Rassismus-Skandal: Ermittlungen gegen Politiker

Nach den Beleidigungen gegen Kevin-Prince Boateng und andere dunkelhäutige Spieler des 18-maligen italienischen Fußball-Meisters AC Mailand ermittelt die Polizei von Varese auch gegen einen Lokalpolitiker. Der anhand von Videoaufnahmen identifizierte 22 Jahre alte Student ist Stadtrat im lombardischen Busto Arsizio und dort für Sportfragen und Jugendpolitik zuständig.

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Er zählt zu den insgesamt sechs Fans des Viertligisten Pro Patria, gegen die in Zusammenhang mit den rassistischen Beleidigungen Ermittlungen laufen. Wie den anderen Tätern droht dem Politiker unter anderem eine fünfjährige Stadionsperre.
Der Präsident des italienischen Fußballverbandes FIGC, Giancarlo Abete, forderte eine generelle fünfjährige Stadionsperre gegen Fans, die an rassistischen Vorfällen beteiligt sind. "Diese Hooligans sind in den Stadien mit der neuen Techik leicht zu identifizieren. Wir müssen sie aus unseren Arenen verjagen", sagte Abete.
Vor und während des Testspiels beim Viertligisten Pro Patria hatten Fans des Viertligisten Boateng und weitere dunkelhäutige Milan-Spieler mit Affen-Lauten beleidigt. Daraufhin unterbrach Boateng in der 26. Minute das Spiel, schoss den Ball in Richtung der Zuschauer und verließ den Platz. Seine Teamkollegen folgten Boateng, das Spiel wurde abgebrochen.
Video: Boateng wird rassistisch beleidigt
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