SSC Neapel: Kevin De Bruyne feiert Sternstunde beim Debüt für Napoli - Superstar glänzt mit Scott McTominay und Co.
Publiziert 26/08/2025 um 12:24 GMT+2 Uhr
Die SSC Napoli hat zum Saisonstart einen Auftakt nach Maß hingelegt. Am 1. Spieltag der Serie A setzte sich der amtierende Meister mit 2:0 (1:0) gegen Sassuolo durch und feierte neben den drei Punkten auch die Sternstunde seines neuen Superstars. Ein Freistoßtor und traumhafte Spielzüge ließen Kevin De Bruyne prompt zum Helden aufsteigen - und zum letzten Puzzleteil der Fantastischen Vier.
Neapel steht Kopf! De Bruyne frenetisch empfangen
Quelle: Perform
Gerade 20 Sekunden war das Auftaktspiel im Mapei Stadium gegen Aufsteiger Sassuolo (2:0) alt, als sich Kevin De Bruyne erstmals in einem Pflichtspiel in Aktion zeigte. An der Strafraumkante entschied sich der belgische Superstar für einen Volleyschuss, die Kugel landete irgendwo auf der Tribüne.
Es sollte der einzige ernüchternde Moment an jenem Samstagabend bleiben.
Einst in Manchester noch in den Farben getrennt, verlieh der 34-Jährige gemeinsam mit Scott McTominay dem amtierenden Meister in der Offensive Flügel. Und das ganz ohne Schnickschnack.
Wenige Ballberührungen, Ruhe, Einfachheit und ein Tor aus der Kategorie "Kühnheit und Glück" ließen De Bruyne in Neapel kurzerhand zum neuen Helden aufsteigen.
De Bruyne und der ungekrönte Zauberpass
"Kevin braucht keine Hilfe - die brauche eher ich von ihm", meinte McTominay im Anschluss an den verdienten Sieg. "Er ist gerade erst angekommen und es fühlt sich so an, als wäre er bereits seit fünf Jahren hier."
Ein De Bruyne ist nun mal losgelöst von Raum und Zeit. Und kann diese bei Bedarf auch einfach anhalten.
Als Stürmer Lorenzo Lucca bei einer Ecke in der 12. Minute für seinen neuen Mitspieler in den Rückraum ablegte, hatte dieser die Lücke zwischen Doig und Berardi längst ausgemacht. Keine Annahme, sondern nur ein einziger Kontakt - und Amir Rrahmani stand mutterseelenallein vor Torhüter Turati. Ein Pass, wie ihn nur wenige auf dieser Welt spielen, ja sogar sehen können.
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Kevin De Bruyne soll die erfolgreiche Zeit bei der SSC Neapel forführen
Fotocredit: Getty Images
Den misslungenen Abschluss hatte De Bruyne nicht zu verantworten, sein Genie war aber bereits nach nicht einmal einer Viertelstunde zu seiner Entfaltung gekommen.
Der Neuzugang ist wie ein guter Wein, De Bruyne reift mit den Jahren und wird immer wertvoller - doch mit solchen Floskeln hält sich der Triple-Sieger von 2023 nicht auf. "Ich denke, ich bin mehr oder weniger derselbe wie vor zehn Jahren. Als junger Mensch ist man vielleicht dynamischer, jetzt habe ich mehr Erfahrung", sagte er gegenüber dem "Corriere della Sera".
Am Ende gehe es für ihn nur darum, "meine Arbeit so gut wie möglich zu machen und dabei Spaß zu haben", unterstrich der Offensivstar, der für Manchester City in 422 Pflichtspielen 108 Tore und 177 Vorlagen sammelte.
Conte wird für De Bruyne zum Meisterschneider
In Minute 57 gab De Bruyne schließlich einen Vorgeschmack auf den von ihm erwähnten Spaß. Von der linken Seitenlinie hob er den Ball gefühlvoll über alle hinweg und traf ins rechte Eck.
Kühnheit und Klasse wurden belohnt - denn das Tor war mit Sicherheit auch der geistigen Abwesenheit von Freund und Feind im Strafraum zu verdanken. Der Kunstschuss unterstrich aber eine Qualität bei Standardsituationen, welche Napoli in den vergangenen Jahren vermissen ließ.
Trotz aller Qualitäten ist der Wechsel nach Italien selbst für einen Spieler vom Format eines De Bruyne kein Spaziergang. Immerhin muss sich der sechsmalige Meister aus England in eine Mannschaft einbringen, die in der vergangenen Saison den Scudetto gewonnen hat.
Das famose Mittelfeld aus Stanislav Lobotka, André Frank Zambo Anguissa und McTominay wurde nun durch De Bruyne erweitert - und wird bereits als "Die Fantastischen Vier" gefeiert. Dass das Projekt bereits zu seinem Auftakt eine Sternstunde erleben durfte und das Quartett auf Anhieb harmoniert, ist daher auch Trainer Antonio Conte zu verdanken.
"Er macht es gut, er passt sich an das an, was von ihm verlangt wird, und ich versuche, seine Eigenschaften hervorzuheben, um die richtige Form für ihn und für die Mannschaft zu finden - eben wie ein Schneider", meinte der italienische Übungsleiter im Gespräch mit dem "Corriere della Sera".
Wenige Worte, große Wirkung
Für seine neueste Anfertigung hat sich Conte etwas Besonders einfallen lassen. De Bruyne ist bei den Partenopei nämlich weit mehr als ein einfacher Mittelfeldspieler.
Zunächst begann er als linker Achter, dann agierte er als Spielmacher hinter den Spitzen, manchmal als tiefer Sechser, am Ende sogar als falsche Neun. Eine Variabilität wie bei Zip-Off-Hosen - nur eben viel eleganter.
Das ist Contes Stärke: alle über ihre eigenen Grenzen hinauszuführen, ihren Horizont zu erweitern.
Allen Lobeshymnen zum Trotz resümierte De Bruyne diesen märchenhaften Auftakt auf seine ganz eigene Art.
"Was ein Start", schrieb der ehemalige Wolfsburger auf Instagram. Ein Mann der wenigen Worte - aber mit einer beispiellosen Wirkung.
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Amorim vermisst "Selbstvertrauen" bei Manchester United
Quelle: Perform
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