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Olympia 2016: Deutsche Frauen gegen Australien vor dem ersten Etappenziel
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Publiziert 05/08/2016 um 11:04 GMT+2 Uhr
Die deutschen Fußballerinnen können mit einem Sieg im zweiten Spiel am Samstag (18.00 Uhr OZ/23.00 Uhr MESZ) gegen Australien den vorzeitigen Sprung ins Viertelfinale perfekt machen und das erste Etappenziel der Mission Olympia-Gold abhaken. "Wir wollen gewinnen, damit wir entspannter ins dritte Spiel gehen können, denn Kanada ist auch richtig stark", sagte Melanie Behringer dem SID.
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Fotocredit: Eurosport
Nach dem Schock über die Verletzung von Simone Laudehr (Außenbandriss im Sprunggelenk) und dem 6:1 zum Auftakt gegen das extrem ruppige Team aus Simbabwe verordnete Bundestrainerin Silvia Neid ihren Schützlingen ein Schonprogramm mit viel Regeneration. Nur am Freitagabend wurde auf dem Platz trainiert.
Beim Ausflug in einen zentral in Sao Paulo gelegenen Park kämpften die Spielerinnen in vier Gruppen aufgeteilt um Punkte in vier Kategorien: Geschicklichkeitsspiele, Quiz, Seilspringen und Pantomime. Auch Laudehr begleitete ihr Team auf Krücken - ob die Leistungsträgerin bei diesen Sommerspielen noch einmal zum Einsatz kommen wird, sollen die nächsten Tage zeigen.
Die Matildas aus Australien, die Nummer fünf der Welt, bilden für den Tabellenführer der Gruppe F die erste echte Standortbestimmung auf dem Weg zum ersehnten ersten Olympiasieg. Neid warnt:
Die ambitionierten Australierinnen stehen nach dem 0:2-Fehlstart gegen Kanada zudem unter Druck. Trotz 70-minütiger Überzahl fand das Team aus Down Under kein Mittel gegen die gut organisierten Kanadierinnen. Der Olympia-Dritte ist am Dienstag (16.00 Uhr OZ/21.00 Uhr MESZ) in der Hauptstadt Brasilia letzter deutscher Vorrundengegner.
Fokus nur auf Gold
Schlafmützigkeit wie beim Gegentor gegen Simbabwe darf sich Deutschland gegen die gefährlichen Angreiferinnen der Matildas nicht erlauben. "Die haben richtig schnelle Spielerinnen und können sehr gut kontern", weiß auch Behringer, die es im Mittelfeld wohl mit zwei aus der Bundesliga bekannten Gesichtern zu tun bekommt: Elise Kellond-Knight von Turbine Potsdam und Emily van Egmond, die vergangene Saison beim 1. FFC Frankfurt spielte, können ihr Team mit Insiderwissen über viele deutsche Spielerinnen versorgen.
Die Zuversicht im deutschen Lager ist trotz des herben Rückschlags durch die Verletzung der 99-maligen Nationalspielerin Laudehr ungebrochen. "Wir wollen die Goldmedaille holen. Wir hatten eine hervorragende Vorbereitung, besser geht es eigentlich nicht. Wir haben alles dafür getan, dass wir es schaffen können", sagte Behringer, die als Standardspezialistin zwei Treffer gegen Simbabwe beisteuerte.
Irritieren lassen will sich die DFB-Auswahl auch nicht vom Verhalten der Fans. Gegen Simbabwe waren die Europameisterinnen in der Corinthians Arena immer wieder ausgepfiffen worden - vermutlich noch Spätfolgen des 7:1 der deutschen Männer im WM-Halbfinale 2014 gegen den Gastgeber. "Ich weiß nicht, was das sollte", sagte Behringer achselzuckend: "Aber das wird uns nichts ausmachen."
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