Zweitliga-Relegation: Kein Sieger in hitzigem Hinspiel zwischen Kaiserslautern und Dynamo Dresden

Dynamo Dresden hat dem Betzenberg getrotzt und den Grundstein für den Verleib in der 2. Fußball-Bundesliga gelegt. Der Zweitliga-Drittletzte holte ein 0:0 im verbissen geführten Relegations-Hinspiel beim Drittliga-Dritten 1. FC Kaiserslautern. Damit hat sich Dynamo in der von der Polizei als "Hochrisikospiel" eingestuften Partie eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Dienstag erarbeitet.

1. FC Kaiserslautern gegen Dynamo Dresden

Fotocredit: Getty Images

Beim 1. FC Kaiserlautern stand erstmals Dirk Schuster als Cheftrainer an der Seitenlinie. Der 54-Jährige folgte auf Marco Antwerpen, der nach drei Liga-Niederlagen in Folge und dem Abrutschen auf Rang drei entlassen wurde. Die extrem formschwachen Dresdner reisten ohne Pflichtspielsieg in diesem Kalenderjahr an.
Der FCK hatte in der Anfangsviertelstunde mehr Zug zum Tor, schaffte es in dieser Zeit aber nur selten, die letzte Linie zu überspielen, um so aus aussichtsreichen Positionen abzuschließen.
Nach 25 Minuten nahm die Anzahl der Torchancen deutlich zu. Kaiserslautern erhöhte den Druck nach vorne und erarbeitete sich ein dickes Chancenplus, zwingende Möglichkeiten waren aber kaum dabei.
Von Dynamo kam offensiv wenig. Der Zweitligist hatte seine beste Chance wenige Minuten vor der Pause, als Christoph Daferner bei einem Konter aus der zweiten Reihe über das Tor zielte (42).
Die 46.179 Zuschauer und Zuschauerinnen sahen im zweiten Durchgang ein recht zähes Spiel. An die durchaus von Offensivspiel geprägten letzten 20 Minuten vor der Pause konnte nicht angeknüpft werden. Einmal entstand allerdings Torgefahr, als Daferner in der 56. Minute per Kopfball an Matheo Raab scheiterte.
Dresden verbesserte seine Arbeit gegen den Ball und ließ nicht mehr viel zu. Im Spiel nach vorne trat der Zweitligist aber weiterhin kaum in Erscheinung. Ebenso wie Lautern, das nach dem Seitenwechsel keine Mittel mehr fand, um zwingend zum Abschluss zu kommen.
Es blieb beim 0:0, das für ordentlich Spannung im Rückspiel am Dienstag (20:30 Uhr im Liveticker) sorgt.

Die Stimmen zum Spiel:

Terrence Boyd (1. FC Kaiserlautern): "Ich hatte das Gefühl, dass wir gewinnen werden. Schade, dass es nicht geklappt hat. Respekt an die Fans und das Team."
Thomas Hengen (Geschäftsführer 1. FC Kaiserslautern): "Die Leistung war absolut in Ordnung - von der ersten bis zur letzten Minute. Wir haben das Herz auf dem Platz gelassen. Auf der Leistung kann man aufbauen."
Chris Löwe (Dynamo Dresden): "Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit im Vorwärtsgang zu viele leichte Fehler gemacht, aber wir haben es leidenschaftlich verteidigt und den Punkt verdient mitgenommen."

Der Tweet zum Spiel:

Beeindruckende Kulisse auf dem Betzenberg.

Das fiel auf: Dynamo auch gegen unterklassigen Verein offensivschwach

Dresden stellte in der regulären Zweitliga-Saison die drittschwächste Offensive. Die SGD traf in 34 Spielen lediglich 33 Mal. Weniger Tore schossen lediglich die Absteiger aus Aue (32) und Ingolstadt (30). Auch gegen Drittligist FCK brachten die Sachsen in der Offensive nur wenig zustande. In der ersten Halbzeit kamen sie nur zweimal zum Abschluss und verfehlten das Ziel dabei jeweils. Nach dem Seitenwechsel kam Dynamo nur noch ein weiteres Mal zum Abschluss, dabei wurde es aber zumindest einmal gefährlich für die Roten Teufel.

Die Statistik: 11

Guerino Capretti bekleidet seit Anfang März dieses Jahres das Cheftraineramt bei der SGD. Seit er diesen Posten übernahm, schaffte es seine Mannschaft noch nicht, einen Dreier einzufahren. Mit dem elften sieglosen Pflichtspiel (vier Pleiten, sieben Remis) stellte der ehemalige Verl-Coach den Negativ-Rekord von Ralf Minge ein, der nach Jobübernahme als Dresdner Übungsleiter ebenfalls mit elf Partien ohne Sieg startete.
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Quelle: Perform

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