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Robin Dutt im Porträt
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Publiziert 25/07/2012 um 12:59 GMT+2 Uhr
Es waren etliche Namen im Gespräch - doch der DFB hat sich für einen Kandidaten als Sportdirektor entschieden, den niemand richtig auf der Rechnung hatte: Robin Dutt wird Sammer-Nachfolger.
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"Der Anspruch kann nur sein, nach oben zu denken." Ein klares Wort von Robin Dutt, als er sich 2011 entschloss, die in aller Regel recht heile Welt des SC Freiburg hinter sich zu lassen. Stattdessen ging er bei Bayer Leverkusen das Wagnis ein, den "großen" Jupp Heynckes zu beerben.
Wie es endete, ist hinreichend bekannt: Am 1. April musste der in Köln geborene Fußballlehrer seinen Hut nehmen.
Es hatte nicht funktioniert zwischen dem schwäbelnden Dutt und Bayer, obwohl Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler beim Einstand des Neuen noch geschwärmt hatte, dass er an dem heute 47-Jährigen die "aggressiven Signale" schätze. Den großen Erfolg zu haben - das blieb dem bei den Leverkusener Fans nicht unbedingt Beliebten verwehrt.
Dutt indes reagierte überaus menschlich und verabschiedete sich bei der Vorstellung seiner Nachfolger Sascha Lewandowski und Sami Hyypiä wie ein Gentleman. Er sei nicht durch die Vordertür reingekommen und wolle nicht durch die Hintertür rausgehen. Er sei mit sich im Reinen und dankbar, dass er in Leverkusen Chefcoach sein durfte.
Beste Voraussetzungen
Als Fußballer begann Dutt seine Karriere bei der SpVgg Hirschlanden, ein Verein in der Nähe von Stuttgart. Höher hinaus ging es mit ihm, der 2005 den Fußballlehrer-Lehrgang des DFB als Bester abschloss, aber erst im Trainerbereich und bei den Stuttgarter Kickers, die ihn zur Saison 2007/2008 nach Freiburg ziehen lassen mussten. Mit den Breisgauern stieg der Nachfolger von Volker Finke 2009 in die Bundesliga auf.
Er leistete überaus solide und gute Arbeit, hielt den SC in der Eliteklasse. Dann folgte er dem Ruf gen Leverkusen, wo er anfangs spröde und ab und zu auch mal ein wenig oberlehrerhaft wirkte. Doch er zeigte sich lernwillig, passte sich den medial anders als in Freiburg gelagerten Erfordernissen an. Nach seinem vorzeitigen Abgang indes bleibt ein "größter Erfolg" in seiner Vita stehen: der Aufstieg mit Freiburg.
Nun geht Dutt in der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise eine neue Herausforderung an. Nachfolger von Matthias Sammer zu werden - das könnte ihm liegen, weil er im Fußball von unten bis oben viel erlebt hat, die Jugendbereiche ebenso gut kennt wie alles andere. Und weil er sich seinen Aufgaben stets akribisch und voller Zuneigung widmet. Das sollten beste Voraussetzungen sein.
TV-Tipp:
Die Bundesliga im Fernen Osten: Der FC Bayern München im Testspiel gegen den VfL Wolfsburg. Am 26. Juli um 14 Uhr aus dem Tianhe Stadium im chinesischen Guangzhou. LIVE auf Eurosport 2 und im Eurosport Player.
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