Mittelfeld, in dem es an defensiven Stabilisatoren fehlt. Wird hier noch nachgebessert, wovon auszugehen ist, kann sich die Konkurrenz warm anziehen.
Nicht nur wegen des Wechsels von Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin und der damit verbundenen Neuausrichtung der Real-Offensive: Atlético ist in 2018/19 auch der Titel in LaLiga zuzutrauen. Auch wenn Erzrivale Real und der FC Barcelona weiterhin die Topfavoriten bleiben.
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